Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Journal
- Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Volume
- XIV (1925)
- Date
- 1925-01-01
- Page
- Seite 190 (sequence 199)
- Language
- German
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Zeugnisse gefördert. Diese Abteilung hat in den ersten 7 Monaten d. J. Produkte unserer Wirtschaften im Werte von £ 20 279 verkauft, davon £ 17 422 Milch, Butter und Käse. Ein ebenso erfreuliches Anwachsen weisen die Pflanzungen auf. Wir widmen diesem sehr wichtigen Wirtschaftszweig einen besonderen Abschnitt dieses Berichtes. Die Ausbreitung des Gemüsebaues wird vielfach durch den Mangel an Wasser gehindert, ebenso durch das Fehlen einer Konserven-Industrie. Aber die Aufmerksamkeit unserer Siedler ist dem Gemüsebau ebenso zugewandt, wie der Geflügelzucht und der Bienenzucht. Der Tabakbau hat im letzten Jahre durch die Marktschwierigkeiten einen Bückschlag erlitten und die Geldknappheit mehrerer Siedlungen verschärft. Aber es ist zu erwarten, daß unsere Siedlungen im Emek an der Lösung der wichtigen Sortenfrage ihren Anteil haben werden. Trotz dieser erfreulichen Vielseitigkeit, trotzdem die Produktion der von uns bisher angesiedelten rund 1000 Familien im Jahre 5684 schätzungsweise den Wert von £ 120 000—130 000 betrug (vergl. Tabelle VI), und in diesem Jahre eine noch höhere sein dürfte, sollen die zahlreichen Schwierigkeiten und noch ungelösten Fragen nicht übersehen werden. Die Ernteerträge der wichtigsten Kulturen sind über den ortsüblichen Fellachen-Durchschnitt noch wenig und mancherorts gar nicht hinaus. Daher die Unrentabilität des reinen Ackerbaues, die geringen Gewinne und oft Verluste der Milchwirtschaft, die auf teures Futter angewiesen ist. Die anderen Zweige sind zu jung, (namentlich die Pflanzungen) und zu wenig entwickelt, um diese Nachteile wettzumachen. Die Ursache ist überall mangelnde Düngung infolge ungenügender Stallviehhaltung, während der Boden, insbesondere im Zentrum des Emek, unseren Ansiedlern in einem ausgesaugten Zustande übergeben wird. Daneben übergroße allgemeine Ausgaben, Steuerdruck, 'häufiger Wassermangel, 10 °/o—18 0/0 Krankheitstage, starke Abschreibungen infolge Preissturzes in den letzten Jahren: all dies macht Betriebsdefizite in den ersten Jahren der Vorbereitung unvermeidlich. Darum weisen so^ar die älteren Kwuzoth oft buchmäßige Verluste auf. Dazu kommt, die ungenügende und nicht rechtzeitige Zustellung unseres Etats, die viele Leiden und Verluste mit sich brachte. Die wesentliche Verbesserung in diesem Jahre, da wir in den ersten 7 Monaten ca. 90o/o des Budgets ausgezahlt haben, kann die Tatsache nicht gutmachen, daß wir unsere Ansiedlungskredite statt in 2, höchstens 3 Jahren voll auszuzahlen, den Ausbau unserer Siedlungen auf 4, 5 und 6 Jahre ausgedehnt und damit deren Anlage sehr verteuert haben.. Diese entscheidenden Erwägungen sind zum Verständnis der Bilanzen unserer Kwuzoth und Moschawim notwendig. Die KH.-Anleihe. Unsere Aufgabe muß es sein, die alten und die neuen Siedlungen, die aus dem Vorbereitungsstadium heraus sind, im Jahre 5683 endgültig auszubauen, alle anderen Betriebe in den nächsten 2 Jahren zu Ende zu führen. Die Summe der dazu erforderlichen Investitionen wird derzeit von der Leitung des Departements genau berechnet und wird die Grundlage des landwirtschaftlichen Etats bilden, der dem Kongreß vorgelegt wird. Es ist 190