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Das Abendland · 1865-10-26 · 21 (26.10.1865) · p. Seite 176

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Journal
Das Abendland
Volume
II (1865)
Issue
21 (26.10.1865)
Date
1865-10-26
Page
Seite 176 (sequence 6)
Language
German
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. (forrcfyouöciiKii. j A. ^.'nid 10. Cctp! Tic liier ftatrgcfiu^cuc Vclircvfoit* fcvnr, Ijnt au* ilircn £Y.atlin:ig:n jede pädagogi'cl'c ivvagc ausgeschlossen und sich nur ausschließlich nnt dem zu gründeiidcu UlUerstützuugSverciu für Lehrer- Witlweu uns WaE sen besaßt. Wir erlauben uns hiezu folgende Bemerkungen: Voraus gesetzt eine solche Versammlung werde bloS Tchulzwecke verfolgen, könnte sie höchstens dar- Hebräische oder den hebräischen Unterricht zum Vorwi rse ihrer Besprechung machen, denn die andern UnterrichlSgegenslände Hal en ja keinen coitj fessiouelleu Eharalter und unterrichten jüdische Lehrer ganz j so, nach demselben Plaue und »nur derselben "Aussicht wie; die uichljüdischen, höchstens mit dem kleinen Unterschiede, daß der jüdische Lehrer gewöhnlich außer von den berufenen j Drgaueu noch von einigen nicht berufenen überwacht wird. ' Also bloS der hebräische Unterricht könnte Gegenstand einer Besprechung sein. ES könnte;. B. besprochen werden, ivaS . und wie viel soll in dieser und jener Klas'e genommen iverd'en, waS ist auf diesem Gebielhe UnterrichtSgegensland für ( Kuabeu und waS für Mädchen. u. s. w. > ")!un, die H. Lehrer werden tagen, werden mit großer j Umsicht zu Werke gehen, werden gewissenhaft alle Verhält- > nijse abwägen und werden nach so und so vielen Sitzungen j einen Plan mit großer Tachkeuiiliiiß entworfen haben und nnn wird er auch der Negierung zur Genehmigung vorgelegt,! Die hohe. Negierung wird den Entwurf genehniigeu und von j nun au muß jeder jüdische Knabe in dieser Klasse so viel und in der nächsten Klasse wieder ko viel Hebräisches ler:en, die Mädchen wieder müssen so viel von der jüdischen Gej schichte wissen und diese und jene Gebetstücke übersetzen können, j sonst-Wer da aber weiß, wie weil die Ansichten der verschie- > denen Gemeinden über die Nolhwcudigkeil und Zweckmäßigj Int dieses UnterrichlSgegenslaudeo auseinander geben, wie;. : B. in der Gemeinde A. nicht nur der größte Theil der biblischen Bücher, die Grammatik, ja sogar Talmud gründlich unterrichtet wird, und nieder in der Gemeinde B. kaum hebr. Lesen und einige Avschuittc an>° dem 1. B. Bk. genommen werden, und wer cS nicht weiß, der ivcr'fc nur einen i flüchtigen Blick auf die verschiedenen Eoucursc in d.n jüd.! Blättern zur Besetzling einer Lehrcrstelle, in dem einen „sucht j die Gemeinde einen Lehrer, der tüchtig in den hebräischen > Fächern und sonst gewöhnliche Tchulbilduug besitzt" die an-! dcre Gemeinde wieder sucht einen "elwer „der außer seinen pädagogischen Zeugnissen alS Haup chullchrcr noch die Fähigkeit üat, die Gegenstände der drei Unierrealschnlen zu unterrichten. Eandidatcn, die eine oder zwei lebende T machen (Französisch! nd Englisch) sprechen, haben den Vorzug" Beide Gemeinden suchen aber nicht etwa Fachlehrer, sic sichen in j der Regel allein der Tchu.. vor oder bclominen noch einen ( Gehilfen, der wieder andere Funktionen zu versehen hat. Wer da°> Alle? mit Aufmerksamkeit beachtet, dem muß nothwendiger Weise sich die Frage ousdrängeu: Ist anznnehi inen, daß die Gemeinden mit den Beschlüßen der Lehrer zuj frieden sein werden? Wird nicht da über lästige Ucberlur- > dnng durch einn unobligalen Gegensland und dcrt wieder j liier unverzeihliche Vcrnachläßigung eines so wichtigen GegenstaudcS geklagt werden? witd der Eine nicht das Gespenst > der alten Ehedarim, wo eben nur Hebräisch mir*vrici.tcr wurde, erstehen scheu, und der "Andere ivieder das El löschen des letzten Fünkchens echten ZndcnlhinnS, das seine Dtiwe i:.d seinen Tchwerpnntl stets in der Tchulc in dem Zuaend i nnlerrichl Hane, mit einem Worte, ivird eS dem Eineil vie in viel und dcm Andern viel zu wenig sein? Werden seiner die lZ'l-nieiuden, die mit trimer Eifersucht über ihre Antonen'.ie r.'-imn!, sich von Teilen ihrer Lehrer eine solche Dctrcirung gesehen laßen? Weiden endlich die Nabbiucu, die den Unterricht in dieseni Gegcnstairdc entweder selbst ertheilen oder ihn doch wenigstens ilberwache», nicht mit "Recht behaupten, einen Plan über Religionsunterricht (und das iü doch anl Ende der in Liede slchciidc t'^cgeiisland) sei ihre Tack? Zn der That, wäre es nicht eine Anomalie, wenn das -.reeulireudc Trgau dem Gcsetzgcbelldcn oder anch nur Nechtssvrtchciidcii, der Lehrer der Tchnlbehörde die Gyruzcu ziehen sollte jitncr^alb welcher sie sich bewegen füllen? Diese Fragen dürsten vielleicht etwas znr Klärnng dcS angeregten Gegenstandes beitragen, sic dürsten einen Fingerzeig gebeil, wem eS ziikomiile, eine solche Eonferen; ciiizubcruseu nnd lver diejenigen sind, die dazu eiugeladeu werden sollen. Zn einem zweiten Arnkel werde ich mir crlanben letzteren Gedanken näher ailsziiführeu. Vrnitil 11. Dktober. Gestern haben hier die Berathungen der jüd. Lehrer Mährens nntcr Vorsitz deS k. k. TchulrathS Noivat nnd im Beisein eine? laut»cöfiirftIieben Eoiillnissärs über die Tratutcn eines UliterslützungSsondeS für jüd. Lehrerwitwen und Waisell stattgefliiidcn. Der vont Tchuldiiettor I>r. Eie-lcr aus,'LiikolSbiirg vorgelltgtc Entwürf ivlirdc ebne Debatte angenommen, und soll nnn der hohen Tkatlhaltcrci znr Genehmigung niiteihreiret 'werden. Nach diesem Ei'twnrs haben ilicht nur Wiltweil und Waisen der mit Dekret angestellten Lehrer, sonderit anch Lehrer, die dlirch Alter oder Krankheit Diciistcsuutauglich geworden, Allsprnch ans Unterstützung. AlS jährliche Einzahlnngen wlirden sengcsetzt für Lehrer ledigen T tandeS ", fl., für verheiralheie unter dem Alter von 50 Zabi cn 5 sl., über 50 Zahre 0 sl.?c. AlS prov. Eonlitc wurden gewählt die Herren Lehrer: Boildi, Eisler, Konrad, Tborowitz und Ttorch. Znm Tchlnsse der Beraihnngen svrach sieh der Herr Tchnlrath belobend über SaS Ttreven der Herreil Lehrer ans, nnd gab der Versaininlniig die Zusichcriiua, daß er den Vcrciil krüsiigst unterslützeu wolle. *) X. Lieben im Dekoder 1^65. H ochgechrter Herr Le c d a k t e n r! Die Leser ZhrcS geschätzten Blat.'cS werden gewiß mit Vergnüg"» dem nachfolgenden Berichte ihre Theiluahmc zuwendeu, iiidcm er den Beweis liefert, daß die Verdieiislc uiiserer GlaubeiiSgeiiosseu aueli bei unfern christlichen Mitbürgern Achtung und Anerkennung siudeu. Zu der hicsigcu Dnsgemcinde, bic nebenbei bemc: kl größteutlicils von Eccheu bewohnt ist, war vor einigen Me-uarcii da- Amt eines Gewerbc-Geiiosseiischaslsvolstcliers für die verei'iiteii Pfarrbczirke Vielen, Prosik lind Bolmitz erledigt. Von -k—5t >0 Biitglicderu wurde ein Ausschuß voll 5’2 Pclsoncii gewählt, inner welchen sich 4 Zsraclircu befaudeu, obgleich das uumeiischc Verhältuiß der christlnhcu iiiid jüdls>'icu ".'Mitglieder sich wie.. A> zu 1 herausstelit. Der Ausschu''. der nun zur Vorsteher wähl schritt, wählte mit großer Majorität (-.> Eummeu) einen Zudeu den Herr» Tigli'.'ind Tchöuberger von hier. Dieser wackere ".'Nanu, überzeugt, daß die Verhältnisse des Vereins, die eben nicht die güiuligsicu waren, eine Torgsall trsoidcru, die ihm seine Berufsgeschästc nicht gönne» würden, brachte beim f. t. Bezirlsamtc ein Gesuch *) Dir rrüi.hrn iiii'krr Firundc aus dcm Lchrcisiandc iÜtährenS um Mi'ldcUiinz di» vt'cnriwölitt » e5inwtt-.is. den nir mit Bcrgiiüg>» in i i'. cr Dlutt n snetnnc» wi-Urii. (5s ir.irc d: S aiiiü i>» rZiucrcü: dcr iehm. Hci'cu ollcocn zn wkinbücn, tief? bei dcr am 8. i'.’b d. ILt. in Prag slatiecinndriikn ,,'rmni!„„g dir r:n-art'c>ning \ liurS 2tüiiitü »i dnnbUen oiu.rfr ic i*>usi,-n, mir diizn «l>c»ialls cm! cmur dcii ", Muglittirn jjnvüilt haben. Ei»c btr.'.lbMie ia>-U'iirtf j bfui.il!? bnr. P .igrr ceamild dir .'irbcu criri turni. -r-ic Acd

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