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Das Abendland · 1866-09-20 · 18 (20.9.1866) · p. Seite 141

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Journal
Das Abendland
Volume
III (1866)
Issue
18 (20.9.1866)
Date
1866-09-20
Page
Seite 141 (sequence 5)
Language
German
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«1?»*« S!.>« Abi. Gliche?QU|b% Jahre«. *) 3ler Theilen der Crn.e°^ Jorc e' cm *m mm von fei* ^Pfnrt 1691 erschien, wie der Asches de- ^crn'» tt besaß tnelnb OseHbas Ribbinatv«- mgchihrten Zitate m vielen dort :!e avfiihrt. zn erbeiden G-wkinden (eine Biogrch still Theil derselben, n uns weldet: sondern auch au» Ha-Eser Äap. 3t ti ns» t]ia i"» chkmasl und Hil. lvastädten Hamburg und worden sind. Nach >lman Neumark auch Jahre 1870, und oben erwähnten Me> ade, welches er sehr MM TCSbl) ffö' w Ewni nxo Schwiegervaters Mitankheit nicht nur die »ortugiesische Gemeinde vier Gemeinden vorhin 1171 'dl'1 A auch Zebi 14. sischkenasr das' irde ihm in Folge einer und durch Ausstellung aß Hirsch überhaupt . Hiermit wäre die seiner Biograsie de« leinde zu Waudsbeik at sich angeschlosien erste gewesen wäre, den sei, ju berichtigm. Salomou Mirele» bekamtlich erst «•* — 141 — schöpferisch. Stets dem Erschwerenden sich hinneigend erwirbt sich dessen Werk eine allgemeine Beliebtheit bei seinen Meinungsgenossen, die wie er das "Di Tönen Sei so sehr huldigten. Der einzige Chiskija da Silva ausgenommen nahm sich heraus dessen Werk hart anzugreifen. „Dies Machwerk Bet. Hil., meint er, kann fast bei Seite gelegt werden und enthält so einfaches und Bekanntes, daß es nicderzuschreiben nicht.nöthig war; der übrige Theil aber Neues enthaltend ist fast durchweg unrichtig" njn mv rr>nn. dö ®* *2t 'D pro* öntsjip (Vgl. auch Frankel in s. Biogr. des Hil. a. a. O.) Von seiner Familie kennen wir nur seinen gelehrten Sohn Mose, der Rabb. in Kempen gewesen, und Hagahot zu dem bereits oben erwähnten Bet. Hil. schrieb. Die Bemerkung des Herrn Dr. Fränkl in seiner Lebensbeschreib. Hillels a. a. O. „daß dieser (Hil.) den Rabb. Esraim Kotzen zu Ofen, wenn auch nur dem Namen nach kennt, nicht aber dessen Werk ono« w„ ist unseres Erachtens die des erstem nicht richtig, die des letzteren überflüssig. Warum sollten Männer, die fast in einem Jahre und in einem Orte geboren und erzogen sich nicht kennen? besonderers da letzterer zwei Drittheile seines Lebens in seiner Geburtsstadt Wilna als TD fungirte; und elfterer nach Hr, Fränkels eigene Angabe — und wie es auch aus seinem Bet. Hil. zu ersehen ist — als Dajan in oben benannten Orte gelebt hatte? Und daß er dessen Werk G'iax nptp nicht gekannt, ist ganz einfach, da letzteres 1688 in Sulzbach also zwei Jahre vor dem Todesjahre Hil. erschien. Wenn man also einerseits den Umstand erwägt bei der weiten Entfernung des Druckortes v. Hil. Domicil — bekanntlich lebte Genannter, wie bereits erwähnt in seinen letzten Jahren in Zollkiew — anderseits bei einem Greise, der schon das 73. Jahr erreicht, sich schon wenig um neue literärische Erscheinungen gekümmert haben mochte: so ist es kein Wunder daß er das gedachte Werk ddbk nytP nicht gekannt hat. Wir verlassen unfern Hil. und führen den geehrten Lesern einen andern Rabbi vor in der Person des II. R. Ah. Samuel Koidenower unter der Chiffre (pWiö) bekannt. Dieser bei weitem produktiver nnd geistreicher als sein Gefährte und Ortsgenosse Hil. wurde ebenfalls in Wilna geboren ') Da sein Vater große Geistesgaben in ihm verspürte, ließ er ihm im Talmud und dessen einschlägigen Werken einen gründlichen Unterricht ertheilen. Nachdem er hierin bedeutende Progressen gemacht hatte, begab er sich nach Krakau um bei den dortigen Ober-Rabb. Joschua Vulgo Reb Reb Heschel 2) seine Studien zu vollenden, wo er auch unter Leitung dieses großen Rabbi, sowohl im Talmud als inderHalacha ein immenses Wissen sich erwarb. Als er von ihm die geistliche Ordination erlangt hatte, kehrte er wieder nach seiner Vaterstadt zurück, um von da aus auf irgend einem Rabbinerposten zu asperiren. Unterdeß brach die bereits gemeldete Judenverfolgung in Lithauen aus, wo unser Koidevower sammt mehren seiner Collcgen die Flucht ergreifen mußte. Nach längerem Herumirren erhielt er den Rabbinerpostcn zu Fürth, woselbst er ziemlich lange gewesen sein mußte; da einige seiner Responsen in dem Werke nw nSro aufgenvm- ') Vielleicht wurde er in Kojdenow in Lithauen geboren, wovon auch sein Beinamen herrührt, (Vgl. Fürst's Bibl. Jud.) Er selbst möchte als Kind nach Wilna gekommen sein, iund da erihier viele Jahre seine Erziehung genossen, fügte er überall seiner Unterschrift den Zusatz „aus Wilna" bei. *) Er wie seine Kollegen Hil. und Sabbatai (7'®) hatten also den oben genannten Josch'a Heschel Enkel des berühmten Joscha' Falk ben Alexander Vers, des v"öö u. a. zu ihrem Lehrer. Ob auch einer von ihnen bei Jehoschua Heschel ben Jakob gleichfalls Rabb. in Krakau und Vorgänger unsere« Heschel Unterricht genossen habe, können wir vor der Hand nicht erhärten. men, noch von 1661 sich datiren. Von da kam er nach Frkf. a. M., ^ann Krakau, Nckolsburg und endlich nach Chmelnek bei Piuczow, wo er den 19. Tamus 1676 gestorben'). (Vgl. Fürsts Bibl. Jud.) Sein Vater hieß Israel; sein Sohn war R. Zebi Hirsch Koidenower Rabb. in Frkf. a. M. und Verfasser des bekannten jüd. Bolksbnches wn Ep ein über Moral und Askese enthaltendes Werk, welches durch se.ne Popularität, wie durch Einflechtung zahlreicher Legenden und Sagen einen großen Leserkreis seiner Zeit sich erwarb. Endlich sein Schwiegersohn war Jona Nachum ben Meir Kohen Bruder des JV, und unter seinen vielen Schülern zeichnete sich Gabriel ben Juda Löw aus Krakau Rabb. zu Prag, Metz und Nikolsburg aus. Er hlnterließ der Nachwelt folgende Werke: 1. nsns "D NEIN Aum.'rkuugen und Discissionen über Seder Kodoschim in ausführlicher Weise über Chulin und Bechorat ausgenommen; erschien noch bei Lebzeiten des Verfassers in Amsterdam 1669 4). 2. SxietP nsis Deraschas über den Pentateuch, zum Theil auch in kabbalistischer Weise, herausgegeben von seinem Sohne Hirsch Koid. Frkf. a. M. 1682. Asulai spricht sich begeisternd in folgenden Worten darüber aus: "nöxn *jvtE D3 np*nn it nxvt v2»i .ö'kSsj owi„. — 3. Sxiö# nnes n'i# Rechtsgutachten über Gegenstände des Eben ha-Eier; herausgegeben ebenfalls von seinem Sohne Frkf. a. M. 1683. 4. Skiöip msan Discussive Bemerkungen über die talm. Traktate Baba Kama, Baba Mezia, Jebamot, Gittin, Ketubot und Chullin, Bemerkungen über den über die 4 Tnrim und über den x"L»inö Frkf. a. M. 1696. Die discussiven Novellas über Tur Choschen Mischpat, welche mit dem Koment. Ture Sahob gleichfalls über Choschen Mischpat v. Z. Hirsch Aschkenaii Amsterdam 1692 herausgegeben worden, sind aus dessen SxiöP msan ausgenommen. Unstreitig bleibt sein nEin nsns, das 216 Quartblätter enthält, sein Ollesä'oeuvre, wodurch er sich auch bei der talmudischen Welt einen berühmten Namen gemacht hatte. Seine Corresponden; über halachische Themata unterhielt er am meisten mit seinem Namensbruder Samuel Halewi Verf. des oben erwähnten nysi? nSro u. Rabb. zu Bamberg und Steinach. Die in dessen Werke Nr. 29, 40, 41, 42, 43, 50 und 51 sich befindenden Resp. gehören unserm Koid. Dieser war dem Samuel an Scharfsinn und Gelehrsamkeit weit überlegen, daher auch letzterer immer mit einer demüthigenden Ansprache ihm entgegenkommt, ergießt sich zuweilen in Lobeserhebungen, die oft ins Bombastische ausarten. Koid. war ein fruchtbarer Geist; erbesaß in allen Zweigen der rabbinischen Literatur große Gelehrsamkeit vSy iiexi Q"PE '"El ö'Tiö jnv iTntP sagt Emden auf ihn, und löste oft die schwierigsten religiösen Fragen mit großer Meisterschaft. Ihm galten nur der Talmud u. die DDitron als Norm, als ein unumstößliches Axiom, nur diese seien, schreibt er seinem Freunde Samuel, für jeden Decisor maßgebend; hingegen die D'mrot unzulänglich, ja unverläßlich, die durch das Gewebe ihres Pilpuls oft das Wahre verpuppten, u. förderten hierdurch nicht selten viele Verirrungen ans Tageslicht, dike nn? ,ö>Tntp nn Sie' orr noi» 'Syo tinw ne bs d ’byob E'tpnS bsn »s ,ms: spb 'Spe m 'n:n dj&*;naap nan p Mpa d s) Zemach David I. in den Snpplimenten hingegen u. ihm Asulai folgend, setzt sein Todesjahr auf 1679 (ÖM), welches der Wahrheit näher liegt; da der unbekannte Suppleant ein Zeitgenosse Koid. war. 0 Asulai (in 2'TfUn 2D) lobt es mit den Worten: sbs: na'M. ",p3! 2p und Kaid. selbst hält viele Stücke darauf 1'HSlp 1DS .TE'HEI msb isDinS dde nv: 'rr, rrs vmprw o'znp -neb Tüs.n nsia, ,j7?e,'öi ns''D non; het. sin d de ie nD*b Dism n’Ep sdhei ’Vn nny "w lniDE na?w sb schreibt er in einer seiner Resp. an Samuel Halewi, ausgenommen in dessen R. G. Nachlat Schiwah Nr. 3Y. Wir ersehen auch von dort, daß es schon 1661 zur Drucklegung bereit war.

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