Bericht des Departements für Landwirtschaftliche Kolonisation über die Jahre ... an den ... Zionisten-Kongress und die ... Tagung des Council der Jewish Agency
- Journal
- Bericht des Departements für Landwirtschaftliche Kolonisation über die Jahre ... an den ... Zionisten-Kongress und die ... Tagung des Council der Jewish Agency
- Volume
- 1935
- Issue
- 8.1935
- Date
- 1935-08-01
- Page
- Seite 341 (sequence 31)
- Language
- German
- Belongs to
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34i ihr in bar zur Verfügung stehenden Gelder oder mit Heranziehung weiterer Geldmittel durch Ausgabe von Aktien oder Aufnahme von Anleihen zu arbeiten, ohne daß der Siedler Anweisungen, Wechsel oder bloße Zusagen erhält. Diese Grundsätze werden zweifellos viele Hindernisse und Schwierigkeiten verhindern und der zukünftigen Entwicklung des Kolonisationswerkes eine dauernde Stabilität verleihen. g) Neukolonisation: i. Allgemeines: Dadurch, daß wir acht Jahre hindurch jede neue kolonisatorische Tätigkeit eingestellt haben, gelangten wir in diesem Jahre dazu, daß der Keren Hajessod uns die Möglichkeit zum Beginn neuer kolonisatorischer Arbeiten geben konnte. Während der Periode des Stillstandes der Kolonisation aus Mangel an Mitteln gelang es dem KKL, ziemlich bedeutende Bodenflächen in Judäa und im Scharon zu erwerben. Vor allem ist auf den Ankauf des Emek Chefer hinzuweisen. Die Notwendigkeit zur Okkupation der Böden und der Landhunger der Tausende von Chaluzim, die sich in den bestehenden Kolonien als Einzelpersonen oder in Hilfswirtschaften sammeln, führten dazu, daß etwa 2000 Familien es wagten, die vom KKL erworbenen Ländereien zu okkupieren, zu bearbeiten und zu bewachen. Im unerschütterlichen Glauben, daß »Israels ewiger Bestand sich niemals verleugnen wird«,, harrten sie des Zeitpunktes, in dem der Keren Hajessod die Möglichkeit erhalten würde, sie in das Netz der von ihm betreuten Siedlungen einzugliedern. In harter Arbeit in Städten, Kolonien und Pflanzungen in der Nachbarschaft ihrer Siedlungspunkte sparten diese Siedler Groschen auf Groschen zusammen, bis es ihnen mit Hilfe verschiedener privater und öffentlicher Kreditanstalten gelang, an dem Platze ihrer Zukunft festen Fuß zu fassen und das Gerippe für ihre spätere Wirtschaft zu schaffen. Nachfolgend die Zahl der Siedler, die auf ihren Böden sitzen und auf ihre Ansiedlung warten: 580 Familien an 12 Plätzen im Emek Chef er, 780 „ „14 Plätzen in Judäa und im Scharon, _ 220 ,, „ 5 neuen Punkten im Emek Jesreel. Insgesamt 1580 Familien an 31 Plätzen. Darüber hinaus ist heute auf den Bodenreserven in unseren Siedlungen im westlichen Emek Jesreel Platz zur Ansiedlung von ungefähr 150 Familien, und sobald die Bewässerungsanlagen errichtet sein werden, wird die Möglichkeit zu einer Vergrößerung der Bevölkerung in den bestehenden Siedlungen um weitere 200 bis 250 Familien bestehen. Als Beispiel hierfür dient der Moschaw Kfar Chassidim, dessen Siedler, nachdem wir dort ausreichende Wassermengen gefunden haben, dem