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Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress · 1923-01-01 · XIII (1923) · p. Seite 220

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Journal
Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
Volume
XIII (1923)
Date
1923-01-01
Page
Seite 220 (sequence 229)
Language
German
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IRI
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auch Material aus den Nachbarländern. Nach Verhandlungen in dieser Frage kamen wir zu folgenden Beschlüssen: 1. In den Stadtschulen wird das Unterrichtsjahr um zwei Wochen bis 25. Ab verlängert; 2. in den Kolonien werden die Schulen Mitte Tamus geschlossen und der Unterricht beginnt wieder im Monat Ellul; 3. das neue Unterrichtsjahr beginnt für alle Schulen am 25. Tischri. Unterrichtsplan. Zu Beginn des Jahres 5683 ließen wir ein ausführliches Programm für Volksschulen im Druck erscheinen. An der Ausarbeitung desselben beteiligten sich verschiedene Komitees. Das Programm wird in den Unterricht aller unserer Schulen Einheitlichkeit bringen und die Arbeit des Lehrers erleichtern, indem es den Unterrichtsstoff gibt, den die Schüler in jeder Klasse im Laufe des Jahres aufzunehmen haben. Das Programm hat sich das Ziel gesetzt, daß der Schüler vom Geiste des Hebräischen durchdrungen sein soll durch Kenntnis der Sprache, der Bibel und der hebräischen Literatur. In Verbindung mit dem hebräischen Unterrichtsstoff hielten wir es für nötig, in den Lehrplan auch den Unterricht der Gebete aufzunehmen, damit der Schüler sie kennt und ihren moralischen Wert empfindet. Im Geographieunterricht steht die Heimatslehre im Mittelpunkt. Besondere Aufmerkkeit wird auch den Nachbarländern geschenkt und denjenigen Ländern, welche für die Bewohner Erez Israels von besonderer Bedeutung sind. Im Geschichtsunterricht gibt der Lehrplan die. Geschichte Israels und verweilt nur bei denjenigen Ereignissen der allgemeinen Geschichte, welche mit der Geschichte unseres Volkes in Verbindung stehen. Im Bechenunterricht hielten wir es für nötig, mehr die praktische Seite desselben zu berücksichtigen, und wir haben das Programm der praktischen Geometrie erweitert. In der Naturgeschichte betont das Programm die Lehre von Tieren und Pflanzen in Erez Israel und gibt Baum auch für die Hauptlehren der Physik und Chemie. Besondere Aufmerksamkeit wurde auch praktischen Arbeiten gewidmet, wie Nähen für die Mädchen und Gartenarbeit im Zusammenhang mit den Naturwissenschaften. Auf Grund dieses Programms wird es leicht sein, die Änderungen einzuführen, welche für die Schulen der Orthodoxen und für die Schulen in den Kolonien, entsprechend den besonderen Erfordernissen derselben, geeignet sind. Wir wollen in den Kolonieschulen den theoretischen Unterricht einschränken und die praktische Arbeit erweitern. Diese Änderungen sind in der Tat schon in den meisten Schulen der Kolonien verwirklicht; aber der Lehrplan der Dorfschule verlangt nicht nur praktische Arbeit, sondern auch Anpassung der Kinder und des Lehrplans an die Bedingungen der Umgebung, nicht nur in bezug auf Heimats¬ und Naturlehre, sondern auch mit Bücksicht auf die Wahl des Stoffes für Lektüre, Anschauungsunterricht, Aufsätze usw. Es bestehen auch Unterschiede zwischen dem Lehrplan der allgemeinen Schulen und der Schulen der Orthodoxen. In den letzteren wird den Beligionsfächern und der Erziehung im Geiste der Tradition besondere Aufmerksamkeit geschenkt. Unter den Beligionsfächern nimmt der Talmud-Unterricht einen bedeutenden Platz ein, und es werden ihm in den oberen Klassen ca. 10 wöchentliche Stunden gewidmet. 220

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