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Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress · 1925-01-01 · XIV (1925) · p. Seite 306

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Journal
Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
Volume
XIV (1925)
Date
1925-01-01
Page
Seite 306 (sequence 315)
Language
German
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dieser Synthese macht sich bereits bemerkbar und es ist zu hoffen, daß die Kindergärtnerinnen schließlich den richtigen Weg finden werden. 2. Die Volksschulen. a) D i e allgemeine. Der Lehrplan, der im Jahre 5683 ausgearbeitet wurde, hat bereits viel zur Vervollkommnung der Arbeit an diesen Schulen beigetragen. Er hat mehr Ordnung und System in das Lehrmaterial hineingebracht und es mehr dem Leben der Umgebung angepaßt; er hat gewissermaßen zur Stärkung des Prinzips der Selbstarbeit der Schüler am Unterricht beigetragen und den besten unter den Lehrern in ihrem Bestreben, die Arbeit in den Schulen einzuführen, geholfen. Was aber bisher auf diesem Gebiete geleistet wurde, ist bloß ein kleiner Teil von dem, was unter normalen Arbeitsbedingungen hätte geleistet werden können. Die Erbitterung, die in diesen Jahren unter den Lehrern herrschte, da sie unter der Unsicherheit ihrer Existenz litten, erlaubte ihnen nicht, sich vollständig ihrer Arbeit zu widmen und so konnten sie auch vielfach ihre Aufmerksamkeit nicht einem Systemwechsel schenken und gebahnte Wegè verlassen, was Seelenruhe und Vertiefung verlangt hätte. Auch das Unterrichtsdepartement hatte in diesen Zeiten keine Möglichkeit, seinen Einfluß auf den Fortgang der inneren Arbeit zu verstärken. Auch objektivere Gründe verhinderten den Fortschritt, die vergrößerte Schülerzahl in den Klassen (in den Städten gibt es Klassen mit 60 und noch mehr Schülern), unpassende Schulgebäude, Mangel an Hilfsbüchern für die Lehrer und Lesebüchern für die Schüler, sowie der Mangel an Mitteln, der jede Verbesserung, die mit irgendwelchen Ausgaben verbunden ist, verhindert. All dies behinderte zwar den Fortschritt in den Schulen sehr, konnte ihn aber nicht gänzlich aufhalten. Abgesehen von einigen Schulen, können wir im allgemeinen auf einen Fortschritt hinweisen. Und wir haben das Recht zu sagen, daß die Ergebnisse in den verschiedenen Unterrichtsfächern im allgemeinen nicht hinter denjenigen zurückstehen, die in derartigen Schulen in anderen Ländern erreicht werden. * Lesen und Schreiben werden in fast allen Schulen mit mehr oder weniger Erfolg gelehrt. In einigen Schulen wurde in den letzten Jahren das System des allgemeinen Unterrichts eingeführt, welches die Fächer Sprache, Rechnen, Handarbeiten usw. zu allgemeinem Unterricht vereinigt, in dessen Mittelpunkt die Heimatkunde steht. Es wurden Versuche gemacht, dieses System auch an den Lehrgängen III und IV fortzusetzen. Fortschritte sind in der Ausarbeitung der Aufsätze in den obersten Klassen zu bemerken. Auch die Umgangssprache wird allmählich vollkommener. Diesbezüglich leiden die Schulen der Immigrationszentren (Tel-Awiw, Haifa), in welchen massenhaft Schüler aufgenommen werden, denen das Hebräische fremd ist. Diese drücken selbstverständlich das Niveau der ganzen Klasse, sowohl was die Kenntnis der hebräischen Sprache wie auch der anderen Fächer anbetrifft, herab. Wir haben Vorbereitungskurse oder besondere Vorbereitungsklassen für diese Schüler eingerichtet, wo sie Unterricht im Hebräischen erhalten, bis sie in die Grundklassen eintreten können. Diese Klassen können aber nur wenig zur Besserung der Situation beitragen, denn die Kenntnis einer Sprache kann nur im Laufe der Zeit erworben werden. 306

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