Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Journal
- Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Volume
- XIV (1925)
- Date
- 1925-01-01
- Page
- Seite 20 (sequence 29)
- Language
- German
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Komitees von Freunden der zionistischen Bewegung in Paris Kenntnis (Comité Français des Amis du Sionisme). Der Präsident dieses Komitees ist Herr Justin G od art, und unter denjenigen, die mit dem Komitee in Beziehungen stehen, befinden sich Herri ot, P a i n 1 e v é , Jules Thomas, Léon Blum, d e M o n z i e , Charles Gide, Albert Thomas, Paul Appel, Paul Langeon, Fernand Corcos und Louis Baue r. C. Rom: Die zionistischen Interessen in Rom wurden ständig wahrgenommen von Rabbiner Dante Lattes, der Avertvolle Dienste geleistet hat. Rom wurde auch von Zeit zu Zeit von verschiedenen Mitgliedern oder Vertretern der Exekutive besucht, so von Dr. W e i z - mann, Sokolow und Dr. Jaco b son. D. Rumänien: Im Anfang dieses Jahres besuchte Herr Sokolow Rumänien und wurde dort vom König, vom Premierminister B r a t i - a n u , vom Außenminister Duca und von anderen Regierungsmitgliedern empfangen. Im Hinblick auf gewisse Schwierigkeiten der zionistischen Arbeit in Rumänien, wurden von Herrn Sokolow entsprechende Vorstellungen gemacht, und als Antwort erhielt er ein Schreiben des Außenministers vom 4. Januar 1925 mit folgender Feststellung: „Wir in Rumänien hoffen, daß Sie bei dem von Ihnen unternommenen Werk, in Palästina eine jüdisch-nationale Heimstätte zu schaffen, Erfolg haben werden, eine Aufgabe, der Sie sich mit einer Autorität und Loyalität unterziehen, die einstimmig anerkannt ist. Die Schöpfung dieses nationalen Heims ist ein menschheitliches Werk, zu dem Rumänien ebenso wie andere Länder in seiner Eigenschaft als Mitglied des Völkerbundes, beigetragen hat. Wir haben keine Einwendung dagegen zu erheben, daß jüdische Bürger Rumäniens zu diesem Werke beitragen, daß Sie in Palästina mit soviel Anstrengung und soviel Opfern ausführen. Die gegenwärtige Regierung hat ebenso wie die vorhergehende Herrn Dr. W iJ e n s k i , dem zionistischen Vertreter für die Aufbringung von Fonds zum Aufbau Palästinas, ihre Unterstützung geliehen und wir können versichern, daß wir Ihre Tätigkeit in Zukunft mit demselben Wohlwollen verfolgen werden." E. Polen: Im Juni 1922 war Herr Sokolow in Warschau und hatte mit dem polnischen Außenminister, dem Grafen Alexander Skrzynski, eine Unterredung über zionistische Angelegenheiten, der ihm dann unter dem 1. Juli 1925 folgendes schrieb: „Ich benutze gern die Gelegenheit Ihres Aufenthalts in Warschau,, nachdem ich Ihren eingehenden Bericht über die Lage in Palästina und die Entwicklung des Landes in Hinblick auf das Nationalheim, das dort, im Sinne des Großbritannien erteilten Mandats für das jüdische Volk errichtet wird, gehört habe, um zu erklären, daß die polnische Regierung mit großem Interesse die Anstrengungen verfolgt, die von der Zionistischen Organisation geschehen in der Richtung der nationalen Individualität und der Kultur der Juden auf dem Boden ihres historischen nationalen, Geburtslandes. In der Erkenntnis, daß die Entwicklung dieser Bemühungen, dievon humanitärem Geiste erfüllt sind, in keiner Weise die Rechte und Interessen der anderen in Palästina wohnenden Völker verletzen kann,, ebensowenig auch die Lage der Heiligen Stätten, die allen katholischen und christlichen Völkern so heilig sind, will die polnische Regierung, innerhalb der Grenzen des Völkerbundsstatuts und im Sinne des Geistes, der internationalen Verträge, diesen Bemühungen ihre moralische Unterstützung geben, Bemühungen, die der Anerkennung wert sind und worin, die Regierung ein Streben nach Fortschritt in der Sphäre der Zivilisation und des Friedens erkennt." 20