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Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress · 1923-01-01 · XIII (1923) · p. Seite 224

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Journal
Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
Volume
XIII (1923)
Date
1923-01-01
Page
Seite 224 (sequence 233)
Language
German
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IRI
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in Jerusalem und 51 Prozent in Jaffa hebräisch die Umgangssprache des Hauses ist. Die Unterrichtsmethode für die hebräische Sprache bessert sich stetig. Der Lese- und Schreib Unterricht in unseren Schulen ist nicht mechanisch, sondern er ist mit der Eigenarbeit des Schülers, mit Modellieren, Zeichnen und anderen Arbeiten verbunden. Die Bibel wird im Urtext gelesen, wenn auch mit verschiedenen Auslassungen, abgesehen von den ersten zwei Schuljahren m den allgemeinen Schulen, in denen man „Sipure Hamikra" (Erzählungen aus der Bibel) liest. Der Schüler wird zur Liebe und Hochschätzung der Heiligen Schrift erzogen. Beim Bibelunterricht wird darauf Gewicht gelegt, daß der Schüler eine ethische und nationale Erziehung sowie Kenntnisse in der jüdischen Geschichte und Palästinakunde erhält. Ein großer Fortschritt ist auch im Kechenunterricht und in praktischer Geometrie festzustellen. Der Schüler bezeichnet und vermißt Flächen, macht geometrische Figuren aus Papier und Grundrisse der Schule und Umgebung und gewöhnt sich daran, Grundrisse von Gebäuden zu zeichnen und zu lesen. Im Naturunterricht hatten wir nicht den gewünschten Erfolg. Wir haben bis heute noch nicht genügend geschulte Lehrer in diesem Fache, welche es verstehen, ihre Spezialwissenschaft mit den Kenntnissen der Natur des Landes und mit zweckmäßigem Unterricht zu vereinigen. Die Schüler veranstalten des öfteren Ausflüge, um die Umgebung kennen zu lernen. In manchen Schulen legen die Schüler Sammlungen von naturwissenschaftlichen Objekten an und fertigen selbst Geräte an, im Zusammenhang mit Physik und Chemieunterricht. Große Aufmerksamkeit schenken wir der Vervollkommnung des Zeichenunterrichts. In den unteren Klassen zeichnen die Kinder in Verbindung mit der Handarbeit oder in Verbindung mit dem Lesestoff. In den höheren Klassen wird nur nach der Natur gezeichnet. Das Zeichnen nach Kopien haben wir ganz beseitigt. Dennoch ist es uns nicht gelungen, dieses Fach auf die Höhe zu bringen, auf welcher die entwickelten Schulen in Europa stehen. Die alten Lehrer haben sich großenteils gar nicht mit Zeichnen beschäftigt. Auch die früheren Seminarabsolventen erhielten nicht die nötige Ausbildung im Zeichenunterricht, und das nötigt uns, besondere Zeichenlehrer anzustellen. Leider sind auch die Ergebnisse des Gesangsunterrichts ungenügend. Wir haben nicht genug passende Lieder und keine originellen Melodien. Die meisten Melodien sind fremden Gesängen entnommen. Immerhin konnten die Klassen unserer Schulen in Jaffa in diesem Jahre öffentliche Konzerte veranstalten, die großen Erfolg hatten. Der Werk- und Handfertigkeitsunterricht hat in unseren Schulen Aufnahme gefunden. Aber das Bestreben, diesen Gegenstand zu erweitern, scheitert an den mangelnden Mitteln, und wir müssen uns mit wenigem begnügen. Die Gartenarbeit ist in fast allen unseren Schulen eingeführt, wo es geeigneten Platz dafür gibt, besonders in den Kolonien. In einigen Schulen haben wir nicht nur Gartenarbeit, sondern auch Geflügel- und Bienenzucht eingeführt. Die Schulen der Orthodoxen, welche größtenteils noch vor einigen Jahren Talmud-Thoraschulen vom Typus dieser Institute im Ausland 224

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