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Das jüdische Blatt · 1914-05-15 · 20 (15.5.1914) · p. Seite 11

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Journal
Das jüdische Blatt
Volume
V (1914)
Issue
20 (15.5.1914)
Date
1914-05-15
Page
Seite 11 (sequence 11)
Language
German
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Nr. 20. Das jüdische Matt 11 Sara, 89 I., aus Neuilly-Plaifance. — Fr. Bloch Paul, geb. Rosenwald Nina, 67 I., aus Malakoff. — Fr. Benisti Nesfim, geb. Nageare Rosa, 65 I., Ruo äs I'Agusäue 27. — Wormser Robert, 3 I., Rue lrisus 6. — Fr. Ryß Jacob, geb. Ackhalouni Tamara, 61 I., Villa Poiriec 12. — Frl. Kobn Bela, 57 I., Rus äu Cbemin-vert 47. — David Alfred, 64 I., aus St.-Prix (S. et Oy. — Fr. Manuel Eugene, geb. Hirsch Jenny, 78 I., Ruo Mignard 11. — Frl. Gentzburger Babette, 78 I. — Krook Samuel, 78 I., Rue des Rösters 3 lsr. Gebetszeilen. (Freitagabend) (Sabbatausgang) Ansbach . . . 7 U. oo 8 U. 40 Bafel .. 8 U. 40 Fürth. 8 U. 40 Metz.. 9 U. 00 Mülhaufen. 8 U. 45 Nürnberg: Synagoge Essenweinstraße . . 7 U. 30 8 U. 46 Strahburg: Synagoge Kleberstaden . . . . 7 U. oo 8 U. 45 „ Kageneckerstraße . . 7 U. 30 8 U. 3» Stuttgart. 8 u. 46 (Amtswoche: Stadtrabb. Dr. Kroner, Kirchenrat.) Mtsel-Gcke. 11 Sendungen für diese Rubrik nur an Dr. Bloch-Barr erbeten. - — 1. FigirrerrrätseL. Bon Norbert Lehmann, Dauendorf. A A A A D D E E H L L L L L M M 0 0 0 0 P R R T U Konlonnant. Biblischer Frauenname. Wegen ihrer Gottlosigkeit zerstörte Stadt. Männlicher Rufname. Heiliges Buch. Deutsche Stadt. Buchstabe. 2. Zahlenralsel. Bon Louis Klein, Oberrealschüler, Mülhausen. 1213 4 516 Prophet während des Exils. — 2 7 8 9 Biblische Stadt. - 1 0 8 11 Sohn Jsaks. - 3 7 6 12 8 9 Stadt im Oberelsaß. — 4 8 13 13 8 5 Prophet. — 5 0 8 14 Stammvater. — 1 0 15 1 9 Bibl. Königin. — 6 18 Stammutter. — Anfangsbuchstaben — Erstes Wort. UülseUofmrgen ans Ur. 18. 1. Delphi, Jka, Glon. Garibaldi, Elias, Samum, Esra, Tafelberg, Labern, (Slogan, Eliab („Die Gesehgebnng am Sinai".) 2. Lagbeorner; Adam, Galilaea, Barchkochba, Eva, Omer, Moses, Eden, Ramoth. Richtige Ratfellasungen: Ein Rätiel: Fr. Berthe Goetsckel, Luzern. — Nelly Cahn, Hatten. — Alfred Levy, Realschüler, Gebmeiler. — Fritz Spieldoch u. Georg Singer, Knabenwaiienhaus, Hagenau. — Theodor Klein, Tertianer d. Realschule der isr. Relig.-Ges, Frankfurt a. M — Max Gutmann, Heidenheim (Mittelst). Zwei Rätsel: Alfred Lucien u. Irene Kirsch, Rappoltsweiler. — Julius, Fanny u. Dora Mach, Merzweiler. — Gaftou Müller, Realquintaner, Colmar, Bäckergasse 17. — Louis Klein, Oberrealschüler, Mülhausen. — Albert Fohlen, Püttlingen (Lothra. — Cäcilia u. Leopold Lehmann, Dauendorf. — Sekundaner Arnold Wolf, Colmar. — Renee u. Lucie Siiuon, Reichshofen. — Alfred Kaufmann, Colmar i. E. Briefkasten der Rätsel-Erke. X in V: Das Gedicht halten wir nicht für druckreif. Vermischtes. K a in z a r i* d i v i v u s. Die Chevra Kaddischa in Wien feierte vor kurzem ihr 150jähriges Jubiläum. Es wurde ein Festgottesdienst abgeholten und ein sehr großes Bankett fand im großen Saale des Wiener Konzerthauses statt, an dem etwa 1000 Personen teilnahmen. Der Präsident des Vereins spendete 100 000 Kronen zu den Zwecken des Vereins. Hervorragende Männer der Wiener jüdischen Gesellschaft hielten Reden. Rur wurde das Fest durch einen bedauerlichen Zwischenfall gestört. Seit geraumer Zeit wird von einigen Mitgliedern des Vorstandes der Wiener Gemeinde eine wüste Kampagne gegen Rabbiner Mayersohn geführt. Bei der Untersuchung, zu der diese Wühlereien führten, ergab sich aber nach übereinstimmendem Urteil des Kollegiums, daß Rabbiner Mayersohn nichts zur Last gelegt werden konnte. Trotzdem stellten die Führer der Bewegung ihre Angriffe nicht ein. Rabbiner Mayersohn wurde vom Vorstand zum Bankett eingeladen. Als er aber am Feste erschien, wurde es ihm zur Unmöglichlichkeit gemacht, seinen Platz an der Ehrentafel einzunehmen, er mußte, um sich den Kränkungen gewisser Personen zu entziehen, den Saal verlassen. Was war das für eine Unehre für ein Fest der Nächstenliebe! Lebendig verbrannt. Rabbiner Nestel, der 18jährige Schwiegersohn des Rabbiners Kuttner in Kuttno (Polen) ist unter tragischen Umständen gestorben. Eine brennende Zigarre im Munde schlief er lernend ein; ein Funke versetzte seine Beinkleider in Brand. Als man des Feuers ansichtig wurde, war es bereits zu spät, den Rabbi zu retten. Mutter und Solin. Die Geschichte einer Ehe. — Von Earoline Deutsch-Weiß. - „Aber liebe Mutter!", warf der Sohn mit einem Lächeln ein, das einer leisen Siegermiene glich. „Unser Erzvater Jakob hat gewiß kein deutsches Buch gelesen und hat sich in Rahel verliebt, so verliebt, daß er zweimal sieben Jahre um sie gedient hat." Die Mutter ging auf die biblische Beweisführung nicht näher ein und sagte: „Darum hast du wohl die Laube im Garten bauen lassen, um ungestört mit ihr verkehren zu können." „Jetzt kann ichs dir ja eingestehen. Mich so im Garten umherzutreiben, wäre auffällig gewesen. Und sehen mußt'

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