Das jüdische Blatt
- Journal
- Das jüdische Blatt
- Volume
- V (1914)
- Issue
- 2 (9.1.1914)
- Date
- 1914-01-09
- Page
- Seite 10 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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10 Das Mische Matt Nr. 2. Kaden. Dr. Salvendi Karlsruhe. Dr. Salvendi ist in der ganzen jüdischen Welt durch seine rege Sammeltätigkeit für alle jüdisch-humanitären Zwecke, besonders für Palästina, bekannt geworden. Sein Name hatte deshalb auch da einen guten Klang, wo seine persönlichen Vorzüge unbekannt geblieben sind. Bis in sein hohes Alter, er hat das 77. Jahr erreicht, hat er unermüdlich für sein Palästinawerk gearbeitet. Dr. Salvendi ist 1836 in Waag-Neustadt in Ungarn geboren und empfing von zarter Kindheit an in seinem elterlichen Hause das Beispiel edlen Wohltuns und bei dem Rabbiner seiner Geburtsstadt, Rabbiner Jos. Weiße, eine gründliche talmudische Vorbildung. 16 Jahre alt bezog er die Preßburger Jeschiwo, wo er sein talmudisches Wissen vertiefte. Nachdem er noch andere Jeschiwaus besuchte hatte, bildete er sich in Breslau zum Rabbiner aus. Noch ein junger Mann, wurde er Rabbiner in Dürkheim a. H. Da er dort nicht das ihm erwünschte Arbeitsfeld fand, widmete er sich in weitumfassender Weise der Wohltätigkeit. Bei allen Hilfsorganisationen griff er tätig ein, mochte es sich um die bedrängten Juden in Rußland oder Marokko, in Persien oder Galizien handeln. Ganz besondere aufmerksame Liebe aber widmete er dem Werke für Palästina. In seiner mehrere Jahrzehnte umspannenden Tätigkeit hat er VA Millionen Mark gesammelt. Mit regem Eifer betätigte er sich im Verein „Lemaan Zion" und im „Verein zur Erziehung jüdischer Waisen in Palästina". Als ihm seine Freunde zu seinem 70. Geburtstag eine Ehrengabe überreichten, bestimmte er diese zur Salvendi-Kolonie, auf der das Waisenhaus im Neubau errichtet und mit einem Lehrgute für dessen Zöglinge verbunden werden sollte. Auch eine Synagoge mit Beth-Hamidrasch wird auf der Salvendi-Kolonie erbaut. Er selbst hat die Statuten der Kolonie aufgestellt und festgesetzt, daß stets alle Angelegenheiten im Sinne des jüdischen Religionsgesetzes geregelt werden sollen. Die Beteiligung bei seinem Leichenbegängnis war eine große. Da er letztwillig verfügt hatte, daß keine Trauerrede gehalten werden solle, mußten sich Rabbiner Dr. Schiffer- Karlsruhe und der Sekretär der Alliance Jsraelite Universelle, Jacques B i g a r t, auf einige kurze Worte beschränken. i Wochenkalender. 1914 5674 Sabbat Sonntag Montag Dienstag Mittwoch Donnerst. Freitag 10. Jan. 11. „ 12. „ 13. „ 11. „ 15. „ 16. „ 12. Tewes 13. „ 14. „ 15. „ 16. „ 17. „ 18. „ TP1 Gebetszeiten. (Freitagabend) (Sabbatausgang) Ansbach. 4 U. 3o 5 u. 23 Bafel .. 4 U. 30 5 U. 43 Fürth. 4 U. 45 5 U. 25 Mülhaufen. 4 U. 45 5 U. 40 Nürnberg: Synagoge Effenweinstraße . . 4 U. 30 5 U. 22 Stratzburg: Synagoge Kleberstaden .... 4 U. so 5 U. 35 „ Kageneckerstraße . . 4 u. 45 5 U. 40 Skukkgart. —u.— -U.— (Amtswoche: Stadtrabb. Dr. Kroner, Kirchenrat.) I Jamittennachrichten. (Mitteilungen für diese Rubrik werden - kostenlos ausgenommen.) - 1 Geborene: Robert, S. v. Pierre Scheyen u. Fr. geb. Lang, Colmar. — Marcel, S. v. Charles Levy u. Regine Levy, Straßburg. — Kurt, S. v. Max Ebstein u. Lisa Kauffmann, Straßburg. — Gertrud, T. v. Siegmund Vollweiler u. Johanna Oppenheimer, Straßburg. — Sohn, Gaston Dreyfus-Haas, Basel. — Sohn, Carlo Levy-Günsburger, Mailand. Kor-Mizmoh: Karl Klein, Surburg. — Semmy Mohr, Altenmuhr. Verlobte: Alice Heimendinger u. Gaston Weill, Weiler (Kr. Schlettst). — Frl. Levy, Thann, u. Henri Ebstein, Winzenheim (Kr. Colmar). — Bertha Kahn, Straßburg, u. Heinrich Grünhut, Mannheim. — Adele WeiU, Mülhausen, u. B. Weill, Zürich. — Sophie Maier, Ladenburg, u. Sylvain Levy, Niederrödern. Vermahlte: Dr. Leopold Hausmann u. Rosa Graß, Zürich. — Karl Bollag u. Berthe Levy, Zürich. — Albert Kahn, Niederstetten, u. Lotte Strauß, Binswangen. In Paris: Paul Biquard, rus Meslay 23, u. Alice Levy, rue Conclorc6t 59. — Mathieu Meyer, rue Frochot 12, u. Pauline Gougenheim, rus äs Marseille 10. — Lucien Blum, rue Maubeuge 46, u Germaine L6vy, boulevard Magenta 29. — Simon Chorlot, rue Clignancourt 36, u. Elisa Dvrin, rue Myrrha 46. — Marcel Haguenauer, rue Beaurepaire 28, u. Lola Levy, aveaue Mozart 20. — Krziwkosky, rue Paradis 19, u. Mireille Bergeret, boulevard Rochechouart 17. Gestorbene: Falk Falk, 66 I., Straßburg. — Mathieu Lehmann, 97 I., Straßburg. — Joseph Wyler, 71 I., St. Gallen. — Fr. Louise Bernheim, 89 I., Wangen (Baden), — Fr. Ickelsheimer, Ansbach. In Paris: Cahen Albert, 81 I., boulevard Saint-Martin 53.— Friedmann Georges, 40 I., rue du Ruisseau 20. — Fr. Netter I^ermann, geb. Blum Henriette, 75 I., rue Roebeebouart 24 bis.— Fr. Canal Auguste, geb. Hey mann Julie, 74 I., rue Ferdinand Duval 20. — Fr. Wwe. Blitstein, 63 I., rue du Poieau 20. — Fr. Netter Moise, geb. Weill Caroline, 80 I. — Fr. Hirsch Samuel, geb. Brunschvig Rachel, 61 I., avenue d’Orleans 46 bis. — Fr. Franck Moise, geb. Landau Frederica, 94 I., rue 8ay 4. — Sinqueze Salomon, 68 I., rue de Maubeuge 8. — Moro Ludovic, 81 I., rue Barrbye 9. — Fr. Flacks Abraham, geb. Wassermann Sylka, 65 I. — Suß Jacob, 65 I., rue Ftienne-Mareet 44. — Fr. Tanguy Joes, geb. Pfeiffer Germaine, 24 I., rue Rodier 20. — Wolff Isaac, 41 I. — Fr. Lövy Cers, geb. Haller Caroline, 73 I. — Banderheym Abraham, 78 I., boulevard du Temple 12. — Lövy Marc, 71 I., boulevard Gouvion Saint Cyr 49. — Lerner Joseph, 28 I. — Serruya Samuel, 57 I., rue Gondoreet 70. — Houimann Hector. rue Brochant 23. — Fr. Lippmann Leopold, geb. Blum Pauline, 81 I., avenue Parrneniier 19. — Fr. L6oy Jacques, geb. Buttenvieser Clarisse, 59 I. Wriefkasten. Breslau. Generelles läßt sich darüber nichts sagen. Jede der von Ihnen besprochenen Möglichkeiten müßte von Fall zu Fall durch den Rabbiner entschieden werden. Wenn Sie uns Ihre