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Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress · 1925-01-01 · XIV (1925) · p. Seite 305

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Journal
Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
Volume
XIV (1925)
Date
1925-01-01
Page
Seite 305 (sequence 314)
Language
German
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IRI
…/9038125-9054154--1234-9054466
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materialien anschaffen kann. In einigen Kindergärten sind Pianos vorhanden, die aus privaten Geldern dank der energischen Arbeit der Leiterinnen angeschafft wurden. Diese Instrumente dienten dazu, das musikalische Gehör der Zöglinge zu entwickeln. Besonderes Gewicht wird auf die Erziehung der Kinder zu Reinlichkeit und Ordnung gelegt. Die Kinder reinigen und ordnen selbst die Klasse und die Geräte und in vielen Kindergärten waschen sie auch die in der Schule gebrauchten Sachen und reinigen die Geräte. Die ärztliche Behandlung von Haut- und Augenkrankheiten der Kinder, die in sämtlichen Kindergärten durch die Schulhygieneabteilung der „Hadassah" eingeführt wurde, trägt viel zur Bekämpfung dieser Krankheiten, die in den niedrigen Volksschichten verbreitet sind, bei, wodurch der Kindergarten zu einem wichtigen Faktor der Yolksgesundung erhoben wird. In vielen städtischen Kindergärten gibt es Küchen, wo die Kinder ihre Mahlzeiten täglich umsonst oder zu billigen Preisen erhalten. Diese Küchen werden durch die Eltern selbst oder aus besonderen, durch die Kindergärtnerinnen gesammelten Geldern erhalten und bekommen keine Unterstützung vom Erziehungsdepartement. Die Kinder arbeiten zusammen mit der Kindergärtnerin bei der Zubereitung der Speisen und beim Kochen. Diese Anordnung hat eine positive Seile: sie ermöglicht die Kinder mit Hausarbeiten zu beschäftigen, die sie interessieren, und die dem Kindergarten den Reiz des Familienlebens verleihen. Die Kinder werden auch zur Reinlichkeit und Ordnung beim Essen erzogen. Es gibt dabei auch eine negative Seite. Die Beschäftigung in der Küche raubt der Kindergärtnerin einen großen Teil ihrer Zeit, die sie eigentlich den Kindern widmen sollte. Manche Kindergärten haben dadurch einen Ausweg gefunden, daß sie mit Hilfe auswärtiger Unterstützung eine besondere Hilfe für die Küchenarbeit aufgenommen haben. Es 'ist zu betonen, daß ein allgemeiner Fortschritt in der Entwicklung der Arbeit Platz gegriffen hat, trotzdem die Arbeitsbedingungen in den Kindergärten in den letzten 3 .Jahren immer schwieriger wurden. Denn während im Jahre 5681 auf jede Kindergärtnerin durchschnittlich 25 Kinder entfielen, steigt die Zahl der Kinder im Jahre 5684/85 auf 32 und in den Städten sogar auf 40 und 41 Kinder. Die Statuten des Waad Hachinuch haben zwar für eine Kindergärtnerin ein Maximum von 30 Kindern festgesetzt, die Kindergärtnerinnen aber, die die Sorgen der Eltern, besonders der neuen Immigranten, erleichtern wollen, laden eine ungeheure Last auf sich, indem sie die Kleinen möglichst, trotz Raumnot, nicht nach Hause schicken und so die maximale Norm übersteigen. Ein Fortschritt in der Arbeit wurde dank den Personaländerungen erzielt, die wir in den letzten Jahren in den Kindergärten durchgeführt haben und auch dadurch, daß sich die Kindergärtnerinnen allmählich an das neue System anpassen und in ihrer Arbeit vervollkommnen. Es steht aber außer Zweifel, daß wir unter günstigen Arbeitsbedingungen bessere Resultate erzielen können. Nicht alle Kindergärtnerinnen haben bisher die Synthese der Freiheit des Kindes und der führenden Hand, die ohne ZAvang und Gewalt leitet, gefunden. Aber ein Hinneigen zu 20 305

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