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Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress · 1923-01-01 · XIII (1923) · p. Seite 221

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Journal
Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
Volume
XIII (1923)
Date
1923-01-01
Page
Seite 221 (sequence 230)
Language
German
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Dieser Umstand nötigt die orthodoxe Schule, die Zahl der Lehrstunden zu vermehren und die gewisser Lehrfächer zu vermindern. Das Programm der orthodoxen Schule hat aber noch keine festen Formen angenommen, und erst jetzt wird es möglich sein, auf Grund des Lehrplans der allgemeinen Schule die besonderen Lehrgegenstände für die orthodoxe Schule festzusetzen. Lehrplan der höheren Schulen. Die diesbezüglichen Arbeiten sind noch nicht abgeschlossen. Infolge der gegenwärtigen Lage trat eine Unterbrechung der Arbeit ein. Das Gymnasium in Jaffa hat einen Unterrichtsplan für die zwei in der Anstalt bestehenden Richtungen — die literarische und die reale Abteilung — herausgegeben. In Verbindung mit dem Programm wurde die Frage der Erneuerung des Lateinunterrichts am Gymnasium aufgerollt. Dieser Unterricht, welcher an den Gymnasien in Jaffa und Jerusalem vor dem Kriege eingeführt war, wurde dann abgebrochen infolge unseres Bestrebens, unsere Schüler für die Arbeit im Lande vorzubereiten. Da wir aber keineswegs die Absichten eines Teiles unserer Absolventen außer Acht lassen können, welche ihre Studien im Ausland fortsetzen wollen, und da wir die Forderungen der Universitäten im Ausland bezüglich der lateinischen Sprache berücksichtigten müssen, hielten wir es für nötig, den Unterricht der lateinischen Sprache am Jaffaer Gymnasium fakultativ wieder einzuführen. Frage der Seminarien. Es existieren 3 Lehrerbildungsanstalten: eine Schule für Lehrerinnen und Kindergärtnerinnen in Jaffa, eine allgemeine Schule für Lehrer und eine Anstalt für orthodoxe Lehrer — beide in Jerusalem. Aus prinzipiellen und finanziellen Gründen wurden Änderungen in diesen Anstalten erwogen. Es gab zwei Vorschläge : a) die Zahl dieser Institute durch Vereinigung zweier Anstalten zu verringern: allgemeines Lehrerseminar mit Lehrerinnenschule in Jaffa, oder allgemeines Seminar mit Seminar der Orthodoxen; b) die Anstalten auf 3 obere Klassen zu beschränken (Fachklassen), an Stelle der jetzt bestehenden 5 Klassen. Die Frage der Vereinigung stößt auf eine Schwierigkeit und zwar: Unterschiede in Kenntnissen und in der Entwicklung zwischen den Schülerinnen des Lehrerinnenseminars und den Schülern des allgemeinen Seminars. Außerdem darf man die Schwierigkeit nicht unterschätzen, welche in der Gründung eines gemeinsamen Institutes für Jünglinge und junge Mädchen besteht, die aus verschiedener Umgebung und verschiedenen Kreisen stammen. Die Vereinigung des allgemeinen Seminars mit dem Seminar der Orthodoxen kann nicht Zustandekommen, weil große Unterschiede in. den Richtungen der beiden Institute bestehen: das allgemeine Lehrerseminar bereitet Lehrer für allgemeine Schulen vor, und seine Zöglinge sind Schüler, die eine allgemeine Schule im Lande absolviert oder ihre Bildung sich in allgemeinen Schulen des Auslandes angeeignet haben; dagegen hat das orthodoxe Seminar den Zweck, Lehrer für orthodoxe Schulen und Talmud-Thoraschulen vorzubereiten. Seine Zöglinge sind hauptsächlich Schüler der Jeschiboth und Talmud- Thoraschulen. — Der zweite Vorschlag betreffend Errichtung von Instituten, die nur die höheren Klassen besitzen, hat den Vorzug, daß dann in diese Anstalten nur Schüler und Schülerinnen aufgenommen würden, welche Neigung zum Lehrberuf haben, und die Aufmerksamkeit 221

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