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Das jüdische Blatt · 1914-01-30 · 5 (30.1.1914) · p. Seite 10

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Journal
Das jüdische Blatt
Volume
V (1914)
Issue
5 (30.1.1914)
Date
1914-01-30
Page
Seite 10 (sequence 10)
Language
German
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10 Das Mische KLatl. Nr. 5. Schmerze der Familie Ausdruck verlieh. Herr Stiftsrabbiner! Dr. Kramer hielt ebenfalls am Sonntag nach Mincho einen in dem er nochmals auf die vielversprechenden Hoffnungen hinwies, die man von ihm erwartete. Die Mutter, Frau Jenny Wormser geb. Hirsch, die er mit beispielloser Hingebung verehrte, die Geschwister, die den Stolz der Familie in ihm erblickten, die Freunde — und deren hatte er sehr viele —, die durch sein liebevolles Wesen sich mächtig zu ihm hingezogen' fühlten, sie alle finden sich zusammen in dem berechtigten Schmerz. Möge der Allmächtige den Hinterbliebenen Trost spenden! — e— Mannheim. Die israelitische Krankenunterstützungskasse Bikur Eholim wurde im abgelaufenen Jahre wieder von hilfesuchenden Kranken und gebrechlichen Armen sehr in Anspruch genommen, so daß die ihr von wohltätiger Seite im verflossenen Jahre zugegangenen beträchtlichen Gaben nicht ausreichten, und sich ein Defizit von dt 1277,20 ergab. Die Kasse verausgabte im Jahre 1613 an Unterstützungen in bar dt 3983,—, an Medikamenten, medizinischen Hilfsmitteln und Bädern dt 988,87, zusammen also fast .tl 5000,—, eine beachtenswerte Summe und es wäre dringend zu wünschen, daß diese Kasse immer mehr Freunde findet, welche ihre segensreichen, humanitären Bestrebungen durch reichliche Zuwendungen unterstützen, damit sie den gestellten dringenden Anforderungen nur einigermaßen entsprechen kann. Mannheim. Der jüdische Jugendbund ist schon heute, Mitte Januar, in der Lage, sein Februarprogramm zu veröffentlichen. Außer Spielabenden und Damenabenden nur für Damen sieht dasselbe noch andere Arrangements vor. An Vorträgen über jüdische Thema sind angesetzt ein solcher über das Kirchenrecht der israelitischen Religionsgesellschaft, über Glücke! von Hameln, ferner ein Referat über die Sterblichkeitsmessungen und Lebensversicherung und über das Thema: Von den Gründerinnen zu den Führerinnen der Frauenbewegung. Die Damenabende finden jeweils Donnerstags abends statt. Das Vereinsorchester probt jeden Sonntag 10 Uhr unter Musikdirektor Bartsch im Probesaal der Hauptsynagoge. Orssc». Herr Rabbiner K o r n f e i n ein glänzendes und formvollendetes Referat hielt über die Aufgaben der Agudas Jisroel im allgenieinen und der Jugendgruppen im besonderen. Hierauf sprach Herr cand. phil. Jsac Nobel und beantragte die Gründung der Jugendgruppe und Fräulein Selma D r e i f u ß für den Zusammenschluß der jungen Damen zu einer Mädchengruppe. Herr Gabriel F ü r st richtete sodann eine hebräische Ansprache an die Versammlung und wies auf die Gefahren hin, denen gerade in unseren Tagen das Judentum ausgesetzt sei, wenn die gesamte gesetzestreue Jugend sich nicht zu zielbewußter Tätigkeit im Sinne des Agudas-Programms aufrafft. Rach Verlesen der zahlreich eingelaufenen Begrüßungs-Telegramme begrüßte Herr Joseph Erlanger -Luzern die Versammlung im Namen der Luzerner Jugendgruppe und forderte mit eindrucksvollen Worten zum Eintritt in die Jugendgruppe auf. Hieran schloß sich eine sehr angeregte Diskussion an, mit dem Resultate, daß die meisten Anwesenden sich der Jugendgruppe anschlossen. Demnächst findet die erste Generalversammlung der neugegründeten Jugendgruppe statt, die eine schöne Entwicklung verheißt. H Wochenkalender. 1914 5674 Sabbat Sonntag Montag Dienstag Mittwoch Donnerst. Freitag 31. Jan. 1. Febr. 2. „ 3. „ 4. „ 5. „ 6. „ 4.Schevat 5. „ 6. „ 7- „ 8. „ 9. „ 10. „ JO Mainz, 15. Jan. Nachdem wir vor wenigen Wochen in unserer Stadt eine Mädchengruppe der „Agudas Jisroel" gegründet wurde, die annähernd 50 Mitglieder zählt, fand letzthin eine Versammlung zur Gründung einer Jugendgruppe statt. Herr Referendar Oppenheimer, der Hauptredner, entwarf ein fesselndes Bild von der A. J.-Bewegung, von den Aufgaben der Jugend innerhalb der Agudas Jisroel, von den speziellen Aufgaben einer Mainzer Gruppe, sowie von seinen Eindrücken von dem Frankfurter Jugendtag. Die begeisternden Worte des Herrn Oppenheimer, sowie der flammende Appell unseres Herrn Rabbiners Dr. Bond» verfehlen ihre Wirkung nicht. Sämtliche Anwesende, etwa 40, meldeten sich sofort als Mitglieder an. Als Arbeitsplan wurden bestimmt allwöchentliche Sidravorträge HOn s Schiur (Leiter Herr Dr. Schlesinger), gesellige Zusammenkünfte am Freitag Abend; allmonatliche Diskussionsabende, Ausflüge usw. Zum Vorsitzenden wurde Herr Referendar Dr. Max Oppenheimer gewählt. Schweix. Zürich, 25. Jan. Gestern Abend fand hier im großen Saal des Kaufmännischen Vereins eine von einem besonderen Jugendkomitee einberufene Versammlung statt zur Gründung 'einer Jugendgruppe der Agudas Jisroel. Der Einladung waren zirka 200 Damen und Herren gefolgt. Herr Max Mannes eröffnete unter stürmischem Beifall die Versammlung, worauf Gebelszeilen. (Freitagabend) (Sabbatausgang) Ansbach . . . 5 U. «o 5 U. b2 Bafel . - -. 6 U. 13 Fürth. 5 U. 85 Mülhausen. Nürnberg: . . 5 U. vo 6 U. 10 Synagoge Essenweinstraße Strahburg: . . 5 U. 00 5 U. 52 Synagoge Kleberstaden . . 6 U. 05 „ Kageneckerstraße . . 5 U. 6 U. io Stuttgart. . . 5 U. oo 6 U. oo (Amtswoche: Stadtrabb. Dr. Kroner, Kirchenrat.) Iamiriennachrichten. (Mitteilungen für diese Rubrik werden -— kostenlos ausgenommen.) _ Geborene: Sohn, Rabbiner Dr. Sylvain Lehmann' ru Frau ceb" Simon, Bischweiler. -- Tochter, Adolf Weil, Basel. — Sohn, JoseflWormser, Zürich — Sohn, Mox Philipp, Zürich. — Tochter, Kantor, Steinhart, Bollweiler. — Sohn, Henri Grumbach, Bollweiler. — Sohn, Jules Levy, Hatten.

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