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Das Abendland · 1864-12-22 · 7 (22.12.1864) · p. Seite 62

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Journal
Das Abendland
Volume
I (1864)
Issue
7 (22.12.1864)
Date
1864-12-22
Page
Seite 62 (sequence 6)
Language
German
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G2 — manftaltcte, wobei indc Tonne auf das Wohl Sr. k. k. opost. Majcstät, seiner Minister und des ReickSraihcS, wcistenS von dem durch oraiorische Begabung und wanufüblnw n Herzen für Religion und Jubeukhum sich anSzeichnendcn Landtags Abgeordneten ic. :c. Herrn Josef W. Fiinh auSgebrachi wurden, wobei vollen Champagner Glasern die Gnade GoticS laut gepriesen wurde, daß auch isr. Bcrdicnst Anerkennung und Auszeichnung findet. Zwei Tage darauf fand eine gleich splendide Soiree bei dem Schwiegersohn Herrn Jakob Pick für alle christlichen Beamten und die Geistlichkeit statt. Rock bitte ich folgender Bemerkung in Ihrem geschätzten Blatte Raum zn gönnen. Beil Verwunderung habeich jüngst in der Beilage Rro. 1. in dcrsonst so gediegenen Abhandlung des Herrn D. Ehrmann den Satz gelesen: „Daher hat auch der Mosaismuk kein direktes Verbot gegen den Selbstmord." Der geehrte! Herr Bcriasscr scheint übersehen zu haben, daß in Genesis Kap. 9. V. 9. es ' ausdrüä.ich heißt: rtS "jN,„ wo der Talmud ausmhrlich ' erklärt, baß dieses das Verbot des CelbsimordeS ist und überj fetzt werde: „Jedoch euer Blni, woran euer Leben hangt, werde ick von euch fordern." So loniincnrirt auch v»-- zur Stelle: „Selbst wer sich erwürgt, wenn auch kein Blut von ihm wegstießt." Dann bemerkt Herr Ebrmanu ferner: „So lange patriarchalische Sillen u. s. w." weiß auch wirklich die lubli'cke Geschickte von frisrrr »•Zrzzszr erwblcu." Hier erlauben wim uns zu erinnern, daß der t-nü r Hau, unddcsienstLasieniräger,. gewir> auch ein religio'er Mr— 'r n^nrr:.r das Leben gcnomuicn. Vickö Samuel I. ^K. tzl. V. 4, 5. treuer Selbsiinord von den talmudiickcn Weifen entichuldigr. trz 2 nur—: übermäßige Angg ror den LRiß» Handlungen der racheichnaubcurrar. die ihn zu dieser Sünde bewogen baue: vide Jore c«ii L. feü i. Sonderbar erschein: uns auch die lieber,'etzung in Hiob Leu. 7 Le-r- Li •- „der Selbstmerd wäre mir lieber, als diese langsamer. Trur.-' 'd'd a.S dieses Würgen, u. f. w. da rech das reu sd"N Servil Bucküabe von sein kann, da eS tonst nick: rrrrrn 7^21mir Zcre heißen müßte p so wie ."im : ran: rrrrar. BegAsi „Selbstmord" im Satze kein bcbraiickcS Lern ~_r wes deck Jedem prima, vista ein..uck:end fehl must 5-r Lawsraber ist bi er das "L„ Z» ""NUN 72 io wie r,*.xL -~;'M rrt Ua. Ni. und heißt: Ick wü de vorzichen mich zu erwürgen: j*i:z :z ine: es u. f. w. oirncl Fürth,: f'äfcbintr in Sirctoni?. . Wmmigfaüiqes. j, Auffordcr n it g. Tic Gelegenheit, daß der i «. gcsonrmLcn Iudcnschast Böhrnens ein Bcrmegcn von s c*Ii ca 300.000 fl. zu einer gcrncinnnvigcn Stiftung zur Tispofftion fleht, wie dies im gegenwärtigen Momente j faktisch der Fall, durfte kaum cm zweites Mal mehr > wicdcrkchrcn. — Tie Frage, wie dieses Kapital am > besten und zwcckrnäfiiystcn zn verwenden sei, ist daher; von höchster Wichtigkeit und Bedeutung für uns. Indem wir also hicmit Alle, die sich berufen glauben, cinladcn, uns ihre Ansichten über diese, glücklicher Weise noch nicht definitiv geordnete Angelegenheit zur Bcröffcutlichuug in nuferem Btatre mitzuthcilcn, bcabfichtigcn wir keineswegs in die Prärogative unserer würdigen! Ncpräscntanzcn, sowohl Prags als des Landes," einzugrciscn, sondern ihnen vielmehr eine willkommene Gelegenbeit zn bieten, die in dieser Frage bei ihren (5omittcnten vor waltenden Meinungen und Wünsche kennen iu lernen. — Zur vorläufigen ^ricntirung für den milder gegenwärtigen Sachlage minder Bcrrranten werden wir selbst die Tebatte i einer der nächsten Nummern unseres Blattes mit e rer eingehenden Besprechung eröffnen. (Einen dieses Thema berührenden Artilcl bringen wir übrigens schon I heule aus der Feder eines unserer geehrten Mitarbeiter.)^ j * Herr Joics Löwy, Kaufmann und seit dem Jahre 1851 Postexpedient in Pürglitz, wurde bei der letzten Gemcindcauöschußwahl zum ersten Rath gewählt, nachdem Herr Josef Löwu bereits früher drei Jahre im Gemeiudeaussckuße war und die Gemeiudecassa geführt hatte. . * Biti für die kleinen. Herr Lehrer Pick iu Pischcky reg: in einer ' längeren Zusa.ist au uns den Gcdanlcu au, ob eS nicht angemc'sieu wäre, . die nahende El auukazcir wieder, wie vormals so schön der Gebrauch gej bsrrichl, zu einer Frcudcnzeil für unsere Jugend zu gestalten. Während beim ' Christen, meint der würdige Lehrer, die lieben Kleinen, bei jeder Gelegenheit! bedacht^ werden, schwindet auS unserer Mine immer mehr die gemiith-! liche Sure. Gerade der Jude sei eS doch, der au Anhäuglickkeit und Liebe zu den Seinen von keinem Andersgläubigen übertroffeil wird.'— Unsere Jugend wird soschrhenl zn Tage von An,'ordcrungcn behelligt, von denen die Vergangenheit keine Ahnung haue, daß man wohl mit Eifer die Gelegenheit bcrbcipehen sollte, wo ihre Fröhlichkeit zugleich eine religiöse Weihe erhielte, --ir ichlußcu uns ganz diesem Wunsche an. ÄLlcn. Am ki. d. tickt Hr. Dr. Bock aus Anregung des um die hcbr. Literatur hochverdienten Precigers Hr. Dr. Iellinek eineu geistreichen Vortrag über den Fauch veil E)ölhe iu hebräischer tldachbildnng vou Dr. Lerreris iu der hiesigen vou Dr. Ielliirek gegründeten Lehraustall für jüd. wisseu''ckaflliche Borträge. Folgendes Acsuine durfte auch iu weiteren .chreiseu von Interesse sein. Der Redner ivies nacb, daß das Iudeurbum zu allen Zeiten bestrebt! war, fremtvslkerllche Bildnnascl.mente in sich anfznnehmen und! ging sodann auf die lUndichrnng FausiS durch Dr. Lerteris über,! indem er die Sctwierig?c-::rr rwer Dmm: -Arbeit schilderte, deutele er auf die hiezu nörbigc t:z:zr~z. ^cher'nngokraü Lctlciis imb auf dcffiN dichterische LauSorr r- Gegensiaudc felbsiübergehend, gab Redner einer. T.r-er: 5::r der geisneen Bewegung der Rcformalionc-zcü und der r drhTen wurzelnden Fansisagcn^ und . der d:amo.r:'chkn Bcc-.'r.wur r Hrraur kam R-.dnrr auf die Zeit des Ben Abnjah. (dr;c: rr rarrrngrer Kürze eine lebhafte und 'chwnngvrlle Schildcrrrr rr: der bewcaren Zei:, von der Eähning der menschlichen Croäe, als das Ckrmcnrbum in die Dcligeschich.'c rx~zr. des damalige Iudenthnms gegen überwuchernder Strwrrrr' — kam ,'cdann auf der: Ben Abnsah oder A d er :i :: r - rrd gab eine gedrängte Schilderung ''eines Leben-: :rr ,7 WSa: bis :nm Erabe. ging auf. d'c Bctgk.-chr ng der beide I rre über, heb die' markantesten Stellen hervor und schloß mi: der LIr—rr: Anerkennung demMalure, der es möglich machte, daß s.:r r::~ den Gauen Deutschlands so in den Eber: u McscrrraIr.'-.erü. ::n der Donau bis' zlim Euphrar und Iarden Zeug: hr daß der südliche Geist mit dem deutschen Genius brüderlich rerrrrr durch di: Geschichte der Meuich- Heit wandelt. Pest. — Vom Musierl::::: Sh hi? mar er sind unter Mitwirkung des Seminar.Direktors chrrrrr -::bli''che Lehnücke .n ungarischer Sprache etschiencn, Re sich -ü: israelitische Volks''chulen ihrer Gentüthlichkeic wegen, nick: r wter - ie für Familien, eignen.— Parts. Ter Seine-Brsi-chr Baron Hausmann erbaut in Paris 2 prachtvolle Srnarrrrr., daran ein: inr Bananierviertel, die andere in einem Berwk: des klemer-.n Geschäfts. Tie Kosieir sind 1 Millionen Franks. Tu Hälüe in v:n den Israeliten zu bestreiten. Tie Pari''ar Gemend: harre bereits l, Millionen gezeichnet, als di: Herren r:u Rothschild und Percire vor Kurzem an der Spitze rm.:e zrblrerchen und gemtichlen Versammlung die feolenbe j 2 M>llt.ru wu Acclamarion nnrerreichnen ließen. . . Neapel. Hr. Baren Adrlr'r und Frau Barrnin Lionel v. Rothschild aus Lenden baren der bienrin isiaelirüchen Gemeinde eine jährliche Rente :rr. sisiJO Lr. -ur ih.calnmg der ewigen Lampe bestimmt, um dadurch das Gedächrniß ihrer Eltern zu ehren. — In den ersten Irrrmberragen in bier eine jüdische Schule erösrner werden. f

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