Das jüdische Blatt
- Journal
- Das jüdische Blatt
- Volume
- IV (1913)
- Issue
- 15 (11.4.1913)
- Date
- 1913-04-11
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Das jüdische Klatt. 7 )i-re >ohr :> lloit. SoIiK,, 5°"L tffn- Als sie 1Urf/,d)f Aach ' dem, "'deke '"b söge,, \a wiorif am ö( altcn- Das 'K ^hlreid beieitigl we flQnfdjf 2Irtj ^olg. Unter - 'chon A ichweiien ( n richtigen Ortgei^ rl,d) Zu sein, die kt bringen. DasM Ik und dann von M keil gerichtet; nun m n M'schon noch eil; los ging der Lchußlk ldung des türkischen K en Soldaten in derIK ot. tungen war Mischon ik mando „Vorwärts" tid aus eigene Faust m m: er bestieg die Sri laut: „Hurra! ff: eraden waren hotii K seinem Bataillon!w schlagen, wurde ®i eutnant Prämie ausgezeichiul rall bekannt, und * •mer Sympathie eff ii, besonders unter ier »er Held des Tage«. w orden. I»01 Nr. lö. Wahl sind nunmehr gekommen die Herren Kantoren Weilt- Winzenheim (geb. in Biesheim); W o l f f - Saarunion (geb. in Zabern); Wolfs-Dijon (geb. in Gebweiler) und Wormser- Müllheim (geb. in Grussenheim). Diese vier Bewerber werden noch einen Probevortrag an einem Sabbat halten müssen. Hagenau. In ihrer am letzten Samstagmorgen abgehaltenen Generalversammlung beschloß die Hevroh Am-Segoulo und die Genrilos Hasodim die vorgeschlagene Verschmelzung mit der Poolei-Zedek anzunehmen. Von nun an bestehen hier nur noch zwei Vereine und zwar die Bikur Haulim und Am-Segouloh. die jetzt beide lebensfähig sind und für die hiesigen Verhältnisse vollständig genügen. Alutzig. Der hiesige Gemeinderat hat den Beschluß gefaßt, die israelitische Elementarschule wegen geringer Schülerzahl aufzuheben. Dieser Beschluß soll sogar nach einem Gerüchte infolge Antrags des Rabbiners gefaßt worden sein. Wie wir jedoch von kompetenter Seite erfahren, ist dieses Gerücht falsch und hat der Rabbiner von der Sache überhaupt erst erfahren, als der Bürgermeister ihn von dem schon gefaßten Beschlüsse in Kenntnis setzte. Uebrigens ist, wie wir erfahren, die Aufrechterhaltung der Schule gesichert. Kayern. 7Nkt. Bechhofen. In unserer Gemeinde herrscht große Freude; es find uns vom bayrischen Staat 4000 dl zur Reparatur unserer künstlerisch einzigartigen Synagoge bewilligt worden. So können wir denn hoffen, unsere altehrwürdige Gebetsstätte im erneuten Schmuck erglänzen zu sehen. Heidenheim. In der Nacht des Purim-Festes verstarb hier Frau Therese Gutmann im Alter von 73 Jahren. Die hervorragenden Eigenschaften einer f)at die Verewigte in des Wortes schönster Bedeutung betätigt, und so war ihr Leben gut und ihr Wirken segensreich. Ein ehrendes Gedenken hat sie sich daher in den Herzen aller erworben. Preußen. Berlin. Die diesjährige Generalversainmlung des Hi lfs Vereins der Deutschen Juden findet Sonntag, den 13. April d. I. in Berlin, Logenhaus der Logen U.O.B.B., Kleiststrahe 10, vormittags 1114 Uhr, statt. Herr Dr. James Simon und Dr. Paul Nathan werden den Bericht über die Tätigkeit des Hilfsvereins im abgelaufenen Jahre erstatten. Kaden. Karlsruhe. Am vergangenen Sonntag sprach auf Veranlassung des Vereins Ehinuch Neorim im Hotel Lion in einer überaus zahlreichen Versammlung Herr Stiftsrabbiner Dr. I. Kramer von hier über: „Aus der Zeit Kaiser Konstantins". In einem etwa einstündigen Vortrag gibt Redner, der dieses rein geschichtliche Thema so interessant zu behandeln weiß, daß jeder Zuhörer mit Aufmerksamkeit seinen Ausführungen folgt, einen Ueberblick über die kirchlichen und politischen Verhältnisse zu Konstantins Zeiten. Besonders interessiere uns Juden das Konzil von Nicäa im Jahre 325, auf dem 318 Bischöfe vertreten waren. Der Kaiser präsidierte diesem Konzil selbst. Der 1. Punkt, ob der Vater dem Sohne wesensgleich oder identisch, geht uns weniger an. Dagegen der 2. Punkt, der die Festsetzung des christlichen Passahfestes — das Wort Ostern entstand später und ist heidnischen Ursprungs — will, verdiene unsere Beachtung. Der Redner macht hierüber äußerst interessante Mitteilungen. Die äußere Lebensauffassung der ersten Christen (Judenchristen) war eine durchaus jüdische; nur die dogmatische war eine andere, bis Paulus, ein zum Christentum übergetretener Jude namens Saulus, auf dem Plane erscheint und erklärt, die christliche Religion habe nichts mehr mit dem Judentums zu tun. Er wendet sich gegen die Sabbatheiligung, gegen die Beschneidung usw. Im Jahre 321 wird dann das Gesetz der Sonntagsruhe von Konstantin erlassen. Der Sonntag war damals kein christlicher Feiertag, sondern ein heidnischer, er war der „ehrwürdige Tag der Sonne" wie Konstantin ihn nennt. Dieses Gesetz war kein allgemeines Arbeitsverbot. Von einem Sonntagsruhegesetz mit einem sozialen Gedanken kann keine Rede sein. Es dürfen z. B. die Landbewohner am Sonntag ihre Felder bestellen usw. Redner schließt, indem er darauf hinweist, daß das Judentum damals an Standhaftigkeit gewonnen habe. Wirwollen es ähnlich machen, wollen auch standhaft sein und uns jederzeit unseres Judentums erinnern. Lebhafter Beifall lohnte Herrn Dr. Kramer für seinen formvollendeten Vortrag. E. ben J. Mannheim. Von einem schweren Unglück wurde die Familie des Metzgermeisters unserer orthodoxen Gemeinde heimgesucht. Herr Josef Guggenheimer, ihr Haupt, hat sich in einem plötzlichen Anfall von Geistesstörung das Leben genommen. Der Verstorbene, als einer der Tüchtigsten seines Faches bekannt, in durchaus glücklichen und guten finanziellen Verhältnissen lebend, hinterläßt außer seinem blühenden Geschäft eine junge Witwe und drei unmündige Söhne. Groß war die Anzahl guter Freunde, die dem auf so traurige Weise Verschiedenen die letzte Ehre gaben. Möge der Allmächtige und die lindernde Zeit die schweren Wunden schließen, die das traurige Ereignis bei den Hinterbliebenen geschaffen. Württemberg. Aus Württemberg. Im 6. Wahlbezirk (Horb-Buttenhausen) war die Wahl des Abgeordneten und dessen Ersatzmannes zum Weiteren Rate der Israel. Oberkirchenbehörde von der Oberkirchenbehörde für ungültig erklärt worden. Die Neuwahl war auf den 30. März angesetzt worden. Diese ergab für die Gesetzestreuen wieder das hocherfreuliche Resultat, daß ihre beiden Kandidaten, Herr Wolf Zürndorfer in Rexingen als Abgeordneter und Herr Hauptlehrer B erlin g e r in Buttenhausen, als Sieger aus der Wahl hervorgingen. Der Sieg ist um so glänzender, als er gleich im ersten Wahlgange erfolgte, während bei der Hauptwahl der Abgeordnete sich erst einer Stichwahl zu unterziehen hatte. Auch ist die Majorität, mit welcher die gesetzestreuen Kandidaten gewähltwurden, bedeutend größer als bei der ersten Wahl. Schweix. Basler Korrespondenz. Basel. Vergangenen Sonntag bereitete der Jünglingsverein „Schomrö Thora" seinen Mitgliedern und Gästen einen ganz besonderen literarischen Genuß. Es war dem Verein gelungen, in der Person des Herrn Rabbiner Dr. L. L e w e n st e i n - Zürich einen Referenten zu gewinnen, der es in seiner glänzenden Beredsamkeit verstand, einen frischen Hauch über die Dichtungen des „Heine des Mittelalters" oder des „jüdischen Voltaires", wie er genannt zu werden pflegt, zu verbreiten. Der Referent sprach über Immanuel den Salomo aus Rom (ca. 1320). Er zeigte den Zuhörern die ganze Tiefe des Gemütes und der Empfindungen Immanuels, der durch seinen kühnen Witz und seine schrankenlose Frivolität bekannt ist. Obwohl es