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Bericht des Departements für Landwirtschaftliche Kolonisation über die Jahre ... an den ... Zionisten-Kongress und die ... Tagung des Council der Jewish Agency · 1935-08-01 · 8.1935 · p. Seite 379

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Journal
Bericht des Departements für Landwirtschaftliche Kolonisation über die Jahre ... an den ... Zionisten-Kongress und die ... Tagung des Council der Jewish Agency
Volume
1935
Issue
8.1935
Date
1935-08-01
Page
Seite 379 (sequence 69)
Language
German
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379 jüdischen Privatleuten) wurden Milch und Milchprodukte in einer Menge von 23 Liter auf jeden Juden verkauft. Aus dem Auslande wurden Milchprodukte (vor allem Butter) in einer Quantität von zirka 125 —140 Liter Milch auf den Kopf der jüdischen Bevölkerung eingeführt. Insgesamt ergibt sich, daß jeder Einwohner im Lande 200 Liter Milch verbraucht; dieser Verbrauch ist gering gegenüber dem in anderen Ländern. Aber selbst die oben angeführten Ziffern beweisen klar, wieviel Raum dem Wirtschaftszweige des Milchbetriebes noch zur Entfaltung bleibt. 9. Schafzucht. Dieses Fach, das man gewohnt war, als einen für den umherschweifenden Beduinen passenden Beruf anzusehen, entwickelt sich in unseren Wirtschaften mit langsamen und vorsichtigen Schritten und erobert sich vor allem in den Kollektivwirtschaften seinen Platz. Vor einigen Jahren haben wir den Kleinviehherden in Ober- und Untergaliläa gewisse Mittel zugewendet, doch sind die damaligen Versuche nicht geglückt. In den letzten Jahren jedoch begann dieser Tätigkeitszweig wieder in die Betriebe einzudringen und entwickelt sich in ihnen dank der großen Hingabe seiner Anhänger fort. Der größte Teil der Schafe in den Siedlungen gehört den heimischen Rassen an und es gibt schon Versuche zur Verbesserung der Herden durch Kreuzung mit guten fremden Rassen. So wurden nach Palästina Widder der Merino- und Karakolrasse und Ziegenböcke der Toggenburger Rasse eingeführt. Nach den in unseren Händen befindlichen Ziffern befanden sich im Jahre 5694 an 16 Punkten, Kwuzoth und Moschawim, etwa 4200 Schafe und 1000 Ziegen. Der gesamte in diese 16 Herden investierte Betrag beläuft sich auf £P 6500. Es gibt bereits Gewinn- und Verlustrechnungen für 11 in Kwuzoth befindliche Herden für das Jahr 1933. Die Einnahmen betrugen ca. £P 3900, die Ausgaben beliefen sich zusammen mit dem Arbeitslohn auf ca. £P 3700. Für das Jahr 1934 kann man die Einnahmen in diesen Siedlungen auf etwa £P 5000, die Ausgaben auf ca. 4700 schätzen. Die Haupteinnahmequelle war der Verkauf von Milch und ihren Produkten, die etwa 52 Prozent ausmachten, von Fleisch (17 Prozent), von Wolle und Haaren (ca. 4 Prozent), Fellen, Dünger (ca. 8 Prozent) und natürlicher Vermehrung (ca. 19 Prozent). In ihrem Berichte für 5694 verzeichnet die Gesellschaft »Tnuvah« den Versuch, frische Schafsmilch zu bekommen, sowie ihre erfolgreiche Verwendung zur Herstellung flüssiger Produkte. Im Jahre 5694 betrug die Produktion von Schaf- und Ziegenmilch 130.000 Liter, 5695 wird sie 210.000 Liter betragen. Wenn auch die Entwicklung dieses Zweiges noch in ihren Anfängen steckt, so wird er doch zweifellos in Zukunft den ihm zukommenden Platz im landwirtschaftlichen Kleinbetriebe einnehmen.

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