Das jüdische Blatt
- Journal
- Das jüdische Blatt
- Volume
- V (1914)
- Issue
- 5 (30.1.1914)
- Date
- 1914-01-30
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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4 Das tüdifchr Statt Nr. 5. La mort n’est que la Separation de ces deux factenrs si differcnts dans leuv essence et dans leur nature. Aussitot que cette Separation a lien, Thoinme c'esL"- dire ce qui en fit un etre vivant, retourne vers son createur et la partie terrestre retourne a la terre d'oü e^e otait sortie.!/nnion de denx factenrs si contraires, si opposes dans leurs tendances et leur essence que le corps et Tarne tout en se presentant ouvertement. a nos yeux et se repetant des centaines et des centaines de mille fois, est pour nons un enigme si indechiffrable, si incomprehensible, que la Separation finale de ces deux contraires — la mort, par consequent — finit par nous paraitre plus naturelle que leur union — c'est-a-dire, la vie. Si Dien produit cette union, malgre ce qu elle offre d'impossible ä nos yeux, qui oserait douter de la possibilitd d une nouvelle vie apres la mort? Ne savons-nous pas que T uni vers entier <>ui nous entoure et qui represente pour nous ce qu'il y a de plus fixe et de plus inunuable d'apres Texperience et la tradition, est r6gi par des lois que nous appelons eternelles et que cependant ces lois disparaitront un jour, pour faire place a de nouveiles cr6ations, de nouveaux globes, de nouveaux cieux? Et nous ne voudrions pas croiro a uue nouvelle existence de Thommo! Ne voyons-nous pas cette puissance infinie et creatrice de Dien se pro d ui re journellement par Talternation du jour et de la nuit? Ne voyons nous pas journellement Dieu faire revivre et rajeunir Toni vre de sa Creation? Ne voyons-nous pas par la suite des saisons, la terre se rejotiir de sa parure nouvelle et sans cesse renouvellee, les fleurs s'epanouir k nouveau chaque printemps, ainsi que les fruits nnirir et nous voudrions nier cette verite (pi’a Thomrne il sera permis de se lever pour une nouvelle vie? Q.uand ce miracle se produira, et il se produira aussi certainement que s’est produit le miracle de notre vie terrestre, ce ne sera pas sans but. Ce sera pour recompenser tout le bien qui dans la vie que nous avons vecu »dans le temps« ne pouvait pas etre recompense. Ce sera le moment de la responsabilite de nos actes, responsabilite que nous avons pu ou voulu ignorer pendant des annees, pcndant notre existence meine, mais <[iie nous ne pouvons pas meconnaitre! (A suivre.) Aus aller Wett Deutschland. Berlin. Am 25. Januar fand unter Vorsitz des Herrn Dr. James Simon eine Sitzung des geschäftsführenden Ausschusses des Hilfsoereins der Deutschen Juden statt, die außergewönlich stark, auch von auswärts, besucht war. Im Anschluß an die vorangegangene Sitzung des geschäftsführenden Ausschusses wurde nochmals über die aktuelle Schulfrage diskutiert. Das Vorgehen der Leitung fand erneut die einhellige Zustimmung des Ausschusses. Es wurde sodann das Budget für das Schulwerk in Höhe von 225 000 di bewilligt. Ferner wurden die erforderlichen Mittel für die Auswandererfürsorge bereitgestellt. Es wurde beschlossen, auch in Emden ein Bureau zu errichten, sobald der geplante Auswandererverkehr von den Schiffahrtsgesellschaften dort ausgenommen wird. Von den weiteren Bewilligungen, die der geschäftsführende Ausschuß vollzog, seien angeführt die Erneuerung der Subvention von 5000 di für die Zentralstelle für jüdische Wanderarmenfürsorge und von 2000 di für den Israelitischen Unterstützungsverein für Obdachlose in Hamburg. Frankfurt a. Al. Gestern fand hier der ordentliche Vereinstag der „Freien Vereinigung für die Interessen des orthodoxen Judentums" statt, auf dessen Tagesordnung lediglich die Regularien: Berichterstattung und Wahlen standen. Der von dem Generalsekretär vorgetragene umfassende Bericht über die Geschäftsperiode 1912/13 verbreitet sich zunächst über die während der Berichtszeit geleisteten organisatorischen und propagandistischen Arbeiten, insbesondere die Bezirkstage, erwähnt dann den zum Regierungsjubiläum des Kaisers geschaffenen „Kaiser Wilhelm-Iubiläums-Fonds" von 40 000 di, sowie sonstige Stiftungen und geht dann zur praktischen Tätigkeit der Vereinigung über. Auf dem Gebiete der Gesetzgebung und Verwaltung beschäftigte sich der Vorstand in erster Reihe mit der Sonntagsruhe- Angelgenheit, die zu einer ganzen Reihe von Eingaben an die Regierungsbehörden der verschiedenen Staaten Anlaß gab. Der Bericht schildert die von der Vereinigung getroffenen Maßnahmen zum Schutze der Schechitah, sowie die Stellungnahme der Freien Vereinigung in Sachen der Staatszuschüsse an leistungsschwache preußische Synagogengemeinden. Sehr interessant sind die Mitteilungen, über die auf dem Wege ziemlich langwieriger Verhandlungen beim Kriegsministerium erreichten Zugeständnisse zugunsten der religiösen Lebensführung der jüdischen Soldaten. Im Prinzip ist anerkannt worden, daß zu den jüdischen Feiertagen im Sinne der Garnisondienstordnung auch der wöchentliche Sabbat gehört, insbesondere sollen jüdische Soldaten nicht ohne Notwendigkeit zum Schulschießen oder zum Schreiben am Sabbat herangezogen werden. Der Bericht stellt in dieser Angelegenheit ausführliche Veröffentlichungen in Aussicht. Des weiteren beschäftigt sich der Bericht mit dem Gesetz über den Erwerb und Verlust der Staatsangehörigkeit, sowie dem Wahlrecht der Ausländer in den Synagogengemeinden. Hinsichtlich der Erhaltung jüdischer Volksschulen hat die Freie Vereinigung wiederholt eingegriffen. Das Kapitel über die Tätigkeit der „Kommission für ländliche Wohlfahrtspflege" berichtet über die von der Vereinigung eingerichteten Schiurim, sowie über die Verteilung von guter jüdischer Literatur in den Landgemeinden. Das Organ der Kommission der „Jüdische Volksbote" ist regelmäßig erschienen. An Subventionen und sonstigen Aufwendungen auf dem Gebiete der „Ländlichen Wohlfahrtspflege" sind in der Berichtsperiode über 20 000 di verausgabt worden. Des ausführlichen beschäftigt sich der Bericht mit der Tätigkeit der Vereinigung innerhalb der Bewegung zur Bekämpfung der „Richtlinien", um dann nach Besprechung der Publikationen des „Jüdischen Volksschriften"-Verlages zu der Wirksamkeit auf dem Gebiete des religiösen Pflichtlebens (Tefillin, Mefufaus, Literatur betreffend Gottesdienst, Mikwaoths ufw.) überzugehen. Den Schluß bildet der Bericht über die Palästina- Arbeit der Freien Vereinigung, die in finanzieller Beziehung vollkommen gesondert geführt wird und das allgemeine Budget nicht belastet. In warmen Worten gedenkt der Bericht der Heimgegangenen Vorstands- und Ausschußmitglieder: Jonas Bing-Hamburg, Emanuel Ettinghausen, Kommerzienrat Louis Feist, Aron Wolf- Frankfurt a. M. Nach Erstattung des Kassenberichtes und Erteilung der Ent-