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Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress · 1925-01-01 · XIV (1925) · p. Seite 256

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Journal
Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
Volume
XIV (1925)
Date
1925-01-01
Page
Seite 256 (sequence 265)
Language
German
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IRI
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auf 10 000 M., 1924 auf 21 438 M., 1925 (bis 30. Juni) auf 10 282 M., insgesamt auf 41 720 M. Zu diesen Summen haben die Zionistische Exekutive, die Zionistische Vereinigung für Deutschland, jüdische Gemeinden und soziale Institutionen in Deutschland, insbesondere die Berliner Jüdische Gemeinde namhafte Beiträge geleistet. Besondere Aufmerksamkeit verlangte die Behandlung der Durchreisenden. Wie aus der Statistik ersichtlich, bilden die Durchreisenden einen großen Prozentsatz der vom Palästina-Amt Berlin abzufertigenden Personen. Unter ihnen spielten eine besondere Rolle die über Lettland durchreisenden russischen Chaluzim, deren besondere Bedingungen Fürsorge und materielle Unterstützung verlangten. Im Frühjahr 1925 beschloß das Palästina-Amt, den in Hamburg und Bremen auf die Einreise-Genehmigung nach Amerika wartenden und in außerordentlich schlechter Lage befindlichen Emigranten Zertifikate zur Verfügung zu stellen, um die dringendste Not zu lindern und Personen, die als geeignet für Palästina erschienen, die Einwanderung dorthin zu ermöglichen. 15 Familien haben erklärt, hiervon Gebrauch machen zu wollen, jedoch ist die Angelegenheit noch nicht beendet. 2. Kategorie B., d. h. Personen, die in der Lage sind, ein Vermögen von wenigstens £ 500,— nachzuweisen. Die Auswanderung von Personen dieser Kategorie war bis zum 1. Januar 1925 durch die in Deutschland geltenden Bestimmungen gegen die Kapitalflucht erschwert. Die Bewerber bedurften besonderer finanzamtlicher Genehmigung zur Ausfuhr größerer Geldsummen, die nur selten erteilt wurde. Seit dem 1. Januar d. J. hat jedoch, wie auch aus der Statistik ersichtlich, die Auswanderung dieser Kategorie zugenommen. Es hängt dies in erster Linie mit der Entwicklung der wirtschaftlichen, in geringem Maße auch der politischen Verhältnisse zusammen, die eine bedeutende Verschlechterung in der Lage des Mittelstandes herbeigeführt haben. Es ist zu beobachten, daß die Auswanderung westjüdischer Elemente unter dieser Kategorie verhältnismäßig gering ist, während die Investierung namhafter Kapitalien in Palästina seitens deutscher Juden in den letzten Monaten bedeutend zugenommen hat. Bis vor kurzem war die Auswanderung ausländischer Juden dadurch erschwert, daß diese vor der Visierung des Passes eine Aus- und Wiedereinreise-Bewilligung nach Deutschland zu beschaffen hatten. Diese Schwierigkeit ist jetzt beseitigt. Das Palästina-Amt hat es sich zur Aufgabe gemacht, durch die Beratung der Auswanderer regulierend auf diese Alijah einzuwirken und dem Lande möglichst nur solche Auswanderer zuzuführen, die im Besitze ausreichender Mittel für eine wirtschaftliche Betätigung oder Ansiedlung sind. 3. Kategorie A., Touristen. Die Touristik aus Deutschland hat einen erfreulichen Aufschwung genommen. Während noch im Jahre 1924 die Palästina besuchenden Touristen in erster Linie unsere Gesinnungsgenossen waren, die den Wunsch hatten, das Land aus ideellen und informatorischen Gründen kennen zu lernen, war in diesem Frühjahr auch die Beteiligung nichtzionistischer Kreise erheblich. Einerseits hat die Einweihung der Hebräischen Universität zahlreiche Intellektuelle zur Reise veranlaßt, andererseits 256

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