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Das Abendland · 1865-06-27 · 15 (27.6.1865) · p. Seite 27

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Journal
Das Abendland
Volume
II (1865)
Issue
15 (27.6.1865)
Date
1865-06-27
Page
Seite 27 (sequence 5)
Language
German
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( Zu bcmerfcn isr ucd), daß vielleicht ein anderer Lehrerbildncr, das Interesse seiner Zöglinge iin Allgemeinen und das der Isr. insbesondere mir mehr Energie zu wahren ge- 127 — musst hätte, und dem Ansinnen des H. Sd)ulrathcö cntsd)iedcncr cntgcgcngctretcn wäre. Ein jüdischer Lehrer im Namen Vieler. fticnle und mlswiirligl Utemgketten. Prag (Statistisdies). Folgendes ist die Berechnung über die Anzahl Bekenner, welche die verschiedenen Eousessionen zählen, in der neuesten (vierten) Auflage von Kolbs Hand' buck) der Statistik. Tarnacb ergeben fid) für die Länder deS dcutsd)cu Bundesgebiets : 24,<X)4,(XX) Katholiken, 20,093,800 Protestanten. 44,100 andere Christen und 495,000 Juden, Hiervon treffe« aus die deutschen Mittel- und Kleinstaaten: 6,083000 Katholiken, 11.7538M Protestanten, 23,300 sonstige Christen und 202,000 Juden. Rechnet man dagegen Gcsammt-Scsterreich, Gesammt Preußen und Sdllcswig dazu so ist daS Vcrhültniß: 30,958,700 Katholiken, 29,044000 Protestanten. 0,506,000 anderer Christen (dabei bes. Griechen) und 1,500,«100 Juden. AuS TcmeSvar, 12. Juli. * Omne tulit punctum qui miseuit utile dulci! Tiefe weise Regel des größten römischen Ticht?rs hat den Verfasser de? neuen HauöschatzcS für Freunde der Kunst und Wissenschaft, Herrn H. I. Landau, in Plan, Riß und Ausführung seines vielbelobten Werkes treulich geleitet, und hat er hicdurd) sowohl die belobcndste Anerkennung von Seiten der Kritik, als and) den ungctheiltesten Beifall des Publikums sich erworben. In der 2 hat finden wir in diesem lilcratur- und kunstgeschichtlichcn Werke daS Heitere mit dem Crnsten, das Angenehme mit dem Nützlichen, das U ntcrhaliende mit dem Lehrreichen so innig verbunden, daß Geist und Gcmülh zugleich in schönster und bester Weise befriedigt werden. Trotz der Reichhaltigkeit des Stoffes wandeln wir durd) eine große Gallcrie vorzüglid)er Kunstgenien und hervorragender literarischer Charaktere, ohne zu ermüden indem wir bei jedem Gemälde, theilS durch das sd)öne Farbenspiel durd)leuchteudcr Seelenzüge, theils durd) das Ueberraschendc eines in sprühenden Funken fid) offenbarenden geistigen Innenlebens frifd) geweckt und von neuem ausgcmuntert werden. Taß nun aber Herr H. I. Landau nicht nur gelegentlich wohllhueude Streislid)tcr aus das Iudenthum geworfen — wo bekanntlich solche in einem Volksbuche accidcntcr cingcftrcute Anregungen oft höheren 'Nutzen gewähren, als weitläufige tendenziöse Abhandlungen -— sondern auch, in treuer Criunerung seiner in der jüdischen Literatur ruhmvoll glänzenden Familie, and) des jüdisck)cn Sä)ristthums besonders gedachte und manchem Herren auf diesem Gebiete in dem Pantheon seines Hausschatzes eilten Chrenplatz anwics, um seinen Flamen in weiteren Kreisen rühmlichst zu verbreiten lind dem großen Publicum jüdische Stirnen zu zeigen, um die der Kran; strahlender literarischer Verdienste gewunden ist, — dieses verdient unsere besondere Anerkennung und veranlaßt unö zu diesn Zeilen mit dem Wunsche, es möge jede gebildete jüdische Familie zu ihrer Belehrung | und Unterhaltung diesen Hansschatz als einen wahren Schatz! in ihr Hans ausnchmen. Pr. Moriz Hirschseld. Wir entnehmen, dem obigen Artikel der: „T eines wäre r Zeitung" Nro. 159, den 14. Juli 1805 mit dem Bewußtsein, daß derselbe unscrn verc'.'rlichcn Lcs.'rn in doppelter Beziehung angenehm sein dürste, denn erstens betrifft der Artikel ein Werk unseres vaterftädtischen Mitbürgers, des rühmlichst bekannten Schriftstellers Hcr.n H. I. Landau. Und zweitens dürste das Unheil Sr. Ehrwürden des Obcrrabbincrs Herrn Dr. M. Hirschseld in Tcmeswar, über ein bellestrisck)es Werk ein iiidjt alltägliches Interesse erwecken. * Mit vielem Vergnügen sehen wir in Prag ein Institut sich iresslich entfalten uud die schönsten Früchte tragen, und dies ist das Mnsikinstitut des Herrn D. Rubin, daS kaum ein Jahr lang bestehend, sowohl jüdische als christliche Schüler ausgenommen und hat eine PrüsnngSproduktion am 24. dieses, welcher o.-zuwohncn uns gegönnt war, recht angenehm überrascht. Knaben von nur 10 bis 14 Jahren haben reckit hübsd)e Piecen von den größten Meistern sowohl im Solo als im Znsammcnspicl präcis und meistcrhast vorgctragcn und die anwesenden Gäste und Cltcrn waren so zusriedcngestcllt, daß es selbst an Applaus nicht fehlte. Gewiß werden solche össcutlid)e Prüfungen nur baut beitragen, daß die jugcndlick)en Kräfte und der jtlgcudlid)c Euer mehr angeregt und aufgemuntcrt, and) vor schweren Stücken nid)t zurückschrecken, wenn ihnen öffentlich? Anerkennung nicht versagt wird. Unter den vorzüglichen Sd)ülern zählen wir Andreas Ezechowsky in Violinst cle, Karl Kominik in Violine, Eugen Schlesinger Violine, Gustav Hahn in Piano, Wilhelm Epstein in Piano. Nicht minder lobenswcrth ist die Thätigkeit deS Herrn Rubin in Leitung des synagogalen Gesanges an der Meisel- Synagoge wo er seit Kurzem als Cantor und Chordirigcnt angestellt ist. Wer daS Gebet in besagter Synagoge die letzten Sabbathe besucht hat, wird eS bemerkt haben, wclckien Fortschritt zum Guten der dortige Vortrag der Gebete genommen und wie der dort sungirende Chor ein Kunstinstitut zu werden verspricht. * Am 16. d. Monats verschied nack) längerem Krankenlager Herr Med. Tr. Elias Altschul, Tozent für theor. und prakt. Homöopathie an der k. k. Prager Universität, Mitglied der gelehrten (Gesellschaften zu Wien, Prag, Leipzig, Dresden, München, Haag und Brüssel, der kais. brasilianischen Akademie zu Rio de Janeiro, und Vorstand der homöop. Poliklinik, im 68. Lebensjahre. Durd) die Herausgabe mehrerer medizinischen Werke der Homöopathie, erwarb er fid) fast einen europäischen Rus, einige derselben wurden auch in fremden Sprachen übertragen. Seit dem Jahre 1863 gab er eine medizinische Monatschrist über Homöopathie, Balneotherapie und Hydropathie heraus, die allgemeine Verbreitung fand, und bis zu seinem Ableben fortgesetzt wurde. Er war auch Präsident bei der Versammlung der homöopatischcn Aerzte in Prag. Er besaß nicht nur die Kenntnis der modernen Sprachen, sondern war and) im Hebräischen und Talmndisckicn sehr bewandert. Sein Lcichcnbegängniß fand unter zahlreicher Begleitung am 18. d. Ai. Nachmittags 4 Uhr statt, unter den Anwesenden wäreauch der Rektor Magnisikns und andere Professoren der Universität. Hr. Prediger Tr. Hübsch hielt aus dem isracl. Friedhof zn Wolschan die Leichenrede, worin er die Verdienste des Verstorbenen um die Wissensä)ast besonders hcrvorhob. *) Herr Institutsdirektor I. Frei erklärt, jederzeit bereit zn sein, zum Fonde des zu erridjtcnbcn Lehrcrvcreins 30 sl. ö. W. in Baarem zu erlegen. Es wird uns freuen, mehrere foldjcr Erklärungen entgegenznuehmen und es in diesem Blatte bekannt geben zn können. — *) (D rdensve^rlei h u n g) Dem k. k. ConsnlatSarztc in Galatz Dr. A. Elbogen und dein österr. Handelsmanue IoS. Schissmann in Smyrna wurde das Ritterkreuz des Franz Josephs Srdcn verliehen. * Pr. Klempercr, Rabbiner und Prediger in Landsberg an der Wartha erwähnte in seiner letzten Scbcbnothpredigt deS verewigten Manheimcr und kam ans las Verdienst desselben um den cinsad)en Indencid in Vsterrcich, — „Gar oft", so rief der Redner, „wenn id) Einen von Euch mit vielen Formen und Formeln erst vorbcrcitcn muß ans die Ableistung eines Eides, schweift mein Blick hinüber nack) dem Lande

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