Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Journal
- Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Volume
- XIII (1923)
- Date
- 1923-01-01
- Page
- Seite 223 (sequence 232)
- Language
- German
- Belongs to
- journal volume
- OCR quality
- 97% known words query
- IRI
…/9038125-9047323--0847-9047061- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Portbildung der Lehrer. Der Mangel an pädagogischen Büchern ist ein großes Hindernis für die Fortbildung der Lehrer. Im Laufe des Jahres 5682 gelang es uns, eine zentrale pädagogische Bibliothek für Lehrer einzurichten. Die Bibliothek enthält heute 2200 Bücher in verschiedenen Sprachen, darunter eine große Sammlung von Unterrichtswerken aus England, Amerika und Deutschland. Im Laufe des Jahres 5682 standen 880 Bücher im Gebrauch, die an 160 Leser abgegeben wurden. Die Lehrerorganisation gibt auf eigene BechnuDg (mit Hilfe der Zionistischen Organisation) eine pädagogische Zweimonatsschrift „Hachinuch" heraus, die sich mit theoretischen und praktischen Schulfragen beschäftigt. Zur Erörterung von Fragen der Kindergärten erscheinen die Zeitschriften „Ganenu" und die Zeitschrift „Hagina", die mit Hilfe der Kindergärtnerinnen herausgegeben werden. Wegen der geringen Mittel können diese Organe nicht pünktlich erscheinen. Schulbauten. Unsere Schulen leiden sehr durch das Fehlen geeigneter Wohnungen. Der XII. Kongreß beschloß daher, £ 15 000 für Schulbauten festzusetzen. Die neuen Stadtviertel, welche jetzt in den Städten angelegt werden, haben entsprechende Plätze für den Bau von Schulen bestimmt. „Achusath-Bajith" in Tiberias hat uns einen Platz von 12570 Quadratmeter übergeben; der Nationalfonds hat in Jerusalem einen Platz von 4500 Quadratmeter für den Bau des Gymnasiums bestimmt; unter den Plätzen der Gesellschaft ,,Geulah" in der Nähe von Tel-Awiw wurden in zentraler Lage zwei Plätze von 2400 Quadratmeter dafür bestimmt; das Stadtviertel ,,Beth-Hakerem" bei Jerusalem hat einen Platz von 5500 Quadratmeter für einen Schulbau gestiftet; ein großer Bauplatz wurde auch im Viertel „Hadar Hakarmel" in Haifa zur Verfügung gestellt. Wir haben mit den Vorbereitungsarbeiten für einen Schulbau in Tiberias begonnen und haben einen passenden Plan als Ergebnis eines Wettbewerbs für diesen Zweck erhalten. Leider konnten die nötigen Mittel nicht zur Verfügung gestellt werden, und auch die Hoffnungen, die sich an die Hinterlassenschaft des Herrn Kadourie für Schulbauten knüpften, haben sich bisher nicht erfüllt. Nach den inzwischen ausgearbeiteten Plänen würden für den Bau des Gymnasiums in Jerusalem, der Knabenschule ,,Tachkemoni" in Jaffa und der Volksschule in Tiberias bis £ 30 000 erforderlich sein. Solange die nötigen' Gebäude nicht errichtet sind, werden wir weiter große Beträge für Miete ausgeben und in ungeeigneten Gebäuden bleiben müssen. Die Arbeit in den Schulen. Alle unsere Schulen haben bedeutende Fortschritte auf dem Gebiete des Unterrichts gemacht. Langsam ist eine feste Ordnung geschaffen worden. Die Lehrer haben sich immer mehr Erfahrung in ihrer Arbeit angeeignet. Die Schule hat auf die Verbreitung der hebräischen Sprache unter der Bevölkerung starken Einfluß ausgeübt. Es wuchs die Zahl der Familien mit hebräischer Umgangssprache, und dadurch wuchs auch die Zahl der Kinder, die schon mit Kenntnis der Sprache in die Schule eintreten. Aus der Zählung, die wir veranstaltet haben, ergibt sich, daß in 48 Prozent der Schülerfamilien 223