Das jüdische Blatt
- Journal
- Das jüdische Blatt
- Volume
- V (1914)
- Issue
- 23 (5.6.1914)
- Date
- 1914-06-05
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr 23. 7 Das jüdische Klatt. und wurde Herrn Godlewsky-Neumarkt i. O. als Kassierer Decharge erteilt. Der Stand des Vermögens ist ein verhältnismäßig guter und beträgt dasselbe 2600 di. — Die Ausarbeitung einer Dank- bzw. Orientierungsschrift von sachkundiger Seite, auf Grund des 53. Kapitels aus dem Schulchan Aruch, Orach Chajim, wird zu einem wichtigen Denksteine werden und manches zur Klärung und Würdigung der Verhältnisse beitragen, ebenso sind weitere Persönlichkeiten von Ruf damit betraut, statistisches Material zu sammeln, wodurch dann offen zutage tritt, wo die Hebel, welche Erleichterung und Hilfe bringen sollen, anzusetzen sind. Mit Bienenfleiß wird von Mitgliedern und Gönnern darnach gestrebt, ein Ziel zu erreichen, das wert und würdig ist, daß man im Schweiße des Antlitzes sich darum bemüht. Wer mindestens ein Jahrhundert auf dem gleichen Punkte erhalten würde, während das Rad der rastlos weiterschreitenden Zeit um seine Achse vorwärts kreiste und überall Einkehr hielt und Gaben brachte, wie der Fortschritt solche gebieterisch verlangte, der darf endlich auch einmal zum Zuge gelangen. Doch da dies nicht von selbst kommt, sondern erkämpft werden muß, so gilt es im engsten Zusammenschlüsse mit allen Freunden der guten und großen Sache, einmütig auf der Warte zu stehen und keine Gelegenheit entweichen zu lassen, ohne von ihr den gebührenden Tribut begehrt zu haben. Es wurde von allen Anwesenden mit Rat und Tat eingegriffen und das gegen 5X> Uhr erfolgende Auseinandergehen hatte die Gewißheit gebracht, daß die Angelegenheiten des Vereines der Kantoren und übrigen Kultusbeamten Bayerns in den bewährtesten Händen liegen, bei denen der Grundsatz besteht: Einer für alle und alle für einen. Da im Jahre 1915 die eigentlichen pekuniären Leistungen des Vereins statutengemäß ausgenommen werden müssen, so gilt es, nach dieser Hinsicht noch mancherlei zu erreichen, um den gebotenen Bestimmungen entsprechen zu können, und sind bereits verschiedene Reflektanten vorhanden, die auch auf das Scherflein des Bruderbundes mit Sehnsucht warten, um Bezüge zum annehmlicheren Lebensabendsunterhalte aus jener Stiftung zu erhalten, ohne dafür ein „Dankschön" sagen zu müssen. „Mit Liebe säen und in Treue ernten", ein Streben edelsten Sinnes und daher wert, daß jeder zur aufgepflanzten Fahne stehe, weil doch die Gesamtheit mehr erlangen kann, als der einzelne. Der Selbsterhaltungstrieb stellt gebieterisch diese Forderungen, wenn nicht der Idealismus allein schon solches zu bewirken vermag. Ken jirbe, wehen jifroz! Oppenheimer, Schriftführer. Rothenburg. Zur Notiz aus Rothenburg in der vorigen Nummer bemerke ich, daß ppy nicht in -j-jpy „verbessert" zu werden braucht. ist aufrechtzuhalten und bedeutet py Tin\ Dr. M. Weinberg. Frankreich. Paris. Der Brigadegeneral Bloch ist zum Divisionsgeneral befördert und an die Spitze der 6. Division in Paris gestellt worden. Der Major F r a n ck ist zum Oberstleutnant befördert worden. Die Senatoren Ferdinand D r e y f u s und Paul Strauß wurden zu Mitgliedern des Oonseil superieur cle rAgricultiire ernannt. H Aamitiennachrichten. (Mitteilungen für diese Rubrik werden , .. ■■ kostenlos ausgenommen.) - I Geborene: Ein Sohn, B. Schawinski, Basel. — Ein Sohn, Meyerstein-Bloch, Zürich. — Ein Sohn, Ad. Scheinmann, Zürich. — Ein Sohn, Kantor Levy, Chateau-Salins. — Ein Sohn, Maurice Picard, Niedersulz bach (Ob.-Els.). — Eine Tochter, Amerikaner-Hausmann, Wiudsheim. Vermahlte: H. Levy, Saarburg, u. Frl. Levy, Bolchen. — Sommer, Paris, ii. Frl. Levy, Saarburg. — Marcel Lajeunesse, Paris, u. Rachel Hasmon, Clamart. — Bernard Goldberg, u. Rachel Vastok, Paris. Gestorbene: Jacques Levy. 64 I., Niederbronn. — Samuel Hirtz, 63 I.. Winzenheim (Ob.-Eli.). — Abraham Dreyfuß-Wahl, Basel. — Wwe, E. Jacob, 80 I., Mörchingen. — Fr. Julie Levy, geb. Weill, 77 I., Romansweiler. — Fr. Leop. Levy, 68 I., Mutzig. — Israel Jacubowitsch, 53 J„ Zürich. — Mendel Kitt, 44 I., Zürich. -- Fr. Benda, 33 I., Zürich. — Moses Bing, 47 I., Sierck. In Paris: Willard Moyfe, 88 I., avenns Nsreeclos 11 bis. — Fr. Neumeister Max, geb. Bierbach Jeanne, 34 I. — Levy Hippolyte, 83 I., doulsvarcl Ü63 Batignolles 82. — Fr. Hygher Meyer, geb. Rosentzveig Sophie, 72 I., rus Märtel 15. — Fr. Summer Jacques, geb. Levy Rachel, 58 I. — Frl. Kouschwiski Elise, 30 I. — Fr. Avramesco Pankis, geb. Cohen Solyka, 77 I., aus Soisy «Seine-et-Oise). — Fr. Nathan Marc, geb. Klein Marie, 70 I., ruo äs larents 5. — Fr. Levinsohn Selig, geb. Luchewitz Fanny, 85 I., Saint Louis-eu-l'Jsle 30. H Wochenkalender M | 1914 5674 Sabbat Sonntag Montag Dienstag Mittwoch Donnerst. Freitag 6. Juni 7. „ 8. „ 9. „ 10. „ 11. „ 12. „ 12. Siwan 13. „ 14. „ 15. „ 16. „ 17. „ 18. „ Gebeiszeiten. (Freitagabend) (Sabbatausgang) Ansbach . 9 U. o» Basel . - .. 9 U. Fürth. . . 7 ll. 30 9 U. Jo Meh. . . 7 u. 0" 9 U. 30 . Mülhausen. . . 7 U. 00 9 U. JO Nürnberg: Synagoge Essenweinstraße . . 7 U. 00 9 U. Jo Strahburg: Synagoge Kleberstaden . . . . 7 U. 00 9 U. 20 „ Kageneckerstraße . . 7 U. 30 9 U. 20 Stuttgart. . . 7 U. oo 9 U. >J (Amtswoche: Stadtrabb. Dr. Kroner, Kirchenrat.) Htätsel-Kcke. Sendungen für diese Rubrik nur an - Dr. Bloch-Barr erbeten. — 1. Tanschratfel. Bon Markus Cohn, Straßburg. Puppe, Sohn, Maus, Alster, Dach, Ohr, Enkel, Buch, Kammer. Durch Vertauschen der Anfangsbuchstaben ergibt sich der Name eines Festes.