Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Journal
- Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Volume
- XIV (1925)
- Date
- 1925-01-01
- Page
- Seite 192 (sequence 201)
- Language
- German
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Das Kolonisationsdepartement hat darum in jedem Siedlungspunkte einen entsprechenden Raum für Obstbaumpflanzungen bestimmt. Im Jahre 5684 wurden 3788 verschiedene Obstbäume, und im Jahre 5685 wurden 5964 verschiedene Obstbäume angepflanzt. Unter den Obstbäumen nehmen die Aprikosen und die Pflaumenbäume infolge ihrer Bedeutung für die Konserven- und Dörrindustrie den ersten Platz ein. Bei einer entsprechenden Ausdehnung der mit diesen Obstarten bepflanzten Flächen wird für diese ökonomisch so wichtige landwirtschaftliche Industrie eine breite Entwicklungstätigkeit geschaffen Averden. Zu den in den letzten zwei Jahren angepflanzten Fruchtbäumen gehört auch die Dattelpalme. Das Kolonisationsdepartement nahm sich vor, die Kultur dieser Baumart im benachbarten Aegypten zu studieren, um daraus Schlüsse in bezug auf ihre Verwendbarkeit bei uns zu ziehen. In 5684 führte das Departement 1200 Dattelbäume der besten Varietäten aus Aegypten ein und pflanzte dieselben in den Betrieben des Jordantales und des Emek Isreel. Die Bananenkultur war bisher auf kleine Flächen beschränkt. Bei den jüdischen Kolonisten wuchs die Banane lediglich als vereinzelte Pflanze da und dort. Nur in Migdal befanden sich nennenswerte Bananenpflanzungen. Im Jahre 5683 wurde in Kinereth die erste Bananenpflanzung angelegt, wobei die besten Varietäten hierzu verwendet wurden. Die Anlage hatte einen guten Erfolg, und die Kwuzab von Kinereth erhielt schöne Erträge. Die Folge war, daß im Jahre 5684 auch Dagania A und B, Tel-Joseph und En-Charod Bananenpflanzungen anlegten. Auch in mehreren anderen Siedlungspunkten ist man diesen Sommer mit der Anlage neuer Bananenpflanzungen beschäftigt. Es verdient hier noch hervorgehoben zu werden, daß in den letzten Jahren eine vorzügliche Varietät des Johannisbrot bau m aus Cypern eingeführt wurde. Diese Insel führt bekanntlich für £ 300—400000 jährlich Johannisbrotfrüchte zur Verwendung als Kraftfutter nach England aus. Die mit dieser Sorte vorgenommenen Veredlungen hatten guten Erfolg und lieferten Material zur Verbreitung in ganz Erez-Israel. Die Siedler behandeln die Anlegung von Waldpflanzungen als besonderen Wirtschaftszweig. In den letzten 2 Jahren wurden 123 000 Waldbäume angepflanzt. Um die Entwicklung und Akklimatisierung verschiedener Waldbäume zu studieren, pflanzte das Departement im Jahre 5682 in Kirjath- Anawim (Dilb) eine Kollektion von Eukalyptus-, Akazien-, Pinienu. a. Varietäten. Die Entwicklung dieses A bore turn's hat bereits zur Kenntnis der Waldbaumarten beigetragen, die in Palästina in weitem Maße verbreitet werden können. Um die wichtigsten Baumarten in den besteh Varietäten zu vermehren, legte das Departement vor drei Jahren eine Baumschule in Talpioth an, die zahlreiche Baum- und Straucharten in vielen Varietäten enthält. Es sind dies Frucht-, Wald- und Zierbäume in einigen hundert Varietäten, und die Zahl derselben wächst jährlich. Ebenso wurden in dieser Baumschule veredelte Aepfel-, Birnen-, Quitten-, Pflaumen-, Kirschen-, Aprikosen-, Pfirsich- und Pistazienpflänzlinge gezogen. 192