Das jüdische Blatt
- Journal
- Das jüdische Blatt
- Volume
- IV (1913)
- Issue
- 16/17 (18.4.1913)
- Date
- 1913-04-18
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 95% known words query
- IRI
…/9052070-9096771-9052353--0291-9052358- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
/ .tyrii Ur dlk3“! '"uvrnr. «»«wilstaS'i ij bxchs iülin, i('J*: ^er 3«ntrQ[Dcrein 895“"3;t""ä» % ^urid,e bekennen imP, ty'Hm werdend ' emer Erklärung jy. n von unfern MW bürgerlichen Pflicht-, latigung dieser n die deutsche Judckx soden des deutschen?sr n deutscher Kultur r > unserer geschichtliche Soweit der deutsches en Juden des Ostens er den Stolz des Juden c i heben, ist er uns M aber, der ein deckt i des fremden ©irtswft Men wir uns trenne. Ne wurde die Erklm erstattete der TM r. Holländer lBerlinj dr eifriger organifaM xrschwundenen Mt Rabbiner Dr. chtens gegen benS folgten hierauf 6t mehrere innere im Juden. mwi 26 000 «d statt r wies "'‘'TbaSP**’ ' Üso datz 1^ Jer . ***££* linBirfunsJJ« lslands. auchJ Aktion ^jeber Bk ,en url(erbnlt t Bsoett'n n"' Nr. 1 (>l 17. Das jüdische Klatt 5 unterstützt in Galizien, Bulgarieir und Rumänien, der bisherigen europäischer: und asiatischen Türkei an umfangreiches Schulwerk. Gegen 700 Zöglinge wurden unterrichtet. Eine verheißungsvolle Schöpfung des Hilfsvereins in Palästina ist das auf dessen Initiative in Haifa errichtete ..Jüdische Institut für technische Erziehung in Palästina". Das Technikum, das einem besonderen Kuratorium untersteht, in dem der Hilfsverein entsprechend vertreten ist, soll bereits im April 1914 eröffnet werden. Die Mittelschule des Technikums, die inzwischen vom Hilfsverein geleitet wird, ist bereits im Rohbau vollendet, das Technikum selbst ist bis zum zweiten Stockwerk fertig und wird binnen kurzem unter Dach kommen. Gelernte Arbeiter und Ingenieure, die in dem jüdischen Institut für technische Erziehung ausgebildet werden sollen, sind in der Türkei sehr gesucht und werden hoch bezahlt, da das Land sich der Kulturentnncklung immer mehr erschließt. Das abgelaufene Jahr war für die Juden, namentlich in: Osten, ein Katastrophenjahr. Zuerst sind in Marokko durch die Ausplünderung des Judenviertels in Fez viele geschädigt worden. Dann kam das Erdbeben im Marmarameer und schließlich als größtes Unglück der Krieg zwischen den Balkanstaaten und der Türkei. Auf Anregung des Hilfsvereins haben sich sofort alle jüdischen Hilfsgesellschaften zusammengetan und ein Komitee in Brüssel gebildet, um die notleidenden Juden auf dem Balkan zu unterstützen. Dann wies der Berichterstatter auf die fortgesetzten Bedrohungen der Juden in Rußland hin, wo im verflossenen Jahr wieder zahlreiche Judenausweisungen, namentlich in Südrußland, stattgefunden haben. Das Hilfswerk für Rußland und die Auswanderungen ausgewiesener Juden aus Rußland erforderte im verflossenen Jahre 215 000 AL. Der Hilfsverein hat bei der Notlage der Juden in Rußland die Auswanderung der jüdischen Bevölkerung unterstützt und infolgedessen ist die Auswanderung aus Rußland wieder wesentlich gestiegen. 70 Prozent der gesamten jüdischen Auswanderer stammen aus Rußland. Der größte Teil davon ist nach Amerika gegangen. Das Komitee des Hilfsvereins hatte 17 762 Auswanderer abzufertigen. Die Gesamtausgabe des Hilfsvereins erhöhte sich bis zum 1. April d. I. infolge des Balkanhilfswerkes auf 900 000 Ai. Sodann teilte Dr. Paul Nathan, der für den Hilfsverein das Kriegsgebiet bereiste, seine Eindrücke während seiner Reise im Orient mit. Er ererzählte dabei, daß der bulgarische Ministerpräsident Geschow der Kommission zugesagt habe, daß die Gleichberechtigung der Juden von der bulgarischen Regierung durchgeführt werden würde. Die bulgarische Regierung werde dafür sorgen, daß die Juden die Möglichkeit hätten, sich auf dem Balkan wieder wirtschaftlich zu heben. Der Vorsitzende verliest ein am Tage der Generalversammlung eingetroffenes Telegramm aus Adrianopel, wonach dort die Verteilung großer Mengen Lebensmittel stattgesunden haben und ferner einen Auszug aus dem Bericht der beiden Krankenschwestern, aus dem hervorgeht, wie verängstigt die Bevölkerung noch nach den schrecklichen ausgestandenen Qualen der langen Belagerung ist, so daß sie sich noch nicht aus den Häusern herauswagt, wie furchtbar die Entbehrungen sie mitgenommen haben, und welche Fürsorge die Ausgehungerten und dadurch schwach und hinfällig Gewordenen bedürfen. Bisher sind 40 000 Frcs. für das Hilfswerk ausgegeben. Die Wiederherstellung der zerstörten Existenzen stellt aber noch höhere Anforderungen. In dieser Richtung hat die Kommission der „Assodations jiiives" die Errichtung von Leihkassen ins Auge gefaßt und es steht zu hoffen, daß die „Jca" ihre Hilfe dazu leiht. Für Palästina ist ein Gesundheitskomitee zur Schaffung sanitärer Einrichtungen und Bekämpfung der dort herrschenden Epidemien von dem Hilfsverein errichtet worden. An Stiftungen sind dem Hilfsverein u. a. zugeflossen von dem Ehepaar Betty und Oskar Tietz 125 000 Ai, von H. Fainberg Irkutsk 50 000 Frs. zum Bau eines Mädchenheims auf dem Lande, von H. Gotz-Moskau 50 000 Frs. für den Vau eines Rabbinerseminars,- von Dr. I. Simon selbst 100 000.il. Der Generalversammlung ging eine Sitzung des Zentralkomitees voraus, zu der zahlreiche Delegierte nicht nur aus Berlin, sondern aus allen Teilen des Reiches erschienen waren. In der Zentralkomiteesitzung wurden in das Zentralkomitee kooptiert die Herren Moritz Jakobsohn - Lüneburg, Georg Tietz - Berlin, Landrabbiner Dr. Hoffmann- Emden. Frankfurt. Der Israelitische Stelle nvermittlungs - und Versicherungs-Verein (fQ*£? 'H2&') gibt seinen 14. Rechenschaftsbericht (die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 1912 umfassend) heraus: Die Stellenvermittlung hat mit befriedigendem Erfolg gearbeitet, und die Versicherungskasse wurde nur mäßig in Anspruch genommen. Die Beiträge außerordentlicher Mitglieder haben sich gesteigert. Das Vereinsvermögen beträgt Ende 1912 32 979,49 Ai gegen 33 144,50 dt am Ende 1911. Dieser Rückgang erklärt sich durch eine Abschreibung infolge der Privatversicherung. Die Versicherungskasse zahlte 526 dl an 7 Mitglieder aus. Die Gesamtsumme der Entschädigungen an Stellenlose seit Bestehen des Vereins beträgt 18 055,53 dl. — Durch die Stellen-Vermittl u n g hat (einschließlich der gleichartigen angeschlossenen Vereine in Berlin, Breslau und Hamburg) der Verein 195 Stellen besetzt, was ca. 45 % der Bewerbungen (442) ausmacht. Angesichts der erschwerten Verhältnisse ist dieses Resultat als günstig zu bezeichnen, da die großen allgemeinen kaufmännischen Stellenvermittlungen nur 38 % ihrer Bewerbungen unterbringen. In der Zentralisierung der kaufmännischen Stellenvermittlung für die sabbathaltenden Kreise erblickt der Bericht eine wertvolle Errungenschaft, die aufrecht erhalten zu werden verdient. Zu der dem Bundesrat z. Zt. vorliegenden Novelle zur Gewerbeordnung ist vom Verein eine Eingabe gemacht worden, die die Interessen der sabbattreuen Handlungsgehilfen vertritt. Nach einem warmen Nachruf auf den eben Heimgegangenen Herrn Kommerzienrat L o u i s F e i st, der sich auch hier mit Rat und Tat bewährt hat, folgen dann noch die Mitteilungen über die Veränderungen im Vorstand und Verwaltungsrat. Stuttgart. Die kürzlich gebrachte Notiz von der Verlegung des Rabbinatssitzes Braunsbach nach Schwäb. Hall bedarf noch eines Kommentars. Die Behörde hat eine Reihe von Veränderungen in der Einteilung der Rabbinatsbezirke vorgesehen, die zum Teil deshalb notwendig erschienen, weil die Seelenzahl in den Landgemeinden infolge der Landflucht in rapidem Abnehmen begriffen ist, zum Teil deshalb, weil das eine oder andere Rabbinat, dessen Sprengel infolge der Auslösung von Gemeinden zusammengeschrumpft ist, aufgehoben werden soll: die noch bestehenden Kehillos werden dann anderen Bezirken zugeteilt. Da durch diese Maßnahme der Bezirk weitläufiger wird, wird die Verlegung des Rabbinatssitzes in eine möglichst zentral gelegene Gemeinde, deren statistische Ziffern eine Entwicklung nach oben ausweisen, für zweckmäßig erachtet. Für den Sitz des bisherigen