Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Journal
- Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Volume
- XIV (1925)
- Date
- 1925-01-01
- Page
- Seite 13 (sequence 22)
- Language
- German
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ihren Leistungen durch qualifizierte und unparteiische Beobachter gezollten Lobsprüchen, von Leuten, die jüngst Palästina besucht haben und aus eigener Kenntnis sprechen. Es braucht nicht gesagt zu werden, daß bei der Beschäftigung mit Palästina wie bei der mit den anderen Mandatsländern die Kommission ausschließlich von Interesse für ihre Aufgabe getragen war, durch die sich alle ihre Verhandlungen auszeichnen, aber die Wirkung des Berichtes läßt leider den jüdischen Immigranten und der jüdischen Palästinaarbeit keine Gerechtigkeit widerfahren. 14. Auf Antrag des schwedischen Mitglieds des Rates, der als Berichterstatter fungierte, stimmte der Rat dem Berichte zu und beschloß, die Bemerkungen der Kommission der Mandatarmacht zu übermitteln. 15. In der Erkenntnis, daß der Bericht der Mandatskommission, soweit er Palästina betrifft, einen falschen Eindruck vermitteln konnte, ergriff das Mitglied des britischen Ministeriums, der Außenminister Austin Chamberlain, die Gelegenheit, gewisse Bemerkungen zu machen, von denen das folgende einen Auszug darstellt: „In bezug auf die Bemerkungen zu der palästinensischen Verwaltung wurde seitens der Mandatskommission und ihres Berichterstatters anerkannt, daß diese Verwaltung nach den Bestimmungen des Mandats eine sehr schwierige Aufgabe hat. Er sei sich nicht ganz sicher, ob die Kommission alle Anstrengungen genügend gewürdigt habe, die die Verwaltung von Palästina zur Erfüllung ihrer schwierigen Aufgabe unternommen habe. Die bloße Konstatierung, daß den Immigranten besondere Vorbildung fehle, läßt kaum den durch die jüdische Immigration in den vergangenen Jahren erzielten Resultaten volle Gerechtigkeit widerfahren. Er habe sich in Verbindung mit dem Oberkommissar gesetzt, dem eine Abschrift des Berichtes durch das Völkerbundssekretariat zugesandt worden sei. Der Oberkommissar erklärte, daß ein Teil der Einwanderer gute landwirtschaftliche Erfahrung besäße und daß ein großer Teil der anderen sich als anpassungsfähig an die landwirtschaftlichen Bedingungen erwiesen habe, wie es durch die schnelle und erfolgreiche Errichtung neuer jüdischer landwirtschaftlicher Siedlungen in Galiläa illustriert werde und durch die befriedigende Entwicklung der Tabakpflanzungen durch Bauern ohne vorherige Erfahrungen, die jüdische einwandernde Arbeiter bei der Arbeit verwenden. Der Oberkommissar fügte hinzu, daß der Charakter der Einwanderung sich neuerdings etwas ändere. Neuerdings wanderten zahlreiche bemittelte Personen ein, von denen viele neue Industrien größeren oder geringeren Umfangs gründeten. Er selbst schließe sich, wie er immer gesagt habe, dem Bericht des Vertreters von Schweden an, aber er nehme an, daß der Rat es nicht übelnehmen werde, diese Erklärung von Seiten einer Verwaltung zu hören, die eine so schwierige Aufgabe wie die vom Mandat der palästinensischen Verwaltung übernommen habe." Der Vorsitzende der Mandatskommission, Marquis Theodoli, bemerkte in seiner Antwort: „Er habe dem Bericht der Mandatskommission nichts hinzuzufügen. Er lege Wert darauf zu betonen, daß die Kommission nicht die leiseste Absicht gehabt habe, die Mandatsmacht oder den Oberkommissar zu kritisieren, sondern sie habe es für ihre Pflicht gehalten, die Aufmerksamkeit des Rates auf die Schwierigkeiten der Aufgabe des Oberkommissars zu lenken. Als Vorsitzender der Mandatskommission stimme er völlig mit dem Vertreter Großbritanniens darin überein, daß die Aufgabe des Oberkommissars ungewöhnlich schwer sei, aber schrittweise Erfahrung würde diesem ohne Zweifel ermöglichen, mit gewissen Schwierigkeiten 13