Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Journal
- Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Volume
- XIV (1925)
- Date
- 1925-01-01
- Page
- Seite 315 (sequence 324)
- Language
- German
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das Erziehungsbudget für dieses Jahr auf £ 63000. Von diesem Betrag verpflichtete sich die Zionistische Exekutive, bis zur Erreichung der Zustimmung des Aktionskomitees zur Erhöhung des Budgets £ 60 000, und die weiteren £ 3000 nach Erhalt der Bewilligung vom Aktionskomitee auszuzahlen. Auch die Stadtverwaltung von Tel-Awiw erhöhte ihre Anteilnahme am Erziehungsbudget bis zum Betrage von £ 4280. In der Budgetsumme der Stadtverwaltung von Tel-Awiw ist der Betrag von £ 696, ihre Subventionen an vier Anstalten (Musikschule, „Sulamit", Handelsschule, Nähschule und Talmud Tora für Mädchen), die im Jahre 5684 von uns keine Subvention erhielten, enthalten. In Wirklichkeit hat also die Stadtverwaltung ihren Beitrag zu unserem Budget nur um £ 3584 erhöht. Die Summe der gesicherten Einnahmen, die unsere Ausgaben decken sollten, betrug auf diese Weise £ 83160 statt £ 83 241 — unseren Ausgaben im Jahre 5684 (außer den Anstalten der PICA). Dieses Budget gestattete uns nicht einmal, an die minimalsten Ansprüche der Arbeitserweiterung in den Immigrations:- zentren und neuen Siedlungen zu denken. Dies gelang uns erst, nachdem wir weitere Einschränkungen an einigen Plätzen wie folgt vorgenommen haben : Wir entließen zwei Kindergärtnerinnen in den Kindergärten in Jerusalem. Diese Beduktion wurde dann durch das Kindergartenkomitee der Frauen Organisation ergänzt, die Ende des Winters mit einer kleinen Subvention unsererseits einen Kindergarten mit zwei Kindergärtnerinnen eröffnete. Wir schlössen den Kindergarten in Har-Tow, der wenig Zöglinge zählte und verringerten unsere Subvention an die Kindergärten in Haifa. Wir schlössen fünf Parallelklassen in den Volksschulen Jerusalems und die Schule in Gaza, weil sich dort die Schülerzahl vermindert hatte. Im Lehrerseminar in Jerusalem und im Seminar für Lehrerinnen und Kindergärtnerinnen in Tel-Awiw schlössen wir die unterste Klasse. Wir reduzierten unsere Subventionen: für die Realschulie in Haifa um £ 1000 (auf Grund der Subventionen, welche die Anstalt aus anderen Quellen erhielt), für die Bezalelschule (£ 452), für die Handarbeitsschule für Mädchen in Jerusalem (£ 100), für die Schlosserschule „Schaare Tora", Tel-Awiw (£ 130); unsere Subvention an die Musikschule in Jerusalem (£ 130) stellten wir gänzlich ein. Nur dank diesen weiteren Reduktionen, die zusammen £ 3600 ausmachen, gelang es uns im Immigrationszentrum in Tel-Awiw und in Haifa 13 Klassen und 11 Lehrer hinzuzufügen, zwei Klassen in der Talmud-Tora-Schule „Misrachi" in Jerusalem und einen Lehrer im Stadtviertel Neveh Schaanan, und Schulen in sechs neuen Siedlungspunkten zu eröffnen (Bne Brak, Gideon, Chitin, Kfar Uriah, Bet-' Schan, Ruchamah). Trotz unserer Vorsicht und der großen Einschränkungen in allen Zweigen unserer Ausgaben mußten wir die Grenzen des Budgets überschreiten und sehen am Ende der Einordnung der Schulen im Budget dieses Jahres, daß die Ausgaben die Einnahmen übersteigen. Dazu zwangen uns nicht nur die Forderungen der Immigranten, sondern auch die Stadtverwaltung von Tel-Awiw, die bei Erhöhung ihrer Anteilnahme am Erziehungsbudget die Bedingung stellte, 315