Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Journal
- Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Volume
- XIV (1925)
- Date
- 1925-01-01
- Page
- Seite 262 (sequence 271)
- Language
- German
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Irgendwelche finanziellen Unterstützungen waren wir nicht zu leisten in der Lage. Die Hachscharah blieb den dafür zuständigen Verbänden (deutscher Landesverband des Hechaluz, Danziger Blauweiß usw.) überlassen. Von besonderen Einrichtungen ist zu erwähnen, daß das Amt von Einwanderern der Kategorie B und Touristen, die nachweislich längere Zeit in Danzig waren, ohne Mitglieder der Zionistischen Organisation zu sein, nachträglich mindestens einen Jahres-Mitgliedsbeitrag erhob, eine Maßnahme, die allen Zweig-Organisationen zur Nachahmung empfohlen sei. Das Palästina-Amt in Kischinew. Die Tätigkeit des Amtes zerfällt in zwei Epochen: vom XIII. Kongreß bis zum 10. Juli 1924, während der es kein legal anerkanntes Palästina-Amt in Beßarabien gab und die Alijahangelegenheiten vom Zionistischen Zentralkomitee in Beßarabien wahrgenommen wurden, während die zweite Periode am 11. Juli 1924 beginnt, an dem die Palästina-Immigrationsangelegenheiten dem offiziellen Palästina-Amt •übertragen wurden. Der vorliegende Bericht betrifft also einen Zeitraum von 22 Monaten, aber die Hauptarbeit wurde im letzten Jahre geleistet. Obwohl formell ganz Beßarabien als unter unserem Amte stehend angesehen wird, erhielten viele Städte des Nordens Hilfe in Emigrationsangelegenheiten vom Palästina-Amt Gzernowitz. Dieses Amt besorgte nicht nur Visa für Emigranten aus Nord-B eßarabien, sondern verteilte auch Zertifikate. Ebenso empfingen viele Bewohner von Süd- Beßarabien ihre Visa durch das Amt in Galatz. Die bevorstehe-nde Konferenz der Palästina-Aemter in Bumänien wird ohne Zweifel die Tätigkeit der verschiedenen Aemter genau abgrenzen. Die Auswanderer, die das Amt Kischinew passierten, sind nur ein Teil der beßarabischen Auswanderung. Es müssen alle die dazugerechnet werden, die als Touristen oder in anderen Kategorien von den Palästina-Aemtern Czornowitz, Galatz, Bukarest Visa erhielten. Beßarabien hat viele sehr erfahrene und für körperliche Arbeit geschulte Arbeiter, vor allem Landwirte. Die ökonomische Depression der letzten Jahre zwingt viele Juden zur Auswanderung. Das Amt mußte Informationen über die Lage in Palästina und die Einwanderungsmöglichkeiten geben. Nicht nur Arbeiter und Handwerker, sondern auch wohlsituierte Personen mit 200—500 £ wenden sich an das Amt. Die Zahl der zur Auswanderung Registrierten beträgt 1600 mit- Familie (4310 Personen), darunter: Handwerker '900 Familien (3150 Personen) Arbeiter und Landwirte 460 „ ( 920 ,, ) Arbeiterinnen 240 — ('240 „ ) Von diesen Personen erhielten 644 Zertifikate, nämlich: Familienväter mit Familie 115 (452 Personen) Einzelne Männer 112 Einzelne Frauen 80 262