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Das jüdische Blatt · 1913-12-12 · 50 (12.12.1913) · p. Seite 7

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Journal
Das jüdische Blatt
Volume
IV (1913)
Issue
50 (12.12.1913)
Date
1913-12-12
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
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Nr. 50. Das jüdische Matt. 7 Grußenheim: Emil Picard, Wormser Seligmann v. Auscher, Schwedt Samuel, Heimendinger Jakob, Bloch Joseph. Habsheim: Es fand keine Wahl statt. Hattstatt: Heinrich Hirsch, Adolphe Levy, Jules Weil, Lucien Grumbach, Nathan Bloch. Herlisheim: Schwöb Meyer, Schwöb Leopold, Weil Emanuel, Picard Lehmann, Schwöb Daniel. H i r s i n g e n: Marx Meyer, Raphael Bloch und Herm. Blum und als neue Mitglieder Gerichtsvollzieher Levy und Louis Blum. Horburg: Moses Stark, Marx Katz, Joseph Lippmann, Js. Picard, Meyer. H ll n i n g e n: Isaak Ginzburger, Leon Weil, Leop. Rueff. Markirch: Maurice Dreifuß, Jonas Jodel, Louis Lang, Maurice Levy, Marc Picard. Mülhausen: Loup Dreyfuß, Edouard Levy, Alphonse Ginsburger, Aron Mook, Isidore Willar, Henry Ullmann, Sally Goldscheider. Neubreisach: Israel Weil; 4 Nachwahlen. Niederhagental: Achilles Rueff, Abraham Ullmann, Simon Meyer, David Goetschel, Jakob Ruesf. N i e d e r s e p t: Louis Weil, Jacques Brunschwig, Moses Bernheim, Albert Meyer, Louis Bigard. P f a st a t t: Camille Haas, Paul Bernheim, Em. Bernheim. Rappoltsweiler: Nachwahlen. St. Ludwig: N. Rueff ain£, Martin Meyer, S. Ruff- Gugenheim, E. Haas, Benoit Rueff. S e n n h e i m: Leop. Blatt, Daniel Blum, Jacques Genzburger, Paul Levy, Jos. Weil. Sierenz: Ginzburger Camille, Leopold Bolak, Jakob Ullmann, Max Rein und Salomo Wahl. Sulz: Michel Grunebach, Leop. Müller; 3 Nachwahlen. Thann: Jacques Dreyfus, Jacques Ebstein, Benj. Marx, Moise Spira, Albert Levy. Uffheim: Leo Ginzburger, Caspar Ullmann, Salom. Dreifuß, Nathan Dreifuß, v. Moses; Nachwahl 1 Mitglied. Winzenheim: Henri Picard, Isaak Bloch, Lazard Schwab, Aron Meyer, Sylvain Meyer. Straßburg. Die Israelitische Kultusgemeinde hat einen Rechnungsbericht des Wohltätigkeitskomitees veröffentlicht, der die Jahre 1909, 1910, 1911 und 1912 umfaßt. Dem eigentlichen Bericht geht eine interessante Einleitung vorher, die mit dem Vorschläge schließt, sämtliche israelitischen Wohltätigkeits¬ und Wohlfahrtsvereine zu einem Verbände der israelitischen Wohltätigkeit iir Elsaß-Lothringen zusammenzuschließen, ein Vorschlag, der der ernstesten Berücksichtigung würdig ist. Die Einnahmen und Ausgaben in diesen vier Jahren schwanken zwischen 25 OOO und 27 OOO dl. Der jährliche Beitrag der Kultusgemeinde beträgt 9000 dl. Spenden von der Thora (im Jahre 1912) 5850 dl, Gaben 3220 -K, Mitgliederbeiträge 3840 dl, Zinsen 242 dl, aus dem Legat F. & N. Weil 1766 dl, aus verschiedenen anderen Legaten 930 dl usw. Die Ausgaben setzen sich wie folgt zusammen: Regelmäßige wöchentliche oder monatliche Unterstützungen an hiesige Arme 5793 dl) einmalige Bar-Unterstützung an hiesige Arme 2605 dl) Naturalunterstützung an hiesige Arme (Brennmaterialien, Brot, Kartoffeln) 2000 dl; Mietsunterstützung 2064 dl; Kost an arme Durchreisende 7OO dl; Reise- und Barunterstützung an arme Durchreisende 44OO dl; Pesachkost für Soldaten, Kranke 1350 dl; Gehälter und Bureau-Ausgaben 32OO dl. Slraßburg. Die Prüfungskommission für die Ausbildung der Kantoren hat in ihrer letzten Sitzung den Beschluß gefaßt, um den Kantoren die Ablegung der Prüfung zu erleichtern, Teilprüfungen abzuhalten und zwar zweimal jährlich in der zweiten Hälfte der Monate Schevat und Ellul. Meldungen sind vier Wochen vorher an den Vorsitzenden der Kommission, Herrn Oberrabbiner U r y, zu richten. Außerdem hat die Kommission beschlossen, das Konsistorium zu bitten, Mittel und Wege zu suchen, um den Kantoren bei ihrer Ausbildung und Weiterbildung materiell behilflich zu sein. Slraßburg. Samstag Abend, den 29. November, hielt der Verein „Menachem Avelim" im Restaurant Blum-Goldschmidt seine diesjährige Generalversammlung ab. Von den 217 Mitgliedern, welche die Chewra jetzt zählt, waren ungefähr 90 erschienen. Im Laufe des letzten Jahres hat die Gesellschaft den Tod zweier sehr würdiger Mitglieder zu beklagen gehabt, nämlich des Herrn Henri Bloch und des Herrn Zadok Moch; die Mitglieder ehrten das Andenken der Verstorbenen durch Erheben von den Sitzen. Trotzdem das abgelaufene Jahr infolge von zeitweiligen Erkrankungen von Mitgliedern große Anforderungen an die Kasse des Vereins stellte, konnte doch noch eine Mehreinnahme verzeichnet werden. Das Vereinsvermögen besteht nunmehr aus 17 545,91 dl. Vor kurzem konnte auch das Alter des Vereins festgestellt werden. Man fand nämlich auf dem Friedhofe in Königshofen einen Grabstein, auf welchem der Name des Gründers des Vereins Menachem Awelim sowie das Datum der Gründung verzeichnet war. So werden es mit nächstem 75 Jahre, daß der Verein ins Leben getreten ist, und soll das 75 jährige Jubiläum durch ein Festessen gefeiert werden. Der Chewra aber wünschen wir weiteres Blühen und Gedeihen. Barr. Eine in weiten Kreisen rühmlichst bekannte Persönlichkeit ist uns plötzlich entrissen worden: Herr Fabrikant Charles Moise hat in der Frühe des Dienstags nach einem arbeits- und segensreichen Leben — erst 63 Jahre alt — die Augen zum ewigen Schlummer geschlossen. Im Jahre 1878 ließ sich Herr Moise hier nieder und hat seitdem aus kleinen Anfängen heraus in energischer und geschäftskundiger Tätigkeit das zur Zeit wohl blühendste Fabrikunternehmen gegründet und gefestigt. Die israelitische Gemeinde verliert in ihm eines ihrer treuesten und besten Mitglieder; 25 Jahre lang hat er der Verwaltung sk o m m i s s4.o n angehört und hat mit Rat und Tat alle gemeinnützigen Werke unterstützt und die Gemeindeinstitutionen gefordert; eben so lange dürfte er als Delegierter der Friedhofsverwaltung von Rofenweiler tätig gewesen sein. Die Fami'ie verliert in ihm einen zärtlichen Gatten, einen herzensguten Vater, seine Freunde einen biederen, treuen Menschen. — Die Beerdigung findet Donnerstag vormittag statt. Vollweiler., Diese Woche hat die M a z z e n b ä ck e r e i Eugen Weill, hier, ihren Betrieb ausgenommen. Herr Weil! hat seit Jahren bewährte Maschinen, alle mit elektrischer Kraft getrieben, und beschäftigt daran mehr wie 20 Arbeiter. Unsere Altvordern würden staunen, wenn sie sähen, wie das Mehl, das eben erst in die Knetmaschine gekommen ist, in kaum sechs Minuten schon als knusperige, bräunlich schöne Mazzoh aus dem Backofen geholt wird. — Die Bäckerei steht unter ständiger Kontrolle des hiesigen Rabbinats. Colmar. Vor einigen Tagen starb in Paris die von hier gebürtige Frau Witwe I s a a c Bloch, geb. Emma See, im Alter von 68 Jahren, nach langer, schwerer Krankheit. Ihrem Wunsche gemäß wurde sie Freitag, den 29. November, hier, neben ihren Eltern begraben. Welch hohe Achtung die Verstorbene in Paris genoß, bewies das große Leichenbegängnis, an dem unter andern der Grohrabbiner von Frankreich und der Rabbiner von Paris teilnahmen. Eine edle Frau ist mit Frau Emma Bloch dahingegangen. Obwohl von schweren Prüfungen heimgesucht,

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