Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Journal
- Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Volume
- XIV (1925)
- Date
- 1925-01-01
- Page
- Seite 197 (sequence 206)
- Language
- German
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Es wurde ferner eine Anleihe von £ 500,— an 6 Kolonisten in En-Ganim zwecks Ankauf von Kühen gegeben. Außerdem wurde eine Anleihe von £ 500,— an 5 in En-Ganim neuangesiedelte Familien gewährt. Das Kolonisationsdepartement befaßte sich besonders mit der Wiederaufrichtung der beschädigten Kolonie Kfar-Saba, die während des Krieges und dann während der Unruhen im Jahre 1921 zerstört wurde. Dank der Darlehenshilfe in Höhe von £ 4500,—, die das Departement an 25 alte und neue Kolonisten dortselbst gewährte, wird diese Kolonie von neuem aufgebaut. Ein Teil der Grundeigentümer der Kolonie K far-Uriah, die nach dem Kriege ins Land zurückkehrten, kamen gänzlich ohne Mittel an. Das Kolonisationsdepartement bewilligte an 16 Ansiedler Anleihen im Betrage von £ 6000,—, um ihnen den Aufbau ihrer Wirtschaften zu ■ermöglichen. Ueberdies wurden während der abgelaufenen 2 Jahre durch das Departement an 44 einzelne Ansiedler aus verschiedenen Kolonien, hauptsächlich aus Moza und Chederah, Anleihen in Höhe von £ 3500,— zur Erwerbung von Milch- und Arbeitsvieh und zur Errichtung von Wirtschaftsgebäuden gewährt. Auf diese Weise ist das Kolonisationsdepartement 122 Kolonisten un; id Neuansiedlern durch Anleihen von zusammen £ 17 500,— in 7 vor dem Kriege durch Chowewe-Zion und andere Gesellschaften gegründete Kolonien zu Hilfe gekommen. Ansiedlung von Kolonist en söhnen. Ein erster Versuch wurde in der Kolonie Gederah durchgeführt, wo das Departement Söhne dortiger Kolonisten und auch eine Anzahl älterer Arbeiter^ die in Gederah und den benachbarten Kolonien gearbeitet hatten, als Siedler etablierte. Einige wurden auf JNF.-Boden angesiedelt, andere zur Hälfte auf JNF.-Boden, die 2. Hälfte des Landes ist ihnen von den Eltern abgetreten worden. Sie erhielten bisher die notwendigen Wirtschaftsgebäude, das erforderliche lebende und tote Inventar und das Saatgut. Außer der gewährten materiellen Unterstützung bemühte sich das Departement, die Kolonien dadurch zu stärken, daß es die benachbarten Arbeiterviertel, so die Jemenitensiedlungen, festigte und das Eindringen der Akkordgruppen und Anlernungskwuzoth in den Kolonien förderte. Endlich haben wir den Kolonien technischen Beistand geleistet, und zwar durch Vorträge über landwirtschaftliche Fragen, Bekämpfung von Schädlingen, Einrichtung von Demonstrationsfeldern u. a. rri. 9. Landwirtschaftliche Anlernung. Die Heranbildung zur landwirtschaftlichen Arbeit ist ein Grundproblem unseres Kolonisationswerkes. Es gewinnt in neuer Zeit an Umfang und Bedeutung, weil das Reservoir erprobter Landarbeiter, die den Grundstock unserer Siedlungsarbeit gebildet haben, sich allmählich ■ erschöpft. Die Erziehung der jungen Chaluzim zur Landwirtschaft muß in einer kürzeren Frist durchgeführt werden, noch schwieriger ist die Unterweisung der neuen Mittelstandselemente, die nicht einmal eine 197