Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Journal
- Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Volume
- XIV (1925)
- Date
- 1925-01-01
- Page
- Seite 193 (sequence 202)
- Language
- German
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Zwecks Bestellung von veredelten Reben, die wir bisher aus dem Auslande einzuführen genötigt waren, legte das Departement 5684 einen sogenannten Mutterweinberg aus amerikanischen Reben in Kirjath- Anawim an. Derselbe ist dazu bestimmt, für Erez-Israel das nötige Unterlage— material für die Anlegung von veredelten Weingärten der besten Varietäten in breiterem Ausmaße zu liefern. Andere Kulturen. Es soll hier der große Erfolg der durch das Departement in unseren Betrieben eingeführten Weizensorte, die bei uns den Namen ,,Rieti" trägt, hervorgehoben werden. Diese Sorte, vor 5 Jahren in einer geringen Quantität gezogen, verbreitete sich binnen kurzem derart, daß sie heute einen Hauptplatz unter den Weizensorten auf den Feldern des Emek Isreel einnimmt. Diese Sorte zeichnete sich besonders 1925, einem Trockenjahre, in allen Betrieben des Emek durch hohe Erträge aus. Zu den Industriepflanzen, an deren Kultur wir uns interessieren und deren Verbreitung wir forderten, sind der Tabak und der Ricinus zu zählen. Das Departement seinerseits half bewährte Tabaksorten aus Mazedonien und Kleinasien einzuführen. Die mit Tabak bebauten Flächen verringerten sich zwar im Jahre 5685, es besteht jedoch kein Zweifel, daß dieser Zweig sich gut entwickeln wird, wenn einmal der Verkauf des Tabaks und seine Verarbeitung im Lande organisiert sein werden. Zwecks Förderung der Ricin usseidenzucht beteiligt sich das Departement bei der Anlage einer Ricinuspflanzung in Nachalath- Jehuda, Es wird hoffentlich gelingen, eine Varietät zu finden, die für die Seidenzucht und Oelproduktion einträglich ist. Das Departement förderte auch die Verbreitung von Oelpflanz un gen, indem durch seine Initiative in 5684 in Tel-Joseph die Sonnenblumenkultur und in 5685 in Nahalal auf den Demonstrationsfeldern der L e i n b a u eingeführt wurde. 5. Anlagekosten und Plankommission. Die Errechnung der Ansiedlungskosten einer Familie war Gegenstand neuerlicher und genauer Nachprüfung, im Zusammenhange mit der Berechnung des Kapitalbedarfes zum Ausbau der in Angriff genommenen Siedlungen. Auf Antrag des Finanz- und Wirtschaftsrates wurde im vorigen Jahre eine Plankommission zur Ausarbeitung der Siedlungs- und Wirtschaftspläne unserer Kolonien eingesetzt. Die Kommission hat ihre Aufgabe mit dankenswertem Eifer erfüllt. Der beigeschlossene Auszug aus ihrem Vor be rieht gibt Aufschluß über die vorläufigen Ergebnisse ihrer Arbeit. Das Material Avird derzeit von der Abteilung auf Grund gegenwärtigen Standes der Wirtschaften neuerlich bearbeitet und wird die Basis des landwirtschaftlichen Kolonisations-Budgets für die nächste Kongreßperiode bilden. Die Kommission hat die Anlagekosten pro Familie zu den Preisen im Sommer 1924 mit £ 700,— berechnet, die sich Avie folgt verteilen: 13 193