Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Journal
- Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Volume
- XIV (1925)
- Date
- 1925-01-01
- Page
- Seite 308 (sequence 317)
- Language
- German
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bildung und Eignung für den Lehrberuf mitbringen, geht die x^Lrbeit an den orthodoxen Schulen immer weiter vorwärts. Diese jungen Kräfte haben mehr Ordnung und System in den Unterricht hineingebracht, sowohl was die „heiligen Fächer" anbelangt, die in diesen Schulen großen Raum einnehmen, wie auch in den übrigen Fächern. In diesem Sinne üben diese jungen Kräfte auch gewissermaßen Einfluß auf ihre Genossen, die vor ihnen kamen und denen jede systematische pädagogische Vorbereitung fehlte, aus. Auf diese Weise werden von Jahr zu Jahr bessere Ergebnisse, sowohl in den hebräischen wie auch in den allgemeinen Unterrichtsfächern erzielt. Was Ordnung und Sauberkeit anbelangt, ist ein Fortschritt zu konstatieren. Aber auch, diese Schulen litten unter den oben erwähnten schweren Bedingungen und dadurch hat sich die Entwicklung, die unter anderen Bedingungen viel rascher vor sich gegangen wäre, verzögert. c) Die Mittelschulen. Ein langsamer Fortschritt macht sich in den Mittelschulen bemerkbar. Noch haben wir nicht das uns vorschwebende Ziel erreicht — Vorbereitung der Schüler zur Arbeit im Lande —, nähern uns aber sichtlich demselben. Das Gymnasium in Tel-Awiw schenkt der Arbeit und dem Handwerk große Aufmerksamkeit. Ende des Jahres 5683 prüfte eine besondere Kommission des Regierungserziehungsdepartements die obersten Klassen unserer Gymnasien in Tel-Awiw und Jerusalem und auf Grund dieser Prüfung erhielten sie ein offizielles Zeugnis, welches bestätigt, daß die beiden Anstalten die volle Mittelschulbildung, die zum Eintritt in die Universität nötig ist und noch ungefähr ein Lehrjahr über diese Stufe hinaus gewähren. So bestätigt die objektive Prüfung einer verläßlichen Institution, daß die beiden Anstalten durch die in ihnen erworbenen Kenntnisse auf der nötigen Höhe stehen. Dieses Regierungszeugnis erleichtert den Schülern den Eintritt in die Universitäten in den Ländern Europas. In der Realschule in Haifa ist in diesem Jahre eine siebente Klasse zu den bereits bestehenden' sechs, hinzugekommen. Die Entwicklung dieser Anstalt hat gezeigt, daß ihr Lehrplan erweiteret werden muß, um den Schülern und besonders den Schülerinnen, die keine Absicht haben, ihre Studien, am Technikum fortzusetzen, die Aneignung einer allgemeinen Mittelschulbildung zu ermöglichen. Die Realschule enthält jetzt, gemäß den Aenderungen im Lehrplan, zwei Hauptrichtungen: a. eine technische Richtung für Schüler, die in eine Handwerksschule eintreten wollen (nach Beendigung der vierten Klasse) oder ins Technikum, oder in die Hauswirtschaftsschule (nach Absolvierung der sechsten Klasse); b. eine Richtung der Mittelschulbildung, für diejenigen, die sich für die Immatrikulationsprüfung der Regierung vorbereiten (nach Absolvierung der siebenten Klasse). In den fünf ersten Klassen nehmen Arbeit und Handarbeit den führenden Platz ein; dagegen widmen die Schüler der obersten Klassen den größten Teil ihrer Zeit theoretischen Fächern, ihrer Neigung und ihrem Ziele gemäß. d) Lehrer- und Lehrerinnenseminare. Dieselbe langsame Entwicklung, die wir bei den Mittelschulen gekennzeichnet haben, sehen wir auch bei den Seminaren für Lehrer und Lehrerinnen. Besonders ist ein Fortschritt in den Kenntnissen der Literatur und 308