Das jüdische Blatt
- Journal
- Das jüdische Blatt
- Volume
- IV (1913)
- Issue
- 40 (2.10.1913)
- Date
- 1913-10-02
- Page
- Seite 11 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 40. Das jüdische Klatt 11 reichen Schabbos mitten im harmonischen Khilloleben Gailingens verbracht zu haben und die Freude, als weiteren Platz zur Wahl seines Schabbosaufenthaltes Gailingen zählen zu dürfen. Der Sehenswürdigkeiten von Gailingen will ich gedenken. Da findet sich zunächst an der Hauptstraße vor der Synagoge das Kriegerdenkmal mit den Namen derjenigen aus Gailingen, die den Krieg 1870/71 mitgemacht haben. Es sind nicht weniger als sechszehn jüdische junge Leute dabei, welche von diesem Platze allein fürs Vaterland gekämpft (ein Merkblatt für die Herren Antisemiten). Sodann liegen an der westlichen Ortsgrenze idyllisch schön und vorbildlich eingerichtet und geleitet, das israel. Krankenhaus, sowie das jüdische Altersasyl „Friedrichsheim", in welchem sich auch eine rüstige Frau von 101 Jahren befindet, deren Geistesfrische zn bewundern ist. Möge nun Gailingen den echt jüdischen Charakter des Khillolebens beibehalten zur Zierde des Judentums und zur Befestigung des Wahrspruches: „Oeuulnin Inn ulnion Isroel." L. Württemberg. Bad Mergentheim. Unser tüchtiger und braver Arzt, Herr Dr. I. Kallner, hat uns zum außerordentlich großen und innigen Bedauern aller seiner zahlreichen Patienten und Bekannten verlassen, um in Spandau sich bedeutend zu verbessern. Für einen jüdischen Arzt orthodoxer Gesinnung und Lebensführung ist durch den Wegzug des ebenfalls orthodoxen genannten Herrn ein Platz frei geworden, der sehr erstrebenswert ist. Die Stadt zählt ca. 5000 Einwohner, ist Sitz des Oberamts, Amtsgerichts, Bezirkskommandos, einer Garnison, eines Progymnasiums und einer Realschule; die israel. orthodoxe Gemeinde zählt 80 Familien, ist Sitz eines Bezirksrabbinats, hat blühende Institutionen. Zu einer Praxis in Stadt und Land kommt eine schöne Praxis bei den Badegästen, die in stets steigender Anzahl das Bad frequentieren. Christen und Juden bringen einem Glaubenstreuen, sein Religionsgesetz Erfüllenden ganz besonderes Vertrauen entgegen. Belgien. Antwerpen. Vergangenen Montag veranstaltete die hiesige Ortsgruppe des „Misrachi" ihren Berichterstattungsabend. Nachdem der Präsident, Herr Rüben Cohn, die sehr zahlreich erschienenen Mitglieder und Gäste mit recht herzlichen Worten begrüßt hatte, erstattete Herr S a l y W o l f f in sehr sachlicher Weise und äußerst gediegener Form Bericht über die Verhandlungen des VI. Zionistenkongresses, soweit sie in die Interessensphäre des Misrachi reichten. Hierauf referierte Herr Rüben Cohn mit der ihm eigenen eleganten Beredsamkeit über einzelne Fragen, die in der Misrachikonferenz behandelt wurden. Beide Referenten ernteten recht lebhaften Beifall. Herr Samuel Gottdiener sprach im Namen der Versammlung den beiden Deligierten den Dank und die Anerkennung für ihre Leistungen am XI. Kongresse aus. Die Antwerpener Ortsgruppe des Misrachi ist die größte der Organisation und bildet hier das Zentrum des echt jüdischen Lebens. V. Feanlreeich. Paris. Zum Offizier der Ehrenlegion wurde ernannt Professor Adolphe Cohn von der Universität zu Columbia (New- Pork). Er ist ein Sohn des bekannten in Paris verstorbenen Philanthropen Albert Cohn. Mit der heutigen Nummer gelangt der Soeben ^Abreißkalender 5674 an alle unsere Abonnenten zum Versand. Diejenigen unserer geschätzten Abonnenten, die den Kalender nicht erhalten sollten, wollen sich gefl. an die Geschästsstelle m. DuMont Scbauberg, Stcasiburg, wenden, unter genauer Angabe ihrer Adresse. Insbesondere gilt dies für alle Postabonnenten der -Schweiz, deren Adressen uns nicht bekannt sind und an die aus postalischen Gründen nur eine Zusendung unter Streifband zulässig ist. Neuadonnenten erhalten den Kalender gratis nachgeliefert. Kurze Mitteilung unter Beifügung der Postquittung an die Geschäftsstelle von „Das Jüdische Blatt" Straßburg i. E., Thomannsgafse 19, genügt. 4. Okt. Ansbach. (Freitagabend) (Sabbatausgang) 6 U. 20 Basel . - .. 6 U. 40 Fürth. . . SU. 30 6 U. 35 Metz. . . 6 u. 00 6 U. 45 München: Synagoge Herzog-Maxstr. . . . 5 1U» 6 U. 31 „ Herzog-Rudolfstr. . . 5 XL. 3" 6 U. 30 „ Müllerstraße. . . . 5 U. 30 0 u. 30 Nürnberg: Synagoge Essenweinstraße . . . 5 u. 30 6 U. 30 Strahburg: Synagoge Kleberstaden . . . . 5 u. 30 6 U. 45 „ Kageneckerstraße . . 5 u. 40 6 U. 45 Stuttgart. . . 5 U. 30 6 U. 35 (Amtswoche: Bezirksrabb. Dr. Stößel. Jamitiennachrichlen. 18 (Mitteilungen für diese Rubrik werden --- kostenlos ausgenommen.) - — Geborene: Ein Sohn, Jos. Grumbach u. Frau Louise geb. Weil. — S. v. Dr. jur. Ringwald, Zürich. Verlobte: Selma Geismann, Basel, u. Leopold Güntzburger, Paris. Vermahlte: Nach Levy, Biel, u Leonie Bernheim, Zürich. — Sch. Pietzokowsky u. Rahel Isbitzky, Zürich.