Das jüdische Blatt
- Journal
- Das jüdische Blatt
- Volume
- V (1914)
- Issue
- 20 (15.5.1914)
- Date
- 1914-05-15
- Page
- Seite 10 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 92% known words query
- IRI
…/9052070-9097324-9053224--1169-9053234- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
to Das jüdische Statt Nr. 20 auch in dieser Beziehung mit edlem Beispiel vorangehend. Im Aufträge der Verwaltung des Straßburger Israelitischen Krankenhauses hatten Schwester Oberin desselben und der Anstaltsarzt Herr Dr. H. Bloch der Feier beigewohnt. Hamburg. Verein Me kor Chajim. Am Sonntag, den 19. April 1914 (23 Nissan), fand unter reger Beteiligung die feierliche Einweihung des neuen Lernlokals des Vereins „Mekor Chajim" e. D. statt. Namens der Verwaltung begrüßte H. E. Loebenstein die Anwesenden und dankte besonders den Vertretern der Gemeinde und des Synagogenverbandes für ihr Erscheinen, wodurch sie von Neuem ihr Interesse für die wichtigen Aufgaben des Vereins bekundet haben und knüpfte daran den Wunsch, daß sich dieses Interesse auch bei sonstigen Anlässen bewähren wird. Nach kurzen aber innigen Dankesworten an die verehrten Lehrer des Vereins schloß der Vorsitzende seine Ansprache. Hierauf ergriff Sr. Hochehrwürden Herr Oberrabbiner Dr. Spitzer das Wort zur Festrede. Er gab in der Hauptsache einen kurzen und interessanten Rückblick über die Entstehungsgeschichte des Lokals, das der hochherzigen Initiative führender Männer unserer Gemeinde zu danken sei, die sich dadurch ein unvergängliches Verdienst erworben hätten. Es bedeutete, so führte der Redner weiter aus, eine große Befriedigung für jeden Freund unserer heiligen Lehre, ein neues Lokal innerhalb unserer Gemeinde entstehen zu sehen, das der Tauroh eine Heimstätte sein soll. Hier kann sich der denkende Jude Antwort suchen auf die mannigfaltigen Fragen, die das Leben aufwirft, hier kann und muß er sich vorbereiten, wenn er den Kampf, den uns das tägliche Leben und Erleben aufdrängt, als wahrhafter Jehudi siegreich bestehen will. Nachdem der Redner nochmals seinen Dank an die verehrten Herren, welche den Bau dieses Lokals ermöglicht haben, abstattete, beendete er seine Ausführungen mit dem Vorlernen einer Mischnah. Das sich hier anschließende Minchah-Gebet beschloß die eindrucksvolle Feier. Ueber das Lokal selbst dürfte es für weitere Kreise von Interesse sein, nähere Einzelheiten zu erfahren. Der Bau ist im Hintergarten des Rabbinatshauses, Grindelhof 46, belegen und nach den Plänen des Architekten Engel fertiggestellt. Es wurde seinerzeit im Aufträge des Lehrerheims errichtet, das aber bald darauf feine Rechte an den Deutsch-Israelitischen Synagogenverband übertrug, von welchem auch der Verein Mekor Chajim das Lokal gegen entsprechende Vergütung für Miete, Licht und Heizung für seine Zwecke erhielt. Das Lokal, welches durch eine Schiebetür in zwei abgetrennte Räume geteilt werden kann, bietet für ca. 100 Personen genügend Platz. Es wäre noch ferner die Beleuchtung, welche vom Verein Mekor Chajim gestellt wurde und die sehr zur Verschönerung des Ganzen beiträgt, wie auch die eingebauten Schränke, in denen die Vereinsbibliothek untergebracht ist, zu erwähnen. Württemberg. Buchau a. F. Von den Segnungen einer Zentralkasse folgendes Beispiel: Buchau a. Federsee hat vor kurzem seinen Rabbiner, Herrn Jonas Laupheimer durch Tod verloren. Die Oberkirchenbehörde verweigerte der Gemeinde Buchau, einer der ältesten Gemeinden in Württemberg (mit ca. 80 Familien!), wieder einen Rabbiner zu geben. Nach Drängen der Buchauer willigte endlich die Oberbehörde zur Anstellung eines Rabbiners ein, wenn die Gemeinde den Grundgehalt selbst bezahlt; einen kleinen Zuschuß wird die sog. Zentralkirchenkasse leisten. Hesse«. Heppenheim a. d. Bergstraße. Herr Abraham Sundh e i m e r konnte diese Woche in guter geistiger und körperlicher Frische seinen hundert st en Geburtstag begehen. Herr Sundheimer, der stets reges Interesse für jüdische Fragen hatte, ist somit der älteste Bewohner der Bergstraße. Zu seinen Nachkommen zählen 3 Kinder, 19 Enkel, 33. Urenkel und 1 Ururenkel. Einer seiner in Amerika wohnenden Enkel war an dem Jubiläumstag zugegen. Mögen Herrn Sundheimer, dem schlichten und geachteten Alten von Heppenheim, noch Jahre ungetrübten Glückes vergönnt sein. -c- Schmetz. Basel. Am Donnerstag, den 7. Mai feierte der Schomre- Thora-Männerverein einen □'pD auf die nOTl“! min die er mit den Erklärungen von i^h nebst □''DDn 171OA und dem Malbim durchgelernt hatte. 11 Jahre hatte der Verein auf dieses Studium verwendet. Auch andere Kommentare waren an schwierigen Stellen zu Rate gezogen worden, unter anderen auch die geistvollen Erklärungen Hosfmanns zu Leviticus und Deuteronomium. Wegen der Omertage hatte der Verein von einer größeren Feier Abstand genommen, nur die 16 Teilnehmer versammelten sich wie allwöchentlich zum Schiur. Nachdem Herr Rabbiner Dr. Cohn die Schlußverse vorgetragen, begann er, — denn der Jude der lernen und die Gebote der Thora üben will, wird ja niemals fertig — mit der letzten Mischna von Ein kleines Festmahl folgte, eine nW HTiyD das durch sinnige min ’HDT gewürzt wurde. Aamikiennachrichten. (Mitteilungen für diese Rubrik werde« - kostenlos ausgenommen.) .»» Geborene: Irene, T. v. Moritz Manheimer u. Lina Reintaler, Sulz u. W. — Georgette, T. v. Iirome Meyer u. Ernestine Dreyfus, Straßburg. — Sohn, 'L ernard Weill, Oberehnheim. — Sohn, Alex Bruckmann, Zürich. — Tochter, I. Grünberg-Meyer, Genf. — Tochter, M. Banyai-Leipnik, Zürich. — Sohn, Siegfried Weil-Braunschweig, Donaueschingen. — Sohn, Siegfried Henri Bollag-Wyler, Baden. — Sohn, Robert Lippmann, Zürich. — Tochter, Julius Bollack (Witkowsky), Karlsruhe. Verlobte: Marguerite Schuhl, Benfeld, u. Henri Bloch, Barr (Ingweiler). — Leopold Bollag, Baden (Schweiz), u. Rachel Klein, Nagy-Gojdos (Ungarn). Uerrnühlte: Lucien Levy, Paris, u. Jenny Levy, Bark. — Willy Herz, Dresden, u. Stefanie Silber, Kitzingen. In Paris: Robert L6vy, Rue Fdimbourg 21, u. Pauline Hannaux, Boulevard Haussmann 69. — Henri Weill, Lille, u. Helene Bidal, Avenue Mozart 3. — Arthur L6opoldti. Rue St. Placide 30, u. Marguerite Bloch, Rue Vanau 35. — Bronstein David, Rue des Vinaigriers 43, u. Renee Storogl, Boulevard de Reuily 13. — Baruch Raffael, London, u. Germaine Gaitz-Hocki, Rue Reaumur 97. — Abraham Spreyer. Antwerpen, u. Sarah Borofsky, Rue Rielier 15. — Meyer Max. Rue Beaurepaire 7, u. Therese Kurtz, Rue des Tournelles 3. — Worms Salomon, Rue de Fontenay 2 (Plefsis-Piquet), u. Lippmann Ieanne, Rue Fmile-2ola 36 (Troyes). Gestorbene: Moritz Merzur, 74 I., Straßburg. — Fr. Thecla Wyler-Guggenheim, 74 I., Bern. — Fr. Matilde Bollag, geb. Guggenheim, Luzern. — Frl. Laure Bamberger, 85 I., Rappoltsweiler. — Fr. Clara Herz, Berolzheim In Paris; Prisser Marx, 69 I. — Fr. Katz Salomon, geb. Oury-Cahen Estelle, 70 I., aus Lure. — Geisenberger Emile, 56 I., Rue du Rocher 51. — Fr. Landau Louis, geb. Jacob Madeleine, 58 I., Faubourg du Temple 29. — Fr. Dreyfus Joseph, geb. Katz