Das jüdische Blatt
- Journal
- Das jüdische Blatt
- Volume
- IV (1913)
- Issue
- 39 (26.9.1913)
- Date
- 1913-09-26
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Das indische Klatt. 1 Nr. 39. digen und zu danken missen. Nur in einem Lande, in welchem die Juden als vollständig gleichberechtigte Bürger betrachtet und behandelt werden, können sie dem Vaterlande so treu sein und für dasselbe so heldenmütig und aufopfernd kämpfen, wie Ihr es in diesem Kriege getan habt. Aber Euer Heldenmut kann auch als Protest dienen gegen jene Lügen und Verleumdungen, welche in der letzten Zeit über Bulgarien in der europäische Presse verbreitet wurden und die Europa glauben machen wollen, daß die Bulgaren ein wildes und barbarisches Bolk sind." die Bundeslade öffnete, welche während des ganzen Gottesdienstes geöffnet blieb. Der König blieb die ganze Zeit über vor der Bundeslade stehen, und als diese geschlossen wurde, verneigte sich der König ehrfurchtsvoll vor den Thorarollen. Bei Verlassen der Synagoge dankte der König für diese schöne Loyalitätskundgebung mit herzlichen Worten. Am Abend veranstalteten die Juden einen eigenen Fackelzug. In Serres erkundigte sich der König bei der erschienenen jüdischen Deputation teilnahmsvoll über den Schaden, den bekanntlich besonders die Juden von Serres durch die bulgarischen Plündernngen erlitten haben. Der König stellte Zöglinge der Or-Thora-Tchnlc in Konstantinopel beim HandfertigkeitSniitcrricht «nntcrste Klasse) iHilfsverein der Deutschen Juden.) üllli msi . . -CT» T&s&ßmEaesssA mm®? wir* ■J3F* Ah *r?3!r - v Die Rede des Großrabbiners hat begreiflicherweise auf sämtliche Anwesende einen mächtigen Eindruck geübt, die gesamte bulgarische Presse hat sie wörtlich abgedruckt und die bulgarische Telegraphenagentur hat sich ihrer bedient, um in Europa die Beschuldigungen gegen Bulgarien zu entkräften. rlen-Giiecheriland. Der König Konstantin in der Synagoge zu Cavalla. Bei seinem Triumphzug durch die eroberten mazedonischen Städte wurden dem König Konstantin von Griechenland auch seitens der dortigen Juden Huldigungen dargebracht. Besonders feierlich gestaltete sich dieser Akt in Cavalla, wo die Iudengemeinde dem König und dem Prinzen einen überaus enthusiastischen Empfang bereitete. Der König und sein Gefolge nahmen in der dortigen Synagoge an einem Festgottesdienste teil. Der Rabbiner überreichte dem König einen silbernen Schlüssel, mit welchem dieser eine Hilfsaktion seitens des Staates in Aussicht. Der Empfang in Saloniki wurde bereits ausführlich beschrieben. Amerika. Der „Golusjude" im „Weißen hause". Das Kunstmuseum im „Weihen Hause" in Washington ist um ein Kuriosum reicher geworden, um ein Meisterstück, das uns Juden besonders interessiert. Das Kunstwerk ist jüdisch und der Künstler ist ein Jude, der russische Jude B u t e n s k. Eine Statue von ihm befindet sich bereits im Rew-Porker Kunstmuseum im Zentralpark. Auch sie stellt eine jüdische Idee dar, nämlich die messianische Idee Iesaias: Am Ende der Zeiten wird die Welt veredelt sein, die Schwerter werden in Pflugscharen und die Lanzen in Rebmesser umgeschmiedet werden, der Wolf wird beim Schafe wohnen, der Geier bei der Ziege hausen, Kuh und Bär zusammen weiden, nichts Böses, nichts Verderbliches werden