Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Journal
- Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Volume
- XIV (1925)
- Date
- 1925-01-01
- Page
- Seite 314 (sequence 323)
- Language
- German
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£ 218, d. i. 27 °/o der Unterstützung im Jahre 5683, und die Unterstützung der Realschule in Haifa um £ 732, oder 36 °/o der Subvention (die Subvention des Gymnasiums in Jerusalem konnte nicht verringert werden, ohne dadurch die Schließung der Anstalt nach sich zu ziehen). Wir kürzten auch die Subvention anderer Schulen. Wir unterbrachen gänzlich die finanzielle Subvention der Musikschule „Schulamit" in Tel-Awiw und beschlossen, die ersten Klassen des Allgemeinen Lehrerseminars in Jerusalem und des Lehrerinnenseminars in Tel-Awiw zu schließen. (Die Lehrer dieser Anstalten nahmen es dann auf sich, diese Klassen durch freiwilligen Unterricht aufrechtzuerhalten und wir unsererseits haben ihnen eine unbedeutende Subvention bewilligt.) Aber all diese Einschränkungen haben das Budget bloß um £ 7400 verringert und nun fehlten noch £ 3000, für die gar keine Quelle vorhanden war. Nachdem man dem Präsidenten der Organisation, Dr. Ch. Weizmann, den ganzen Ernst der Lage klargemacht hatte, versprach er, dieses Defizit am Ende des Jahres aus einer speziellen Geldsammlung zu decken. Das Jahr 5685. Dieses Jahr brachte unserer Arbeit gar keine Erleichterung, sondern stellte uns vor weitere Schwierigkeiten. Im Sommer 5684 nahm die Immigration zu, die von nun an hauptsächlich eine Einwanderung von Familien war und bis zum Jahre 5685 kamen zirka 1000 Kinder im Alter von Schule und Kindergarten nach Palästina. Da unsere Schulen besonders in den Einwanderungszentren vollständig überfüllt waren, war es dringend notwendig, neue Schulen und Kindergärten zu eröffnen und zu den bestehenden Anstalten Klassen hinzuzufügen. Das erforderte natürlich eine Vergrößerung des Erziehungsbudgets der Zionistischen Organisation, welche damals infolge der finanziellen Lage derselben unmöglich war. Wir sahen uns daher gezwungen, in manchen unserer Arbeitszweige neue Einschränkungen einzuführen, um die Volkserziehung in den Immigrationszentren und den neuen Siedlungspunkten irgendwie zu erweitern. Nachdem die Stadtverwaltung von Tel-Awiw sich damit einverstanden erklärt hatte, ihre frühere Beteiligung an den Ausgaben für das Erziehungswesen um weitere £ 2000 zu erhöhen und die Lehrerorganisation in Anbetracht der Lage freiwillig auf sich nahm, die an sich schon kleine Gehaltsnorm zu kürzen (sie setzte das Grundgehalt eines Volksschullehrers auf £ 108 jährlich statt £ 120 und eines akademischen Lehrers auf £ 156 statt £ 180 fest), wurde ein Budgetvoranschlag für das neue Jahr mit einer Erhöhung von £ 2000 gegenüber 5684 ausgearbeitet, d. h. £ 65000 'statt £ 63000. Das Aktionskomitee aber budgetierte bloß £ 58 000 für Erziehungszwecke. Dieses Budget raubte nicht nur jede Möglichkeit, die Arbeit auszudehnen, sondern zwang noch zu weiteren Einschränkungen in den bereits bestehenden Anstalten. Nachdem es sich herausstellte, daß eine große Anzahl von Kindern im Schulalter nach der Sitzung des Aktionskomitees ins Land kam, sah sich die Zionistische Exekutive verpflichtet, die Verantwortung dafür zu übernehmen, daß die Erhöhung des Budgets in der zunächst stattfindenden Aktionskomiteesitzung bewilligt wird; zuerst um £ 2000 und dann um weitere £ 3000. Auf diese Weise stieg 314