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Das jüdische Blatt · 1913-03-07 · 10 (7.3.1913) · p. Seite 4

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Journal
Das jüdische Blatt
Volume
IV (1913)
Issue
10 (7.3.1913)
Date
1913-03-07
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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4 Das jüdische Statt. Nr. 10. 18. Küchengarnitur in Email, Jakob Bloch, Ingweiler; 19. Salzfaß in Holz von demselben; 20. Tafelaufsatz in Metall und Glas, Frl. Loralie Lemmel, Ingweiler; 21. Messer- und Gabelkorb, Frl. Jeanne Blume, Ingweiler; 22. ein halb Dutzd. Kaffeelöffel in Alpaka, Henry Blum, Ingweiler; 23. Fruchttorb in Porzellan, Frau Mathieu Wolf; 24. eine Tortenschaufel von ders.; 25. Eierservice in Porcellan, Frl. Netter; 26. Stoff zu einer Bluse, Frau Aron Braun; 27. Standührchen mit passenden Vasen, Frau Laz. Levy; 28. Standuhr in Biskuit, Emil Bloch; 29. Kaffeeservice, Kannen, Zuckerdose und sechs Taffen v. demselben; 30. ein Lambrequin in Tuch v. demselben; 31. Gartengeräte in Schokolade, Kurt Ernst Bloch; 32. Kinderkleidchen in Cheviot v. demselben; 33. Kinderkleidchen in weißem Batist, Madeirastickerei, Frl. Anna Blum; 34. Statuett Weidmannsheil in Biskuit, Frau Benjamin Levy; 35. Wandteller Straßburger Münster, Frl. Kath. Zimmermann; 36. Gutschein für 10 Pfd. Mehl, Frau Myrtil Wolf; 37. Likörservice, Frau Lazarus Wolf; 38. ein Marktkorb von derselben; 39. ein Bonbonkörbchen in Silber mit Kristalleinlage von derselben; 40. eine Bettasche in Madeirastickerei, Frl. Felicie Wolf; 41. Obstkörbchen, versilbert mit gesticktem Deckchen, Frau Luzian Kaufmann, Lauterburg; 42. ein Marktkorb von Frau Paul Löb; 43. ein Tintenglas in Neusilber von derselben; 44. eine Schürze, Frau Wertheimer; 45. Lyonerwurst von derselben; 46. eine Teedecke Frau Bernhard Picard, Hagenau; 47. zwei Gobelins für Kissen, Frau Jenny Roos, Hagenau; 48. Erdbeerschale mit Löffel in Glas und Metall von Frau Achilles Bloch; 49. ein Brotkorb in Metall und Majolika von derselben; 50. Tintenfaß in Bronze von Jul. Abraham; 51. zwei Deckchen in Handarbeit, Frl. Lucie Braun. — Weitere Gaben nimmt dankend entgegen Frau Lehrer Wahl. Metz. Der Viehhändler-Verein für Diedenhofen und Umgegend hielt am 20. Februar im „Löwenbräu"-Metz eine Versammlung ab, die sich eines sehr regen Besuches zu erfreuen hatte. Eine ganze Anzahl neuer Mitglieder erklärte ihren Beitritt zu dem Verein, so daß die Mitgliederzahl bereits 100 beträgt. In der Versammlung fand die Wahl des Vorstands statt. 1. Vorsitzender Morse Kahn-Sierck, 2. Vorsitzender Armand Levy-Metz, Kassierer Cers Cerf-Metzerwiese, 1. Schriftführer L. Hofstein-Diedenhofen, 2. Schriftführer Lucien Worms-Tentschen, Beisitzer sind Benoit Levy- Kriechingen, Samuel Worms-Kurzel, Fonger-Metz, Sylvain Kahn-Bolchen, Ehr. Guldner-Algringen, Cerf Cerf-Königsmachern. Das Ergebnis der Wahl befriedigte allgemein, da es lauter bewährte Viehhändler sind, die den Vorstand bilden, von welchen erwartet werden kann, daß sie ihre ganze Kraft aufbieten werden, die dem Viehhandel drohenden Gefahren abzuwenden. «, J. B. Saderr. Karlsruhe. Der hiesige bekannte jüdische Philanthrop Bankier N. A. Strauß hat dem Oberbürgermeister mitgeteilt, daß er für die maschinentechnische Abteilung der Technischen Hochschule einen Betrag von 10 000 Jl zur Verfügung stelle. Mannheim. Das israelitische Schwesternheim hat im verflossenen Jahre wieder eine außerordentliche segensreiche Wirksamkeit geleistet. Es fanden bei 90 Kranken 195 Nachtwachen, 164 ganze und 6 halbe Tagespflegen, 79 Tage- und Nachtpflegen statt. Ferner wurden 2664 Ambulanzdienste bei 224 Kranken und 20 Beihilfen bei Operationen geleistet. In 62 Fällen konnte aus Mangel an Schwestern dem Verlangen nach Pflegediensten nicht entsprochen werden. Bei Ersuchen um Pflege werden zuerst die Mitglieder der jüdischen Krankenvereine berücksichtigt, der im vergangenen Jahre dafür 3600 Jl zugewiesen hat. Vielleicht beschäftigt sich der Verwaltungsrat auch mit der wiederholten Anregung aus Mitgliederkreisen, auch Schwestern für Wochenbettpflege einzustellen. Mannheim. Die vereinigte Verwaltung der israelitischen Krankenunterstützungsvereine, die sich aus dem männlichen und weiblichen Verein sowie der Verwaltungs-Bruderschaft zusammensetzt, kann im vergangenen Jahre auf eine Vermehrung der Mitgliederzahl und eine reiche Tätigkeit auf den verschiedensten Gebieten ihrer Aufgaben zurückblicken. Erfreulich ist auch die Bedenkung des Separatfonds, der die Bestimmung hat, in unverschuldete Not geratene, hier ansässige Juden zu unterstützen, während die Krankenvereine durch Arzt, Apotheke, Bäder und Badekuren ihre segensreiche Tätigkeit ausüben. An Mitgliederbeiträgen gingen 12 000 Jl und an Zinsen aus Hypotheken und Wertpapieren 26 000 Jl ein, dagegen wurden für Aerzte 5800 Jl, für Apotheke 2150 Jl, für Krankengeld 3500 ^ll, für Pflege im jüdischen Krankenhaus 400 Jl, für Bäder und Badekuren 3300 Jl ausgegeben. Dem angegliederten Separatfonds wurden von der Alliance und dem Hilfsverein Ortsgruppe Mannheim je 500 Jl und sonstige Zuweisungen von 3600 Jl aus privaten Kreisen zugewendet und konnte er den schönen Betrag von 4400 Jl an Unterstützungen, für Badekuren 735 Jl auszahlen. Der Männliche Verein gibt jedes Jahr auch 1000 Jl zur Brautausstattung. Das Vermögen des Vereins ist ein sehr schönes, seine Gründungsjahre waren eben noch ohne die großen Ansprüche der Jetztzeit. Der Männliche Verein hat ein Vermögen von 338 000 Jl, der weibliche von 260 000 Jl und die Bruderschaft von 9100 Jl, der Separatfond von 18 600 Jl. Die Mitgliederzahl beträgt zurzeit zirka 1150 Mitglieder. Der Verein hat eine Gedenktafel angelegt, in der sämtliche Spender von größeren Beträgen aufgeführt sind; sie geht bis 1773 zurück. Wie muten dem Leser da die ehrwürdigen alten jüdischen Vornamen an — mit leiser Bitterkeit wird er auch Namen finden, deren Nachkommen sich in den letzten Jahren haben taufen lassen, ja sogar Vorstandsmitglieder der „Kirchen"verwaltung find. Wenn Ihr das wüßtet, Ihr Alten! Mannheim. Bei den dieswöchentlichen Ergänzungswahlen wurden für die Restdienstzeit bis 31. Dezember a. c. gewählt: in den Schätzungsrat Kaufmann Hermann Hirsch, in die Gemeindevertretung die Herren Kaufmann und Ernst Bodenheimer und Rechtsanwalt Dr. Julius Staadecker, in den geschäftsleitenden Vorstand der Gemeindevertretung Herr Apotheker Hermann Ascher. Mannheim. Die Israelitische Kinderheilstätte in Bad Kissingen war in dem abgelaufenen Jahre von 15 Kindern aus hiesiger Stadt belegt — seit Gründung von 61 hiesigen Kindern. Mit gutem Recht kann sich daher das Mannheimer Komitee an die hiesigen Leser wenden mit dem Ersuchen, in Freud und Leid dieser edlen gemeinnützigen Institution zu denken. Im ganzen fanden 200 Kinder im Jahre 1912 Aufnahme gegen 140 im Jahre 1909; dabei müssen eine große Zahl jährlich mangels Platz und mangels Geldmittel abgewiesen werden. Die Erfolge der Aufgenommenen sind glänzend. Krank, siech und bleich ziehen die Kinder in Kissingen ein, zu neuem Leben erblüht, kehren sie in die Heimat zurück. I Möge diese Stätte weiter recht viel neu Freunde in nah und fern finden.! Muggensturm. Durch Entschließung des Großh. badischen j Staatsministeriums wurde die israelitische Religionsge-

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