Das jüdische Blatt
- Journal
- Das jüdische Blatt
- Volume
- V (1914)
- Issue
- 2 (9.1.1914)
- Date
- 1914-01-09
- Page
- Seite 11 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 2. 11 Da» jüdische Matt. nähere Adresse angeben, sind wir gerne bereit, Ihnen ausführlich zu antworten. HlätselKcke. Sendungen für diese Rubrik nur an - Dr. Bloch-Barr erbeten. - l. Kammeatsel. Bon Georg Dreyfuß, Schlettstadt. a a a a a a d d d e m 0 r t g m 0 r t i m 0 r u i m 0 8 u 1 n r t z Wage.echte Reihe: Stadt in Holland. 1. Senkrechte: Berg aus derbiblischen Geschichte. 2. „ König der Israeliten. 3. „ Männlicher Vorname. 4. „ Gesellschafts piel. 5. „ Ort im Elsaß. 2. (Himdeat-Riitset. Von Robert Weill, Sekundaner, Altkirch. X A A B E E 1. Deutsche Stadt. E E E E H 2. Deutscher Dichter. H J L L M 3. Prophet und Lehrer. M 0 0 0 R 4. Prophet. S S S S W 5. Militärischer Dienstgrad. / Die beiden Diagonalreihen in der Richtung des Pfeils nennen je einen deutschen Fluß. 3. Scherzfrage. Welcher Unterschied ist zwischen den trauernden Juden zu Babylon und den Weinhändlern? '(NSW 1) i uaajjout qun uaHst uamagj uaq uv aaMvhmaW quaahvcu 'ua;u;acu yun urajjvW uag uv uastvj uaynI ' uaguaanva; ai(x " MätseUosangen an» Ur. 52. 1. Chanukkah, Colmar, Amalek, Uhland, Karmel, Helene. 2. Schild Davids. 3. Beethoven, Emil, Ester, Tebeth, Herbst, Qlev, Veilchen, Echot, Nil. Richtige RätseUösungerr: Ein Rätsel: Paul Jacob, Nellingen. — Edgard Levy, Mittelschüler, Saarunion. — Abraham u. Zoe Eahen, Leo Sommer, Hayingen. — Gaston Meyer, Epfig. — Armano Roos, Tertianer, Romansweiler. — Schlaume u. Sara Mayer, Mecleuves bei Metz (das seht Ihr doch an den heutigen Lösungen:). — Norbert Lehmann, Dauendorf (Deine Einsendungen werden, soweit es geht, berücksichtigt!). — Blanche Lorch, Küttolsheim. Zwei Rätsel: Renee Mannberger, Straßburg. — Germaine, Marta u. Dora Siesel, Diemeringen. — Jesajah Wohlgemuth (bei Quadraträtseln sollen sämtliche Wagerechten den Senkrechten gleich sein!). — Albert u. Sigmund Jeselsohn, Neckarbischofsheim. — Ieanne u. Julien Ullmann, Niederhagenthal. Drei Rätsel: Robert Weill, Sekundaner, Altkirch. — Renee Weill, Selektanerin, u. Georges Weill, Realsekundaner, Kürzel (Lothr.). — Luise u. Frida Plaut, Nürnberg. — Martin Ott, Realprimaner, Marguerite Ott, Schülerin der Höh. Töchterschule, Eeline Ott, Buchsweiler. — Alfred u. Gaston Revel, Realtertianer, Buchsweiler. Sechs Rätsel: Lion Kahn, Basel, Austraße 83. Brieskaften der Rätsel-Ecke. — An Biele: Im Zahlenrätsel der Nr. 1 war allerdings die erste Reihe nicht gleich den Anfangsbuchstaben; diese Angabe war ein Versehen. Eingegangen bei der Redaktion: Für HD3Dn (Baden, Schweiz) I. Rosenstock, Laudenbach, Württemberg, 5 für „H e r z l i ch e B i t t e" anonym Ingweiler 10 dl; Armand Weill, Hatten 5 dl. Eingelaufene Spenden: 6. S. Würzburg für E. I. cM 20.—. Gin kalendarisches Kuriosum. Zum diesjährigen Kislewmonat. Von Dr. M. Weinberg, Neumarkt (Oberpfalz). Die auf Exodus XII, 2 beruhende Neumondsankündigung — das Rosch-Ehodeschbenschen", wie es im Volksmund heißt — hat in unserer Zeit nur noch ein historisches Interesse. In alter Zeit hatte dagegen die Bestimmung des Neumondstages eine überaus große Bedeutung. Sie beruhte aus der unmittelbaren Beobachtung des Augenblicks, wo zum ersten Male der Neumond sich zeigte. Der betreffende Tag galt dann als der erste des neuen Monates. Es ist leicht zu erkennen, daß davon nun wiederum die Festsetzung aller besonderen Tage abhing, der Fest- und Fasttage besonders. Zu diesem Zwecke galt es nun, den Bewohnern der nächsten Umgebung und der weitesten Ferne möglichst schnell den Tag des Neumonds, wie er von der hierfür zuständigen höchsten religiösen Behörde angesetzt worden war, bekannt zu geben, sei es durch Feuertelegraphen, oder durch Boten. Es ist hier nicht der Ort, auf die Einzelheiten dieser Neumondsfestsetzung näher einzugehen; nur das sei bemerkt, daß sie nur im hl. Lande selbst erfolgen mußte und daß später ganz genaue Regeln durch die genannte palästinensische Behörde festgesetzt wurden, auf Grund deren, ganz unabhängig von der Beobachtung des Neumonds selbst, der erste Tag jedes neuen Monates mathematisch berechnet werden kann, wobei allerdings auf Besonderheiten mancher Zeiten Rücksicht genommen wird. (fl'Prn) Unser Kalender ist demnach als durch ein palästinensisches Kollegium festgesetzt zu betrachten, da ein solches die ewigen Regeln festgesetzt hat. Unser Roschchodeschbenschen hat also, wie bereits erwähnt, eigentlich nur die Bedeutung einer frommen Erinnerung an frühere Zeiten; der Neumondstag wird dadurch nicht bestimmt; er war vielmehr schon vorher, kraft jener Regeln, schon genauer festgesetzt, wie es uns ja auch ein Leichtes wäre, auf Jahrhunderte hinaus für alle Monate die Neumondstage schon jetzt zu berechnen. Im allgemeinen nun fällt der Neumondstag, wie er verkündigt (gebenscht) wird, noch heute mit dem Moled (dem Augenblick der Erscheinung des „neugeborenen Mondes") zusammen; d. h. an dem als ersten des neuen Monates bekannt gegebenen Tag erscheint auch der neue Mond. Notwendig aber ist dies nicht. Oft geht der Moled einen ganzen Tag dem R. Ehodesch voraus; ja die verehrten Leser wollen sich aus dem Kalender überzeugen, daß seit reichlich einem Jahre merkwürdigerweise der Rosch- Ehodesch zwei volle Tage später fällt, als die Erscheinung des Neumonds. Es ist dies schon an sich eine seltene Beobachtung. Zu den größten Seltenheiten aber gestaltete sich die Ankündigung des diesjährigen Kislew. Wie jeder Leser aus dem Luach leicht konstatieren kann, fiel der Moled auf Freitag, 28. November. An diesem Tage begann der natürliche Monat. Aber erst am Sabbat, 29. November, einen Tag nach Beginn des neuen Monates, wurde dieser feierlich voraus verkündigt und zwar für Sonntag, 30. November. — Gar mancher wird an diesem kalendarischen Kuriosum vorübergegangen sein, ohne ihm Beachtung geschenkt zu haben. Durch diese Zeilen sei dieses merkwürdige Ereignis der Vergessenheit entrissen. Hedaljaß. Bilder aus der jüdischen Vergangenheit von Caroline Deutsch. (Fortsetzung.) Doch war es nicht dieser Gedanke, der seine Augen feucht machte. Seine Blicke überflogen die zahllosen Reihen der gefangenen Brüder mit ihren Weibern und Kindern, und