Das jüdische Blatt
- Journal
- Das jüdische Blatt
- Volume
- IV (1913)
- Issue
- 9 (28.2.1913)
- Date
- 1913-02-28
- Page
- Seite 13 (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 9. 13 Das jüdische Dlatt. In Paris: Rene Dreyfus u. Alice Weihmann. — Gedalia Poudkevitch u. Chaya Maliatsky. — Leiba Merarin u. Claire Vecsler. — Bernard Levy u. Anna Picard. — Bernard Landes u. Anna Podalsky. Gestordene: Fr. Elise Hirschhorn, 67 I., Nürnberg. — Jsak Selling, Colinberg. — Simon Weihermann, Feuchtwangen. — Henri Bloch, 65 I., Straßburg. — Roger Longini, 15 I., Straßburg. — Michel Weil, Wwer. von Bauline Hemmendinger, 79 I., Schlettstadt. In Paris: Lapinski David, 22 I. — Fr. Salmon Alfred, geb. Mayer Leonie, 72 I., Menton. — Loevenstein Maurice, 71 I. — Fr. Schwartz Samuel, geb. Silbermann Mina, 87 I. — Fr. Henick Gerson, geb. Guetler Charlotte, 32 I. — Fr. Levi Elle, geb. Lövy Clarisse, 84 I. — Frl. Levy Madeleine, 12 I. — (Buerion Maurice, 2 3. — De Biedermann Eugene. 33 I. — Cahen Mayer, 90 I. — Blum Pierre, 15 I. — Soriano Halm, 45 I. — Dreyfous Samuel, 80 I. — Fr. Mayer David, geb. Aron Clara, 81 I. — Frl. Petit Mathilde, 65 I. — Mechenick Joseph, 49 I. — Licinko Henri, 38 I. — Fr. Meyer Leopold, geb. Weil Charlotte, 66 I. — Fr. Bomsel Auguste, geb. Cohen-Banderheym, 66 I. — Weil! Leon, 81 I. — Moritz Salomon, 79 I. — Bollack Rodolphe, 69 I. §1 WätsekKcke. Sendungen für diese Rubrik nur an i 1- Dr. Bloch-Barr erbeten. 1. Zickxackrii1sel. Bon Deborah Heymann, Zabern. a a b e e i k 1 n 0 r r t a a c e e i k 1 n 0 r r t a — b e e e j k m n 0 r s t a b e e h J 1 m 0 P r 8 U a b e e h k 1 m 0 1» r t w Die Buchstaben sind so zu ordnen, daß die senkrechten Reihen ergeben: 1. Blume, 2. Führer in Israel, 3. Mädchenname, 4. Schmuckgegenstand, 5. Baum, 6. Prophet, 7. König in Israel, 8. Himmelskörper, 9. Wasserfahrzeug, 10. König in Israel, 11. Maschine, 12. Komponist, 13. Ein Verwandter Jakobs. Die 13 Buchstaben in den fett umrahmten Stellen ergeben ein Sprichwort. 2. Zahlenriitsel. Von Siegfried Strauß, Heidelberg, Weberstr. 6. 1 2 3 2 4 Sohn Arons. 2 4 5 6 7 3 5 8 2 6 Tochter Jakobs. 2 6 2 4 König in Israel. 4 2 9 2 10 König in Moab. Erste Wagerechte — erste Senkrechte. Rütsellösmrgen aus Uv. 7. 1. WEISS, WEISE, WEILE, WELLE. IvELLE, KALLE. 2. Habaknk, Adar, Bern, Achas, .Kain, Nhu, Korach. Richtige Ratsellösuugeu: Albert Weil, Mittelschüler, u. Fernand Marx, Gymnasiast, Zabern. — Joseph u. Rene Dreyfuß, Westhausen. — Paul u. Alice Wolf, Barr. — Roland Levy, Zabern.. — Peter Levy, A-B-C-Schlltze. Gebweiler (O.-E.). — Alice Bloch, Höhere Töchterschule, Barr. — Lucienne u. Andr6 Weil, Hatten. — Frl. Marthe Hirtz, Scherweiler. — Cäcilie Lehmann, Dauendorf. — Georg u. Juliette Wahl, Dörnach. — Blanche u. Marcel Israel, Simone u. Andre Schweisch, Niederbronn. — Moritz Weill, Realquartaner, Barr. — Babette Weil!, Höhere Töchterschule, Ittersweiler. — Sylvain Salomon, Mittelschüler, Dettweiler. — Martin Ott, Realschüler, Buchsweiler. — Marcel Bauer, Realschüler, Romansweiler. — Marguerite Ott, Buchsmeiler. — Suzanne, Marguerite u. Rem'' Weil, Hochfelden. — Marthe u. Celine Lehmann, Pfaffenhofen. — Elvire u. Rene Levy, Hochfelde». — Deborah. u. Rachel Heymann, Zabern. Edmöe u. Fernand Levy, Jttersweiler. Martha u. Albertine Weill, Westhausen. — Blanche Lorch, Küttolsheim. — Hedwig Kaufmann, Lehrerstochter, Ellingen (Bayern). Bücheröesprechttng. Wohlgemuth, Besprechung der Richtlinien usw. Frankfurt a. M., Verlag des Israelit. 80 S. Eine schneidige Waffe im unausbleiblichen Kampfe. Tiefgründige Erwägungen und großer sittlicher Ernst. Wir verknüpfen mit dieser Kritik eine Bitte an den Verfasser. Nachdem die Nichtlinienanschauung, wie er so treffend beweist, die Gründung einer neuen Religion bedeutet, bitten wir den geschätzten Verfasser alles Ernstes, nun auch klar zu kennzeichnen, welche religiösen Maßnahmen denn nun das Judentum gegen Apostaten fordert. Denn darin erblicken wir den springenden Punkt. Der König von Juda. Eine Geschichte, die einmal wahr werden könnte. Von Benedictus Levita. Dietrichscher Verlag. Leipzig 1912. 376. S. Infolge des in Deutschland größer werdenden Antisemitismus, der sich nicht mehr bloß gegen die Juden, sondern auch gegen die Abkömmlinge schon vor Generationen getaufter Juden richtet,wird von letzteren eine heilige Schar gebildet, die hinzieht, das heilige Land der Väter wieder zu erobern. Dies gelingt. Der Führer wird zum König ausgerufen. Run aber beginnt erst recht der Kampf. Der Kampf im eigenen Lager. Den Christen jüdischer Abstammung, die nun eine jüdische Nation bilden wollen, haben sich zur Eroberung des Landes die dortigen Juden freudig angeschlossen und tapfer mitgekämpft. Doch bei der Organisation zeigt es sich, daß Ost- und Westjuden nicht zusammenpassen. Jene, vom religiösen Fanatismus geblendet, diese Anhänger einer eigenartigen Religion, frei von Dogmen und Zeremonien, der Gründer, der eigentliche Held des phantastischen Romans, ein verabschiedeter christlicher Missionar, die Erhabenheit des Leidens predigt. Die Gegensätze führen zu einem Aufstande der Ostjuden, der niedergeworfen wird. Darauf herrscht allgemeiner Friede im Lande. Apotheose des Helden. Zwischendurch eine zarte Liebesgeschichte. Das Buch, das sich leicht liest, strotzt von Voreingenommenheit gegen alles jüdisch-religiöse Wesen. Prof. D r. H e i m b e r g e r, Die Anwendbarkeit des § 18 des bayer. Religionsedikts auf die Israeliten. In den Blättern für administrative Praxis LXII, S. 326 ff. bespricht Prof. Heimberger die Entscheidung des V. G. H. in Sachen der religiösen Erziehung eines mehr als zwölfjährigen Mädchens, welches ans einer gemischten Ehe stammt. Es handelt sich um die Frage, ob die Bestimmung, daß ein Religionswechsel eines Kindes nach „Abschluß der religiösen Ausbildung" (in der christlichen Kirche Kommunion bzw. Konfirmation) bis zur erreichten bürgerlichen Volljährigkeit erfolgen kann. Der V. G. H. hatte sich auf den Standpunkt gestellt, daß dieser Paragraph auf jüdische Kinder keine Anwendung finden kann, nachdem die jüdische Religion einen stringenten Kultusakt, welcher diesen Zeitpunkt dokumentiere, nicht kenne. Heimberger konimt nun zu der entgegengesetzten Anschauung; der 8 18 wolle lediglich einen gewissen Abschluß der religiösen Ausbildung ins Auge gefaßt sehen. Er beweist diese Annahme mit den dein Religionsedikte vorausgegangenen Verhandlungen und stellt als Resultat fest, daß eine analoge Anwendung des § 18 auf israelitische Kinder wohl zulässig sei. Wir erblicken in den Ausführungen Heimbergers eine