Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Journal
- Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Volume
- XIV (1925)
- Date
- 1925-01-01
- Page
- Seite 198 (sequence 207)
- Language
- German
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Tradition schwerer körperlicher Arbeit besitzen und selbstwirtschaftende Bauern werden wollen. Ebenso dringend ist die Anlernung der jungen Landarbeiterin, die Vorbereitung der 'Bauernfrau. Schließlich braucht auch der Ansiedler den ständigen Rat und die Belehrung eines wandernden Instruktors, der ihm zugleich die Forschungsergebnisse unserer Versuchsstation praktisch und durch Vorträge vermittelt. Dementsprechend hat sich die praktische landwirtschaftliche Anlernung des Departements in mehreren Richtungen entwickelt. Eine besondere Instruktionsabteilung wurde dem Departement angegliedert, die nach amerikanischem Vorbilde (auf dem Gebiete der Extension) im Anschluß an die Versuchsstation und in enger Kooperation mit dieser wirkt. Die Mädchenlehr bet riebe, sowie die landwirtschaftliche Mädchenschule in Nahalal sind 2 Methoden der Erziehung der Frau zu den ihr zugänglichen Zweigen der Landwirtschaft. Die Ausbildung der Chaluzim in den sogenannten K w u - zoth Hachse harah und ihre Beschäftigung als Lohnarbeiter in den Kolonien sind eine weitere wichtige Form dieser Trainierungs-Tätigkeit. Schließlich erfüllt auch das landwirtschaftliche Museum des Departements eine erzieherische Aufgabe. Wir geben nachstehend eine gedrängte Uebersicht dieser vielseitigen Wirksamkeit zur Vorbereitung eines arbeits- und dispositions fähigen jüdischen Ansiedier. A. Instruktionsabteilung. Der Zweck dieser Abteilung ist es, den Siedlungspunkten theoretische und praktische landwirtschaftliche Anleitung zu geben. Die Abteilung arbeitet in Verbindung mit der Versuchsstation der Zionistischen Organisation. Das Arbeitsprogramm umfaßt folgende Gebiete: 1. Anleitung im Felde durch Anlage von Demonstrationsfeldern und Musterwirtschaften, Kontrolle der Erträge, Düngungsversuche, Saatauslese, Bekämpfung von Pflanzenkrankheiten und Schädlingen. 2. Organisierung von zeitweiligen Kursen in den Arbeitszentren des Landes über Bodenbearbeitung, Gebrauch und Erhaltung landwirtschaftlicher Maschinen, Ernährung der Tiere und Milehuntersuchung, landwirtschaftliche Hygiene, Lehre vom Fruchtwechsel, Pflanzenschutz und landwirtschaftliche Betriebslehre. 3. Landwirtschaftliche Publikationen. Gemäß diesem Programm wurden im Laufe des Jahres 5685 in verschiedenen Siedlungspunkten des Landes 46 Instruktionsfelder mit einer Gesamtfläche von 270 Dunam und 3 Instruktion s wirtschaften mit einer Gesamtfläche von 390 Dunam angelegt. Es wurden Er tragsver such e namentlich in den Wirtschaften des Emek vorgenommen. Bis Mai wurden 100 Proben gemacht, zwecks. Klärung der Fragen der Bodenbearbeitung, Düngung, des Fruchtwechsels, der Aussaatzeiten und Saatenquantitäten. 198