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Bericht des Departements für Landwirtschaftliche Kolonisation über die Jahre ... an den ... Zionisten-Kongress und die ... Tagung des Council der Jewish Agency · 1935-08-01 · 8.1935 · p. Seite 378

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Journal
Bericht des Departements für Landwirtschaftliche Kolonisation über die Jahre ... an den ... Zionisten-Kongress und die ... Tagung des Council der Jewish Agency
Volume
1935
Issue
8.1935
Date
1935-08-01
Page
Seite 378 (sequence 68)
Language
German
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3/8 auf Vererbung, Vergrößerung der Erträge; vor allem ist es notwendig, auf die Schaffung einer Rassekuh für die Buttererzeugung hin zu arbeiten. Die wesentliche Einnahme der Wirtschaft beruht heutzutage lediglich auf dem Verkauf der Milch und ihrer flüssigen Produkte (Laebben, Kefir); Butter und Käse werden aus dem Auslande importiert, und dagegen können wir nur ankämpfen, wenn wir unsere eigene Butter, und zwar zu billigen Preisen, haben. b) Versorgung neuer Siedler mit Kühen: Aus allen ziffernmäßigen Darstellungen geht klar hervor, daß die bestehenden Siedlungen noch nicht als »Verkäufer« auf dem Markt erscheinen können, sondern das Gegenteil zutrifft. Sie müssen immer noch diesen Betriebszweig vergrößern und erweitern, und demgemäß muß sorgfältig Ordnung in die Frage des Imports von Kühen gebracht werden, um völlige Anarchie auf diesem Gebiete zu verhindern. c) Futtererzeugung für das Vieh: Es muß darauf geachtet werden, die Futtersorten vielseitiger zu gestalten, und die Ernten, insbesondere auf unbewässerten Feldern, zu vergrößern, Weideflächen anzulegen und Methoden zur Konservierung von Grünfutter zu prüfen. d) Züchtung von Schlachtvieh im Lande: In seinem gegenwärtigen Zustande spielt dieser Zweig in der Fleischversorgung des Landes keinerlei Rolle. Seit Beginn des Jahres 1935 werden monatlich nahezu 2500 Stück Schlachtvieh nach Palästina importiert. Der Wert des Rinderimports zur Schlachtung wird in diesem Jahre den Betrag von £P 500.000.— erreichen. Unsere Landwirtschaft wird erst dann als ein Faktor von Bedeutung auf diesem Marktgebiete erscheinen, wenn unsere Kolonisation in Gebiete mit weiten Weidenflächen und großem Wasserreichtum eindringen wird; heute jedoch muß man bereits nach Wegen suchen, um die in den Wirtschaften geborenen Stierkälber in ihnen zu halten und sie zu mästen, wobei die großen Mengen Abfalls in den verschiedenen Fabriken (Spritfabrik, Obst- und Gemüsekonservierung, Bierbrauereien usw.) in Betracht zu ziehen 'sind. Es ist äußerst schwer, alle Einzelheiten dieser Frage zu bringen, aber es ist Pflicht, daran zu denken, daß auf einem Gebiete, das einen so breiten Raum in der Wirtschaft unseres Kolonisationswerkes einnimmt, unsere Tätigkeit noch sehr gering ist, und daß wir für dieses ganze Problem Lösungen finden müssen. e) Verbrauch und Produktion: Im Jahre 1933 wurden Milch und Milchprodukte im Werte von £P 119.938 eingeführt, im Jahre 1934 war der Wert des Imports £P 237.916. Die Gesellschaft »Tnuvah« verkaufte im Jahre 1933 Milch und Milchprodukte für £P 134.483, im Jahre 1934 für £P 189.000. Es ist festzustellen, daß i. J. 5694 durch die »Tnuvah« Milch und Milchprodukte in den drei Städten Jerusalem, Tel Aviv und Haifa in einer Mengevon ca. 36 Liter auf den Kopf der jüdischen Bevölkerung verkauft worden; von anderen Produzenten (Deutschen, Arabern und

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