Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Journal
- Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Volume
- XIV (1925)
- Date
- 1925-01-01
- Page
- Seite 257 (sequence 266)
- Language
- German
- Belongs to
- journal volume
- OCR quality
- 98% known words query
- IRI
…/9038125-9054154--1186-9054418- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
haben aber auch, zahlreiche an wirtschaftlichen Unternehmungen interessierte deutsche Juden, die der zionistischen Bewegung bis dahin fernstanden, das Land besucht. Durch eine systematische Behandlung der Touristik wird diese Beteiligung zu stärken möglich sein. Die Schwierigkeiten der Organisierung der Touristik hat das Palästina-Amt Berlin der zionistischen Exekutive im Winter 1924 ausführlich dargestellt und Vorschläge zur Besserung der Verhältnisse beigefügt. ' Von den viel benutzten Touristenwegen wurde der Weg über Constanza von den Reisenden aus Deutschland kaum in Anspruch] genommen. Die Touristen reisten in kleinerer Anzahl über Athen, Genua, Neapel; den Hauptanteil hat die Linie des Lloyd Triestino ab Triest gehabt. Die Mitwirkung des Palästina-Amtes Triest muß dankend anerkannt werden. Allerdings war der für Deutschland stehende Schiffsraum gering und der Tarif zu hoch. Die Bemühungen des Palästina- Amtes waren nnd sind darauf gerichtet, neue Wege zu erschließen. Im Zusammenhang mit diesen Bemühungen wurde durch die Verbindung mit dem Palestine Lloyd ein Teil des Verkehrs auf den Schiffen der Messageries Maritimes über Marseille geleitet. Der im Sommer 1924 mit dieser Gesellschaft zum ersten Male gemachte Versuch hat sich zwar nicht bewährt und auch die im Frühjahr 1925 zum zweiten Male aufgenommene Verbindung hat das Palästina-Amt noch nicht befriedigt. Jedoch besteht Aussicht auf eine günstige Entwicklung des Verkehrs via Marseille. Der Etat des Palästina-Amtes wurde gedeckt durch einen Zuschuß der Exekutive (£ 35,—■ seit April 1'924), durch Beiträge der Zionistischen Vereinigung für Deutschland (nach den Beschlüssen des letzten Delegiertentages im Monat M. 900,—, die jedoch vom Palästina- Amt nicht voll in Anspruch genommen werden) und durch Gebühren, die die abgefertigten Reisenden zahlen. Dieser letztgenannte Einnahmezweig ist noch durchaus ausbaufähig. Das Palästina-Amt Berlin beschäftigt zur Zeit 8 Beamte. Es ist zur Zeit im Ausbau begriffen und wird in folgende Abteilungen gegliedert: Auswanderung und Transport, Touristik, wirtschaftliche Angelegenheiten, und Informationswesen. Die Palästinaamts-Kommission besteht aus 9 Mitgliedern, und zwar je einem Vertreter des Hechaluz, der Hitachduth, Poale Zion, Zeire Zion, des Misrachi, drei Vertretern der Zionistischen Vereinigung für Deutschland und dem Leiter des Palästina-Amtes. Diese Kommission beschließt auch über die Verteilung der Zertifikate. Das Palästina-Amt Berlin hat mehrere Filialstellen in der Provinz, von denen besonders München, Breslau und Leipzig hervorzuheben sind. Das Palästina-Amt in Bukarest. Auch in Alt-Rumänien, wo die Alijah in der ersten Zeit eine geringe war, hat diese Bewegung einen außerordentlichen Aufschwung genommen und ihre Stärke ist nur von der Anzahl der Rumänien zur Verfügung gestellten Zertifikate abhängig. Laut den Beschlüssen der Palästina-Aemter-Konferenz in Jerusalem fungiert das Bukarester Palästina-Amt als Zentral-Amt in Angelegenheiten des Repräsentanz gegenüber den Behörden, Unterhandlungen mit den Schiffsgesellschaften, Transport- und Hafendienst. Wenn 17 257