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Das Abendland · 1867-03-07 · 5 (7.3.1867) · p. Seite 38

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Journal
Das Abendland
Volume
IV (1867)
Issue
5 (7.3.1867)
Date
1867-03-07
Page
Seite 38 (sequence 6)
Language
German
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sich diese Zusanmienziehung zweier oder mehrerer Wörter in Ein Wort auch in der talmudischen Sprache erhalten, wie z. B. spa* du /nro u. s. w. Außerdem, daß einige neuere christliche Gelehrte durch den Umstand, daß Reisende in der Gegend des Sinai und in neuester Zeit auch in Nordamerika Steine mit vor ungefähr 2000 Jahren gravierten Inschriften, wo Abkürzungen eine starke Rolle spielen, gefunden haben, in dem Glauben bestärkt werden, daß Moses die Thora in Stein oder auf Blättern von der Papyrusstaude stenografiert mit sich in der Wüste herumgeführt habe, fanden sich die ältesten jüd. Commcnlatoreu und Exegeten veranlasst zu der Erklärung, daß unter dem (Josua K. 8, 32,) die Quintessenz der Tora zu verstehen sei, nicht aber die ganze Tora, wie Jonathan meint. Denn wie hätte auch Josua den ganzen Juhalt der Tora auf 2 wenn auch immense große Steine schreiben können! Und hätten diese außerordentlich große Steine wirklich die ganze Tora fassen können, wie konnten sie ohne Machinen aufgestellt werden? Dahermeinen Saadja, Kimchi und Iben Esra, Josua habe nur das wichtigste, wie es auch Landau, (siche seinen Comeutar daselbst) übersetzt und erklärt, Ralbag ist der Ansicht, nur die dort gesprochenen Segen- und Fluchsprüche seien verzeichnet worden und Abarbanel versteht wiederum unter njpe die in farniKl enthaltenen Zehugebote. Mag nun Mose vor seiner Uebergabe an Josua die Tora aus Bequemlichkeit für sich in irgend einer weniger Raum und Zeit erfordernden Schrift verzeichnet haben oder nicht, so viel steht fest, daß sich der Profet Jesaias der Bilderschrift bedient hat. Denn Kap. 8, 1, wird demselben befohlen, eine auf den Ueberfall des Feindes Bezug habende und sein zwar noch geheimes aber unerwartetes plötzliches Erscheinen andeutende Schrift zu verfertigen. Wenn der dort gebrauchte Ausdruck pux sjim so wie es die meisten Eommentatoren erklären, eine deutliche, leicht leserliche Schrift bedeutet, so scheint nicht nur der Ausdruck puk ßnna ein nicht geeigneter nicht vorkommender, denn in diesem Falle wäre viel besser gesagt ''S- (Deuteron. 27, 8) sondern es zeigt vielmehr, daß er auch in einer andern, nicht jedermann leserlichen Schrift oft geschrieben haben müsse. Darum erklärt Iben Esra rr>urr LNN3 mit dik mura, und ihm folgt Landau in seiner Uebersetzung mit „in B i l d e r s ch r i f t" (Siehe Commentar von Wolf Mayer zu dieser Stelle oder Landau's Der Profet lässt darum diese Geheimschrift vom Priester Uriah und dem Gelehrten Sachariah unterfertigen Vers 16 heißt es darum erklärend mipn nur bilde a b diese Propheihung, versiegle diese Lehre für meine Geweihten, nivda welches »"«h uud »bv SSaD als die Gottesgelehrteu, ,N*Nlv^> interpretieren. (S. W. Mayer's Commentar.) Der Profet rechtfertigt diese bildliche dem gemeinen Volke nicht verständliche Schrift Vers 17 damit, daß Gott, unwillig über die Störrigkeit Israels, und zum Volke nicht sprechen wollend und sein Gesicht von ihm abwendend, "m iub Tncfcn nur für die Gläubigen, Gelehrten, diese Schrift verfassen lässt. Den Gebrauch der Schnellschrift finden wir ferner Kap. 36, 3, wo erzählt wird, daß König Chiskia dem Fcldherrn des Königs von Assyrien den Eljakim, den Schloßverwalter, den Sebna, den Schreiber und Joasch den maskir, entgcgenschickte. Das tdtö ist nicht, wie die meisten Uebersetzer interpretieren ein Geschichtschreiber, einen solchen dem köuiglitichen Gesandten eutgegenzuschicken, wäre zwecklos und befremdend, aber cs ist wie viele Wörter, ans dem 8an8crit von der Wurzel 86ker stammend, ins Hebräische und dann in die romanischen Sprachen übergangen, sacre, secret, heilig, geheim uud bedeutet so viel als Gedanken - Geheim- Schuellschreiber, ähnlich unserem Sekrctair. Als der König nämlich erfuhr, daß der assyrische Gesandte m diplomatischen Angelegenheiten und zu verhandeln herangekommen sei, schickte er ihm einen Schreiber und einen Schnellschreiber oder Stenografen entgegen, welcher letztern die vom Gesandten gehaltenen Rede stenografierte und sie sodann vom mitgebrachten Schreiber in der gewöhnlichen copicreu ließ, um sie sodann dem Könige vorzulegen. Der König hatte demnach zwe? Schreiben vor sich, von denen er eines las. Mit dieser Auseinaudersetzung glaube ich das Unlogische, wider die Grammatik Verstoßende in Kap. 37,14 'ui nnBDn 'ui m beseitigt zu haben. Da nämlich beide gleichen Inhaltes waren, brauchte er nur eines zu lesen, so übersetzt auch Jonathan nnao NN rr,pi. Die Annahme, daß unter maslrir ein Chronikcuschreiber zu verstehen sei, widerruft '»tn in seiner zweiten Erklärung (i i"n> .n'pit") Daß Sebna sich als Copierer der stenografierten Skizze auf die Kunst des Stenografierens verstanden haben müsse, erhellet auch schon aus dem Umstande, daß er dem höheren Beamtcnstande angehörte. Die Agada lässt ihn hoher Priester sein. Geehrter Herr Redakteur! Mit Ihrer Auffassung, Beschränkung und Emendation der Mischna Taanit 26, 2. kann ich mich unmöglich befreunden. Vielleicht wenn Sie die Güte hätten, sich der Mühe zu unterziehen, und Ihre dießfällige Ansicht und kritische Beleuchtung in Ihrem geschätzten Blatte in extenso zu reproducircn, und den in die Wiener Mittheilungen gegebenen Artikel zu widerholen, vielleicht, daß ich daun leicht Ihre Meinung theileu uud acccptiren könnte. Diese Ihre kurze Andeutung hat diese Wirkung nicht in mir hervorgebracht und auf mich gemacht. Denn in allen Stellen wo diese Mischna genannt wird, heißt es (B. B. 121 und jer. Taan. 4.) Der jer. der mit der Bedeutung und Extension dieses Volksfestes, das seinen Boden und seine Wurzel in Palästina hatte, wohl bekannt sein musste, hätte uns gewiß hierüber nicht im dunklen, noch weniger in der Irre gelassen; er hätte uns vielmehr über den Unterschied der Volksfreude, welche nach dem Versöhnnngstage rein geistig und seelenroll, und zwischen jener des 15. Ab, welche in Tanz und Liebe austobte, belehrt. Da aber in allen Stellen steht, und nirgends eine Spur von einer Einschränkung der in Rede stehenden Volksfreude und Seelenverknüpfung vorhanden, so haben wir keinen Anhaltspunkt diese rein subjektive Kritik zu üben. Ja, ein gewisses kritisch-psychologisches Gefühl wird und muß dem Leser dieser Mischna sagen: Beide Feste, welche die Mischna als die heitersten und erheiterndsten Feste angibt, waren in ihrem Zeremoniell ganz gleich und identisch. Ein Fest der innern Befriedigung wegen erlangter Vergebung der Sünden, und ein tobendes Volksfest mit Liebesromanen hätte die Mischna nicht parallesiren, ideutificiren können. Endlich schließt ja die Mischna mit der Liebeswerbung „An seinem Hochzeitstage, das ist Matan Tora, das Schebuothfcst wäre doch gewiß da ein Fremdling, mit dem wir nicht wüssten was anzufangen, es kann da offenbar nur der Versöhnungstag gemeint sein, an welchem Tage Moses die himmlischen Tafeln dem Volke zum zweiteu Male vom Himmel brachte und übergab. Der Versöhnungstag hatte aber auch das Düstere uud Trübe der spätern Zeit damals keinesweges, was ich ja in meinem Buche S. 119 urgire, und diesen Abschnitt mit den Worten schließe: Hatte doch der König Salomo den Verlöhnungßtag als Einweihungstag für den Tempel benützt. Endlich halte ich das für plausibel, was ich S. 131 über dieses heitere Fest sage. Ist es wahr, daß Tanz und Seelenverbindung auf freier Bahn erst nach dem Fall Betars und in Folge desselben am 15. Ab eingeftthrt wurden, so scheint uns dieses Nationalsest am Versöhnnngstage primitiv und lange vorher stattgefnnden zu haben; denn eine Boraita Taanit 31, die sich im jer. mit einiger Modifikation befindet, berichtet, das Ausleihen der weißen Gewänder war auch demokratisch, ohne Unterschied des Priester - und Königstandes. König und die Pricsterrangordnung hörten aber mit dem Sturze des Tempels auf, mithin muß dieses Darlehngeschäft früher, und zwar am Versöhnungstage stattgefunden haben. Dr. M. Duschak. 7 In Nr.' resanten scheu Cullus nW w.,t »Ähr«, Bi» Pf* Gestatten man zn , ja fW I" und beyen 3K3 VB, wenn Tracht, die an da das Träger wenn Verhältnis ungefähr gmemii sentanz ü Obtnar neu sic düng e lich ent senhaus besonde liehen i hend a; T. j und Ort, noch nan f 1 , “9 des i|rQ : i

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