Das jüdische Blatt
- Journal
- Das jüdische Blatt
- Volume
- IV (1913)
- Issue
- 32 (8.8.1913)
- Date
- 1913-08-08
- Page
- Seite 9 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 32. Das jüdische Klatt 9 Gaste für die belehrenden und unterhaltenden Darbietungen zu danken, die in uneigennütziger Weise dem Verein zuteil geworden waren. Dem Wunsche, auch späterhin den gewandten Redner vor uns auftreten zu sehen, sagte Dr. Cohn in liebenswürdiger Weise nach Möglichkeit Erfüllung zu. Buchsweiler. Diese Woche verschied Abraham L e v y, 6-1 Jahre alt. Zahlreiche Freunde bewiesen der allein zurückbleibenden Witwe (die Söhne sind in der weiten Ferne) die herzliche Teilnahme, die sie an ihrem herben Verluste nehmen. Püttlingen (Lothr.). Sonntag, den 21. Juli, hielt unsere Verwaltungskommission eine Sitzung ab, in welcher über Gründung einer jüdischen Volksschule verhandelt wurde, es stellte sich heraus, daß die meisten Gegner dieses Planes sind, damit dürfte die Angelegenheit endgültig erledigt sein. J. B. Saargemünd. Vorigen Freitag erneuerte sich der Tag, an dem die Familie Michel Levy ihr Familienhaupt verlor. Die Wehmut der vier Söhne und der Mutter um den plötzlich Dahingeschiedenen war gerade noch so rege wie am ersten Tage und äußerte sich in der eindrucksvollen Familienfeier, die auf dem Friedhofe stattfand. Kaden. Aus Baden. Das Friedrichsheim, Asyl für isr. Sieche und arme Greise in Gailingen (Baden) versendet seinen Bericht pro 1912, der jüdische Wohltätigkeit im schönsten Lichte dartut. Die Zahl der Pflegebefohlenen beträgt 44, von denen nur 3 außerbadische sind. Der Voranschlag pro 1913 beläuft sich auf etwa 30 000 Jt, ein Beweis für die große Arbeit, die da geleistet wird. Am 11. April 1912 feierte die Insassin des Asyls, Esther Guggenheim aus Altdorf, ihren 100. Geburtstag. — Der Rechenschaftsbericht führt 17 500 Jt an Grundstocksabgaben auf im Berichtsjahre. An Mitgliederbeiträgen und Spenden gingen weitere 23 000 Jt ein, als Verpflegungs- und Verpfründungsbeiträge wurden 17 000 dt vereinnahmt. Das Gesamtvermögen wird mit 265 000 Jl bezeichnet. Die ganze Arbeit, die hier geleistet wurde, ist ein Kiddusch Haschern. Karlsruhe. Am 31. Juli hielt der „Verein zur Förderung des Handwerks und der technischen Berufsnrten unter den Israeliten des Großherzogtums Baden, Abteilung Karlsruhe" unter dem Vorsitz des Präsidenten Herrn Bankier Meier A. Straus, seine diesjährige Generalversammlung ab. Herr Bankier Straus erstattete den Geschäftsbericht. Hiernach hat der Verein im abgelaufenen Geschäftsjahr an Einnahmen 1425,45 eil und an Ausgaben 1214,03 dl zu verzeichnen. Die Mitgliederzahl war am 1. Juni 1913 146 mit 1044 Jt Jahresbeiträgen. Die Ausgaben überstiegen also die Eingänge an Mitgliederbeiträgen um ein beträchtliches. Infolge letztwilliger Verfügung der verstorbenen Frl. Rahel Heimerdinger fließt dem Verein ein Vermächtnis von 2000 Jt zu. Das Vereinsvermögen beträgt 10 367,08 Jt. Die Fürsorge des Vereins erstreckte sich auf 36 Personen. Ihrem Berufe nach waren dies Bierbrauer, Buchbinder, Dekorateure, Galanteriewarenarbeiter, Ingenieure, Installateure, Köche, Maler, Metzger, Modistinnen, Schneider und Schneiderinnen, Schuhmacher und Tapezierer. Der Vorstand gab jedoch seinem Bedauern darüber Ausdruck, daß bei der Berufswahl die schulentlassene Jugend den Handwerkerstand so wenig berücksichtigt. Er glaubt die Ursache hierfür teilweise in dem sich stetig vermehrenden Wegzug der jüdischen Bevölkerung vom Lande in die Stadt suchen zu müssen und weist darauf hin, daß im Hinblick auf die Ueberfüllung vieler anderer Berufszweige sich für gut ausgebildete Handwerker in einer Reihe von Gewerben sich günstige Existenzmöglichkeiten bieten. -<•- Preußen. Bad Wildlingen. Vergangene Woche wurde hier ein Kurgartenkonzert abgehalten, welches eigen zu dem Zweck veranstaltet worden ist, den Betrag dem Fond für den Synagogenneubau zuzuweisen. Wie es heißt, wird das Gotteshaus bald fertiggestellt sein. Herr Henry Meiß aus Ingweiler, wohnhaft in Cincinatti, der alljährlich in Wildungen zur Kur weilt, hat für den gleichen Zweck 500 Jt gespendet. 4. B. Frankreich. Orleans. — La communaute israelite d’Orleans vient de perdre son pieux et venere chef spirituel, Adolphe Xeviasky S'q, decede subitement le 11 juillet dernier, a peine age de soixante ans, dans la plenitude de son activite, physique et intellectuelle. L’important Service que le defunt a rendu au Judai'sme universel, en donnant une banne traduction francaise du ny-i rniv vierite d’etre Signale dans ce journal. Le Ybreh I) e a h iravait jusqivalors ete traduit dans aucune langue. Aussi nos ennemis, meconnaissant la purete de notre doctrine, sont-ils bien souvent alles chercber des armes empoisonnees dans ces längs chapitres, qui traitont des rapports entre Israelites et idolatres, du pret a intöret, de la purete des feinnies. 11 existait, il est vrai, un Ybreh Deah en jargon judeo-allemand; mais le jargon manque de mots abstraits, et se voit oblige dans la plupart des cas de reproduire ces mots dans la langue meine du texte. Une pareille oeuvre merite-t-elle le nom de traduction? Peut-elle seulement etre presentee au monde savant? La traduction francaise, a laquelle feu Yeviasky a consacre les seize dernieres annees de sa noble existence, est falte pour lütter contre la calomnie et rignorance; claire, litterale, bien commentee, eile demeurera comme un monnment a la gloire de la doctrine juive. Si la inort prbmaturee de celui qui fut notre meilleur ami laisse Louivre inachevbe, du moins le plus important, le plus difficile. est-il fait (les deux premieres tiers du Ybreh D b fi h). Adolphe Xeviasky Vf a donne le bei exemple d’un travail acharne et desinteresse j-j”)in V'”Linble souvenir de ce juste seit beni! 'Dri'2JI}'2>'Yn Commandant A. Lipman. m Wochenkalender. 1913 5673 Sabbat Sonntag Montag Dienstag Mittwoch Donnerst Freitag 9. August 10. „ 11. „ 12. ,. 13. „ 14. .. 15. „ 6. Av. 7. „ 8. „ 9 „ 10. „ 11. „ 12. „ yd .prn -anin