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Das jüdische Blatt · 1913-08-08 · 32 (8.8.1913) · p. Seite 10

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Journal
Das jüdische Blatt
Volume
IV (1913)
Issue
32 (8.8.1913)
Date
1913-08-08
Page
Seite 10 (sequence 10)
Language
German
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10 Das jüdische Klatt. Nr. 82. Gebeiszeilen. (Freitag- (Sabbat- (Fastenabend) ausgang) ausgang) Ansbach.7 11. oo 8 U. 20 8 U. 20 Bafel. 7 U. oo 8 u. 0.i 8 U. 3» Fürth. . . •.7 U. '5 8 U. 00 —U. - Metz.7 11. oo 8 11. oo 8 11. 40 München: Synagoge Herzog-Maxstr. 6 U. «> 8 11. i« 8 11. io „ Herzog-Rudolfstr.7 11. 15 8 U 2i -11.- „ Müllerstraße 7 U. iß 8 U 21 —11.— Nürnverg: Synagoge Essenweinstraße 7 U. >-> 8 U. 20 —U.— Strahburg: Synagoge Kleberstaden . . 7 U. °o 8 U. oo —U.— „ Kageneckerstraße 7 U. 00 8 U. —11.— Stuttgart.7 U. oo 8 U. 03 8 11. 28 (Amtswoche: Stadtrabb. Dr. Kroner, Kirchenrat.) 11 Ilarnikiennachrichten. 18 (Mitteilungen für diese Rubrik werden —— kostenlos ausgenommen.) Mii 11 Mtset-ßcke. Sendungen für diese Rubrik nur an 1 l LJ LJ Dr. Bloch-Barr erbeten. - —J l, Uisttenkaeteneiitsel. Von Madeleine, Marcel u. Lucien Weil, Rosheim. I. Moses Geraunster Luzern An welchem jüdischen Erinnerungstag hat dieser Herr Geburtstag? 2. Zahleirrmtfel. Von Norbert Lehmann, Dauendorf. 1 2 3 4 5 6 5 7 Heilige Stätte. -2168 Pflanze. — 349 4 3 Prophet. 4 5 4 5 Amalekit. König. — 5 4 3 1 Hausoogel. —- 6 4 17 Vom Wüstenwanderer ersehnter Ort. — 5 6 17 3 Ägyptische Landschaft. — 7 117 3 Deutsche Stadt. — Erste Reihe — Anfangsbuchstaben der folgenden Wörter. Geborene: Madeleine, T. v. Alfred Schwab u. Angele Wertheimer, Strahburg. — Sohn, Jmanuel Herz-Rothschtld, Luzern. — Sohn, E. Hirschberger, St. Gallen. — Tochter, Erwin Dreifus-Maier, Zürich. — Prof. Dr. Bruno Bloch-Bollag, Basel. Uerlobte: Marie Rubel, Hochspeyer, u. Julius Guggenheim, Schaffhausen. — Diane Weyl, Genf, u. Gaston Brunschwig, Basel. — Sophie Weinstein, Zürndorf u. Justin Steinberger-Colmberg. Gestorbene: Iosuö Wiener, Lehrer a. D., 72 I., Strahburg, — Fr. Isaac Gros, geb. Rosalie Meyer, 63 I., Hagenau. — Isaac Grünebaum, 71 I., Waechtersbach. — Selma Rosenthal, 29 I., Gailingen. — Daniel Kohn-Burger, 56 I., Basel. Das verlorene Jerusalem. Nach einem Fragment von S ch a l o m Asch. Verstummt waren die Väter und zitterten auf ihren Thronen. Wie ein Donner war Gottes Stimme erschallt, von einem Ende der Welt zum andern dringend, und alles in der Welt zitterte. Die Grundfesten der Erde bebten und die Himmel drohten einzustürzen. Die Vögel verkrochen sich verängstigt in ihre Nester und dumpf brüllten die Tiere des Waldes, von einem unbewußten Schrecken befallen. Das Meer stürmte und die alten Cedern in den Wäldern fielen zu Boden, als Gott mit seiner Stimme donnerte und zu den Vätern sagte: Ueber die Qualen des Körpers klaget ihr, ihr seufzet über Israels Knechtschaft; um das Sinken des geistigen Lebens trauert ihr nicht, an das Leid Gottes denkt ihr nicht? Niedergeworfen ist die göttliche Wahrheit. Abgestorben von der Welt scheint das Gottesgesetz. Gott wird vergessen, niemand weiß mehr, was seine Thora lehrt. Gehe hin, Ieremia, rufe mir den Hirten meines Volkes, meinen Genossen und Freund, Amrams Sohn. Erscheinen soll er vor mir, meine Wahrheit will ich von ihm zurückverlangen. Da antwortete Ieremia mit zitternder Stimme: Gott, ich weiß nicht, wo Mose hingekommen ist. In dein Geheimnis hast du ihn genoinmen und verhüllt ist er vor den Sterblichen. Niemand weiß, wo Mose ist. Wo soll ich ihn suchen? RütfeUofnngen aus Uv. 30. 1. S, SET, RÜBEN, SEBULUN. RUT, N. 2. BOAS, OLGA, AGAG, SAGE. Richtige RiitleUölimgerr: Gin Rätsel: Albert Fohlen, Püttlingen. — Norbert Lehmann, Dauendorf. — Madeleine Weil, Rosheim. — Helene Samuel, Neubreisach. -- Für die Obdachlosen in Preßbnrg und für das abgebrannte berühmte Kehrhans. Anonyme in Neuweiler 3 M. Aber Gott sagte: Geh' an das Ufer des Jarden und rufe in die Wellen hinein: „Mose ben Amram, du wirst voit Gott begehrt!". Dann wird er kommen. Ieremia ging wie Gott es ihm befohlen. Da stand er an des Jarden Ufer. Nacht war es. Das Wasser stürmte, seine Wellen hoben sich empor und standen aufrecht wie eine Mauer. Bis in den tiefsten Abgrund wühlte sich der Sturm und warf die Wassermauern in die von ihm erbohrte Tiefe. Und Ieremia rief in dem Dunkel der Nacht in die Wellen hinein: Mose, Mose, du wirst von Gott begehrt. Da ward es stille im Fluß. Die Wellen legten sich und über ihnen schritt Mose dahin. Jugendlich sah er aus, sein Gesicht war von tiefschwarzem Bart umrahmt, unkr die göttliche Schechina strahlte wie die Sonne aus seinem Antlitz. Wie ein Gott schritt er über den Wellen dahin, höher und breiter als alle Menschen, den Hirtenstock in der Hand, in seinen Mantel gehüllt. Dann trat er vor Ieremia hin in seiner schier göttlichen Gestalt und sprach: „Was ist geschehen? Wer ruft mich aus meiner Ruhe heraus?" Ieremia aber fürchtete sich zu sagen, was geschehen war, und er antwortete: „Ich weiß nicht, was es ist. Du bist von Gott begehrt". Da ging Mose zu seinen alten Freunden, zu der Sonne und zu den Sternen. Seit jenen 40 Tagen, wo er Gottes Gast im Himmel war, war er mit ihnen befreundet. Und

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