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Das jüdische Blatt · 1914-07-03 · 27 (3.7.1914) · p. Seite 11

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Journal
Das jüdische Blatt
Volume
V (1914)
Issue
27 (3.7.1914)
Date
1914-07-03
Page
Seite 11 (sequence 11)
Language
German
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Nr. 27. Das jüdische Blatt. 11 Uerlabte: Aline Bloch, Herlisheim M.-E.), u. Gaston Meyer, Wolfisheim. Else Feibelmann u. Siegfried Carsch, Frankfurt a. M. DeemaWe: Emil Dreyfus, Straßburg, u. Jenny Abraham, Ingweiler. — Myrthil Meyer, Wolfisheim, u. Sylvie Bernheim, Belfort. — Sigismund Thurfch, Antwerpen, u. Andree Meyer, Delemont. — Pierre Spira, Thann (O.-E.), u. Dora Allatini, Marseille. In Paris: Paul Weyl, r. lurbigo H5, u. Andree Schoreftene, r. äs Borne 83. — Charles Charta, r. Biol 8, u. Marthe Pochtowik, r. äs Biot 8. — Abraham Zysholz, r. Picardie 0, u. Alice Weill, r. Gbevreuil 8 (Gbois^-le Boi). — Rene Tayar, r. ä'Uautcville 32, u. Henriette Simon, r. loullro^ 106. Gestovderre: Adele Schwab, geb. Blum, 90 I., Straßburg. — Aron Blum, 78 I., Oberehnheim. — Alexander Kahn, 76 I., Barr. In Paris: Fr. Marx Cerf, geb. Silz Henriette, 80 I., faubourg Poissonniere 66. — Fr. Haas Jules, geb. Schloß Anna, 57 I., aus St. Cloud. — Baumgarten David, 46 I., r. Vasco-de-Gama 72. — Joel Felix, 89 I., r. des Viuaigriers 35. — Fr. Dennery Syloain, geb. Cahen Laure, 67 I., aus Saint-Mande. — Fr. Levy Paul, geb. Jakob Karoline, 62 I., r. des Minimes 13. — Worms Alfons, 49 I., r. äs la Pompe 12. — Bloch Maurice, 82 I., avenue de la Motle-Piquet 64. — Fr. Bloch Thomas, geb. Last Helene, 54 I., avenue Mercedes 16. — Fr. Model Solomon, geb. Woernitz Henriette, 43 I., r. Castiglione 14. — Weil Joseph, 79 I., r. du Kocher 37. Weill Joseph, 84 I., r. des Vioaigriers 29, — Levy Theodore, 77 I., rond-point Porte-Maillot 16 (Neuilly'. — Fr. Falkenburger Moste, geb. Hoff Eva, 78 I., r. de l’Echiquier 34. Mtset-Kcke. Sendungen für diese Rubrik nur an - Dr. Bloch-Barr erbeten. - 1. Tanschrätsrl. Bon G. Baur, Bankbeamter, Colmar. Die Anfangsbuchstaben der Wörter Onkel, Kamm, Ohr und Band sind zu tauschen, so daß die Anfangsbuchstaben der neuen Wörter den Namen eines jüdischen Monats ergeben. 2. Zahlen vatsel. Bon Gabrielle Guthmann, Wittersheim. 1 2 3 4 5 6 Biblisches Buch. — 278269 10 Sohn Davids. — 3 9 5 10 4 Biblischer Frauenname. — 4 11 2 12 9 8 Luftschiffer aus der Mythologie. — 5 3 13 5 6 überirdisches Wesen. — 6 5 2 Stammutter. — Erste Reihe ist gleich den Anfangsbuchstaben der einzelnen Wörter._ UiLtsellösimgen ans Ue. 25. 1. s; nn; nma; p; □. 2. Braunschweig; Rombam, Arabien, Mm, Roa, Lara, Ehor, Hör, Wagner, Erna, Isker, (Goethe. Richtige Ratsellasnngen: Ein Rätsel: Cl. Wollenreich, Fürth i. Bayern, Kohlenmarkt 1. — H. Sulzbacher, z. Z. Fürth i. Bayern. — Renee u. Lucie Simon, Reichshofen. Zwei Rätsel: Leopold Lehmann, elevc du College scientifique, Lausanne. Sprechfaat. (Für die in dieser Rubrik erscheinenden Artikel übernimmt die Redaktion keine Verantwortung.) An den Herrn Hagodaul. Wenn Sie, Herr Hagodaul, in Ihrem letzten Sprechsaalartikel sich eines höflichen, von Gereiztheit freien Tones befleißigen wollten, so haben Sie das nicht erreicht, aber ich will es Ihnen weiter nicht übel nehmen, „Machafchowoh tauwoh, miztareo l'Maafeh" Ich wüßte gar nicht, inwiefern ich unhöflich war, da ich doch nur bloße Tatsachen, die ich in langjähriger Erfahrung gesammelt habe, darstellte. Nun, ich bin es ja von der Neuorthodoxie, zu der Sie scheinbar auch gehören, gewöhnt, daß wenn man mit noch soviel Recht und mit noch so viel Interesse für das gesetzestreue Judentum sie auf ihre Mängel aufmerksam macht, man mit Grobheiten abgespeist wird. Sie, Herr Hagodaul, scheinen sich für so godaul zu halten, daß Sie es für eine Grobheit ansehen, wenn man nur wagt, zu Ihren Ausführungen nicht gleich Ja und Amen zu sagen, aber, „Ein Zaddik boohrez ascher jaaseh tauv, welauh jechetoh", und darum werden Sie erlauben,' daß sich meine Wenigkeit ein wenig in das Labyrinth Ihrer Gedankengänge hineinwagt. Es ist doch selbstverständlich, daß ich nicht von jungen Leuten spreche, die daheim sitzen bleiben und warten, bis ihnen das Huhn gebraten vorgesetzt wird, sondern von solchen, die sich die große Mühe geben, eine passende Anstellung zu finden. Daß diese Mühe nicht immer mit Erfolg gekrönt ist, können Sie im „Jüdischen Blatt" Nr. 24 S. 10 ersehen. Dort steht ein Bericht über die Generalversammlung des „Israel. Stellenvermittlungsverein" zu Hamburg, daß im abgelaufenen Geschäftsjahre von 71 Bewerbern nur 25 plaziert wurden. — Ich bin schon oft, da ich durch meinen Beruf gezwungen bin viel zu reisen, von jungen Leuten, oder deren Eltern beauftragt worden, nicht nur in der nächsten Umgebung, sondern sogar im Auslande, für sie Stellungen zu suchen. Dabei habe ich, sogar bei Mitgliedern der von Ihnen angeführten Vereine, die in meinem letzten Artikel bemängelten Fehler gefunden. Ich glaube daher, dem Zwecke genannter Vereine gedient zu haben, wenn ich sie in der üblichen Weise eines Sprechsaalartikels darauf aufmerksam gemacht habe, und ist es durchaus falsch, daraus zu schließen, daß derartige Vereine wenig Gnade in meinen Augen gefunden haben. — Sie schreiben ferner, die jungen Leute sollten sich nicht auf die nächste Umgebung versteifen, sondern sie sollten, wo sich gerade die Gelegenheit bietet. Stellen annehmen. Ich bin sicher, daß ein großer Teil davon Gebrauch macht; es ist jedoch nicht immer möglich. In der Fremde muß der junge Mann, Kost und Logie zahlen, und wenn er nun von armen Eltern ist, die auf seine Unterstützung angewiesen sind, so bleibt ihm gar nichts oder nur wenig von seinem Salär übrig, um nach Hause zu schicken. Es gibt auch viele Eltern, die ihre Söhne gerne so lange wie möglich bei sich behalten, weil sie, wie Sie sehr richtig bemerkten, in der Ferne allzusehr der Versuchung ausgesetzt sind, in schlechte oder unreligiöse Gesellschaft zu geraten. Ferner geht den jungen Leuten in der Fremde, das für ihre religiöse Erziehung so wichtige jüdische Familienleben verloren/ das kein Verein, so nützlich diese auch sind, vollständig ersetzen kann. Wenn Sie von einigen Lehrlingen erzählen, die in Samstags streng geschlossenen Geschäften sind und trotzdem keine Tefillin legen, noch die Synagoge oder Schiurim besuchen, so beweist das nur, was ich behauptete, daß die orthodoxen Chefs nicht wie es sein sollte, in erster Linie auf die religiöse Führung ihrer Angestellten sehen. Wenn Sie diesen Umstand damit zu verteidigen suchen, daß keine frommen jungen Leute'zu finden sind, die die nötigen kaufmännischen Eigenschaften besitzen, so kann ich Ihnen nur mit demselben Posick aus den Perokim antworten, den Sie anführten: „Wenn jemand sagt, ich habe gesucht und nicht gesunden, glaube ihm nicht, wenn er aber sagt, ich habe gesucht und gefunden, dann glaube ihm". Hakotaun. Für die hungrigen Kinder in Jerusalem. Frau Jsaac Müller, Diemeringen: 5 di; I. Rosenstock in Laudenbach (Württ.): 5 di; Liga Quatzenheim: 16,05 di.

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