Das jüdische Blatt
- Journal
- Das jüdische Blatt
- Volume
- IV (1913)
- Issue
- 28 (11.7.1913)
- Date
- 1913-07-11
- Page
- Seite 9 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 28. Das jüdische Klott. y Professor Enderlen das Blut abzapfen, das dem Soldaten infiziert wurde. Der Soldat befindet sich auf dem Wege der Besserung. — Wie in letzter Stunde gemeldet wird, hat die rühmliche Opserwilligkeit dem Soldaten Frankfurter doch die Rettung nicht bringen können. Derselbe ist feiner Krankheit erlegen. Kaden. Jttlingen. Am letzten Sonntag bewegte sich ein imposanter Leichenzug durch unfern Ort. Galt es doch, Herrn Gabriel Karlsruher die letzte Ehre zu erweisen. Herr Karlsruher, der ein Alter von 73 Jahren erreichte, war Seniorchef der großen Eetreidefirma Gabriel Karlsruher in Mannheim und Jttlingen. Wie er als Kaufmann sich durch Fleiß, Ehrlichkeit und Redlichkeit auszeichnete, so war er als Jude immer einer der ersten, wo es galt, jüdische Interessen zu fördern. Dies wurde denn auch am Neujahr 1913 dadurch anerkannt, daß ihm vom Großherzog Friedrich II. eine hohe Auszeichnung zuteil ward. Möge ihm die Erde leicht sein! —c — Mannheim. Der Landesverein zur Erziehung israelitischer Waisen im Grohherzogtum Baden kann in diesem Jahre auf sein 25 jähriges Bestehen zurückblicken. Im Oktober 1887 erschien ein Aufruf, welcher zur Gründung eines allgemeinen, der Waisenfürsorge sich hingebenden Vereines aufforderte. Er ging von dem Rabbinat Dr. Josef Eschelbacher und dem Synagogenrat in Bruchsal aus und war für Baden bestimmt. In der Zeitschrift des Großherzogl. Oberrats der badischen Israeliten erschien alsbaldigst eine warme Empfehlung des Unternehmens. Auf Pfingsten 1888 bat der Ausschuß um eine erste Zusammenkunft in Karlsruhe, wo es schon gleich zur definitiven Gründung kam. Die Mittel flössen reichlich, vom In- und Auslande trafen Spenden ein. So war es möglich, in den ersten 10 Jahren die Fürsorge auf 169 Kinder und in den 25 Jahren auf etwa 415 Kinder übertragen zu können; sie alle waren in Familien untergebracht, von der Errichtung eines Waisenhauses konnte Abstand genommen werden. Im ganzen konnte der Vorstand in den 25 Jahren Jl 292 417,— ausgeben, wahrlich ein schöner Beweis sozialer Fürsorge. Das Vereinsvermögen beträgt zurzeit ca. Jl 290 000,—. Anläßlich dieses Jubiläums erscheint eine kleine Broschüre, im Auftrag des Vereinsvorstandes dargestellt von dem derzeitigen Rabbiner Dr. S. Grzymisch in Bruchsal, geschmückt mit den Bildnissen des Anregers, Dr. Josef Eschelbacher, derzeit Rabbiner in Berlin, und dem jetzigen Vorsitzenden, Herrn Stadtrat Louis Marx in Bruchsal. Frankreich. Paris. Die französische Rabbinerversammlung, die vorige Woche stattgefunden hat, wurde eröffnet durch eine Begrüßungsrede seitens des Vorsitzenden, Herrn Alfred Levy, Oberrabbiner von Frankreich, der dabei der im Laufe des Jahres verstorbenen Kollegen gedachte. Nach Verlesung des Protokolls wurde in die Tagesordnung eingetreten, die besonders folgende Punkte enthielt: Geeignete Maßregeln für Besserung der Beobachtung des Sabbats und des religiösen Unterrichts. Nach längerer Diskussion, die zu keinem Ergebnis führte, wurde zur genauem Prüfung der Angelegenheit eine Kommission ernannt. Nachdem auch die Neuwahl zweier Vorstandsmitglieder ergebnislos verlausen, wurde die Wahl vertagt und die Versammlung, die zwei Tage gedauert, geschlossen. -^- Für die Obdachlosen in Pretzburg nnd für das abgebrannte berühmte Kehrhans. Ungenannt Ingweiler 5 M. - S. Levy, Forbach 5 M. — Anonyme Metz 3 M. für Ieschiwa. - Fr. Wwe. Alexandre Wildenstein, Fegersheim 10 M. — Jules Wildenstein, Fegersheim 5 M. — Anonyme 2Ü. - Sammlung in Bollweiler dnrch H. Rabb. Dr. I. Weil 45 M. und zwar: Grumbach Salomon 6 M.; Grumbach Nephtalie 1 M.; Grumbach Isaac Leopold 5 M.; Grumbach Jules 5 M; Grumbach Joseph 3 M.; N. N. 5 M.; Grumbach Theodore 1 M.; N. N. 5 M.; Grumbach Fernand bis 2 M.; Grumbach Isidore 3 M.; N. N. 2 M.; Grumbach Henri 1 M.; Weill Eugene 3 M.; Hauler H. 1 M.; Wurmser N. 1 M.; Wwe. Aron Levy 0.50 M.; Sleinhardt 0.50 M. — R. in L. 10 M. — Aus Gemeinde Ansbach 52.50 M. — Aus Gemeinde Ansbach 50 M. — CH. K. Ansbach 10 M. — Aus Windsbach durch Herrn Lehrer Hubert 60 M. Wochenkalender. 1913 5673 Sabbat 12. Juli 7.Tammus 'n p>D -pbD Sonntag 13. „ 8. „ Montag 14. „ 9. „ Dienstag 15. „ 10. „ Mittwoch 16. „ 11. „ Donnerst. 17. .. 12. „ Freitag 18. „ 13. „ Gebelszeilen. (Freitagabend) (Sabbatausgang Ansbach. . 7 U. is 9 U. io Basel - -. 9 U. 16 Fürth. . 7 U. 30 9 U. is Wetz. . . 7 U. »0 9 U. so München: Synagoge Herzog-Maxstr. . . 6 U. 45 8 U. ss „ Herzog-Rudolfstr. . 7 U. is 9 U. 02 „ Müllerstraße. . . 7 U. is 9 U. 62 Nürnberg: Synagoge Essenweinstraße . 7 U. so 9 U. 12 Htratzburg: Synagoge Kleberstaden . . . 7 U. oo 9 U. io „ Kageneckerstraße . 7 U. 30 9 U. 20 Sknttgart . . . .. 9 U. is (Amtswoche: Bezirksrabb. Dr. Stößel.) Jamikiennachrichlen. (Mitteilungen für diese Rubrik werden ——— kostenlos ausgenommen.) — Geborene: Edgar, S. v. Jules Bollack u. Ieanne Levy, Straßburg. Verlobte: Frida Weil, Amsterdam, u. Richard Lippmann, Straßburg (aufgeb.). — Rosalie Weill u. Jacob Heppenheimer, Straßburg (aufgeb.). — Ieanne Billard,, Mülhausen, u. Jules Levy, Regisheim. — Alice Guggenheim, Basel, u. Dr. Eugen Kaufmann, Frankfurt a M. — Hermine Rieser, Laupheim, u. Benno Maier, München (Fischach). — Marcelle Klein u. Armand Bloch,,Finstingen. Vermählte: Kantor Levy, Chllteau-Salins, u. Henriette Weill, Biesheim. — Jules Cahn, Westhofen, u. Marie Guthmann, Wittersheim. — Max Nachmann u. Erna Marx, Straßburg. In Paris: Jacob Wolfsohn u. Renäe Risansky. — Marcel Lazard u. Marthe Rollmann. — Albert Bernard u. Berthe Salomon. — Victor Schwenk u. Gertruds Luttermersk. — Daniel Koudich u. Edmee Lehmann. — Marcel Marx u. Renöe L^vy. — Samuel Loketz