Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Journal
- Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Volume
- XIV (1925)
- Date
- 1925-01-01
- Page
- Seite 12 (sequence 21)
- Language
- German
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folgenden langen Diskussion ist enthalten in den Veröffentlichungen des Völkerbundes (B 617. M. 216. 1924 VI). Die Diskussion war sehr umfassend und Sir Herbert Samuel wurde einem langen Kreuzverhör unterworfen. 11. Am 12. November 1924 erschien in der Presse eine Veröffentlichung, die angeblich ein Auszug aus dem Kommissionsbericht in Beziehung auf Palästina war. Diese Version hatte keine offizielle Autorität und die Exekutive konnte nicht wissen, wie weit man sich darauf verlassen könne. Sie fühlte sich indessen nicht imstande, diesen Bericht zu ignorieren und da er gewisse Teile enthielt, zu welchen sie sich verpflichtet fühlte, sich zu äußern, so erhob sie entsprechende Vorstellungen an den zuständigen Stellen. 12. Der Bericht in seiner definitiven Form, die in einigen Einzelheiten von der eben berührten Version abweicht, wurde dem Völkerbundrat in seiner Sitzung in Rom am 10. Dezember 1924 eingereicht. Der Bericht beschäftigt sich nicht mit dem, was es beschreibt als „die Divergenzen, die den Zionismus und die arabische Majorität in einen Konflikt über die Einwanderungsfrage bringt" und mit anderen Angelegenheiten, sondern er bemerkt, „die Konsequenzen dieses Interessenkonflikts werden gemildert durch die Weisheit und Unparteilichkeit des Oberkommissars." Der Bericht fügt hinzu, obwohl nicht geleugnet werden könne, daß es Unzufriedenheit in Palästina gäbe, ' „so will doch die Kommission ausdrücklich konstatieren, daß dies keineswegs dem Vertreter der Mandatarmacht zuzuschreiben ist, der sich gewissenhaft der ihm von dem Mandat auferlegten doppelten Verpflichtung entledigt." Der Bericht konstatiert ferner: „die Kommission freut sich zu konstatieren, daß es im allgemeinen möglich war, geeignete Vertreter der arabischen Bevölkerung zu der lokalen Verwaltung in den Städten heranzuziehen." Der Bericht gibt der Hoffnung Ausdruck, daß es im Interesse einer friedlichen Entwicklung des Landes und guter Ordnung dem Oberkommissar gelingen möge, die Mitarbeit der arabischen Majorität auch in der zentralen Landesverwaltung zu gewinnen. 13. Der Bericht legt Wert auf die Tatsache, daß das Palästina- Mandat einen besonderen Charakter durch die Bestimmung über die Errichtung des jüdischen Nationalheims erhalten habe. Er hat jedoch merkwürdig wenig zu sagen in bezug auf die Schritte, die zur Erreichung dieses Zieles unternommen wurden, und in bezug auf die Art und Weise, in der die Errichtung des jüdischen Natonalheims sich zur Zeit entwickelt. Ueber die jüdische Einwanderung wird bemerkt, daß durch die Einwanderung Palästina eine neue Bevölkerung erhalte, die, so groß ihre Begeisterung und ihr zionistischer Eifer auch sei und so sehr sie auch den Wunsch hätte, zur Errichtung des jüdischen Nationalheims beizutragen, doch im allgemeinen weder durch berufliche Vorbereitung noch durch Familientradition für körperliche, besonders für landwirtschaftliche Arbeiten vorbereitet sei, die in der gegenwärtigen Entwicklung Palästinas nötig sei. Hier befindet sich der Bericht, sowohl in dem, was er sagt wie in dem, was er nicht sagt, im schroffen Gegensatz zu den den jüdischen Einwanderern und 12