Bericht des Departements für Landwirtschaftliche Kolonisation über die Jahre ... an den ... Zionisten-Kongress und die ... Tagung des Council der Jewish Agency
- Journal
- Bericht des Departements für Landwirtschaftliche Kolonisation über die Jahre ... an den ... Zionisten-Kongress und die ... Tagung des Council der Jewish Agency
- Volume
- 1935
- Issue
- 8.1935
- Date
- 1935-08-01
- Page
- Seite 377 (sequence 67)
- Language
- German
- Belongs to
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377 für Eigenbedarf, Versicherung usw. dem Landwirt für die mit ihrer Pflege verbundenen Arbeit noch einen Reingewinn von £P 15 —17 pro Jahr. 7. Die Versorgung des Viehs mit Nahrungsbedarf. Abgesehen von den Wirtschaften in der Gebirgsregion (Kirjath Anawim und Ataroth) erzeugen alle Siedler ihr Futter im eigenen Betriebe. Es gibt folgende Futterarten: Heu- und Grünfutter, Klee, Luzerne, grüner Mais an Orten mit Bewässerung und getrockneter Mais an unbewässerten Orten. Die Futtertürme, die wir in denjenigen Siedlungen errichteten, an denen zur Zeit keine Bewässerungsmöglichkeit besteht, ergaben gute Resultate, über die wir bereits in unseren früheren Berichten gesprochen haben. Die Getreidefelder der Siedlungen liefern Streu und Futterstroh sowie Gersten- und Maiskörner für das Vieh. Aus gesammelten Aufstellungen über die Versorgungslage in den Wirtschaften kann der Schluß gezogen werden, daß die Futtermenge, die in den landwirtschaftlichen Betrieben für den Bedarf des Viehstalls erzeugt wird, 64 Prozent der gesamten Produktion an Nährpflanzen bildet. Vom finanziellen Gesichtspunkt aus kann gesagt werden, daß das in den Betrieben erzeugte Viehfutter 75 Prozent der Bedarfsdeckung ausmacht. Die in den Wirtschaften aus den Futterkulturen erzielten Ernten bewegen sich in folgenden Grenzen: bewässerter Klee......... 8—10 To. pro Dunam Luzerne ............ 6— 8 „ „ „ Grünfutter-Mais......... 3— 4 53 „ Futterrüben........... 8—12 ,, „ Futter aus Trockenkulturen .... 1,5— 2 „ „ ,, Mais, unbewässert........ 1,5— 1 ,, „ ,, Diese Ernteerträge sind erst nach Jahren einer gewissen Entwicklung und vielen Versuchen erzielt worden. Die Tendenz zur Erhöhung der Produktion an Nahrüngsbedarf in der eigenen Wirtschaft drang in alle Betriebe ein, und in dieser Lage ist es klar, daß sie allen Überraschungen auf dem Futter- und Produktenmarkt gegenüber gerüstet sind und keinen Schaden erleiden werden. 8. Probleme der Milchwirtschaft. a) Rinderrassen: Wir haben uns noch gründlich mit der Auswahl der Rinderrassen im Lande zu beschäftigten. Wohl gelang es uns, Kühe mit guten Erträgen zu züchten, aber wir dürfen uns nicht der Täuschung hingeben, als hätten wir schon den Typus der Kuh gefunden, der für unsere Wirtschaften und die Produktionsbedingungen in all den verschiedenen Teilen des Landes erwünscht und passend ist. Die Auswahl der Rassen hat nach folgenden Richtungen hin zu geschehen: Natürliche Widerstandsfähigkeit gegen die charakteristischen Krankheiten des Landes, die Aussonderung der Rinderstämme im Hinblick