Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Journal
- Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Volume
- XIII (1923)
- Date
- 1923-01-01
- Page
- Seite 178 (sequence 187)
- Language
- German
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in Kiriath-Anawim der Grund gelegt für die Schaffung eines Arboretums, in dem viele Baumarten zur Akklimatisierung angepflanzt wurden. Im Arboretum, welches 30 Dunam umfaßt, befinden sich 65 von den besten Eukalyptusarten, 22 Arten von Akazien, Arten von verschiedenen Tannen, Fichten, Casuarinen, Pappeln und insgesamt 130 Arten von Waldbäumen, die für die Anpflanzung von Nutzwäldern von Bedeutung sind. Von Fruchtbäumen und Reben hat sich das Departement bemüht diejenigen Arten und Sorten einzuführen, die den Kolonisten Nutzen bringen, weil auf den Märkten eine große Nachfrage nach ihnen besteht. So wurden in diesen zwei Jahren 70000 veredelte Reben (Tafeltraubensorten) an folgenden Plätzen gepflanzt: Kaiendia, Kiriath-Anawim, Ben-Schemen, Nahalal, Ain-Charod, Giwa, Daganja B und Har Kinereth. In Erez Israel sind europäische Tafeltraubensorten heute noch wenig verbreitet. Die Trauben in den judäischen Kolonien sind größtenteils Trauben für Weinerzeugung. Die Reben, welche das Departement ins Land einführte, aber sind hauptsächlich für die Tafel und für Erzeugung von Rosinen bestimmt. Das Departement hat sich ferner bemüht, die Pflanzung des Feigenbaumes zu verbreiten. Für diesen Zweck wurden die palästinensischen Feigensorten erforscht und die erlesenen Sorten wurden im Arboretum und an verschiedenen anderen Orten angepflanzt. In Kirjath-Anawim, wo das Klima und der Boden für die Pflanzung von Obstbäumen (Äpfel, Birnen, Pflaumen, Nüsse) besonders gut geeignet ist, hat das Departement den Anstoß gegeben, diese Baumarten anzupflanzen. Außer diesen Arbeiten, die von den Siedlern auf eigene Rechnung ausgeführt wurden, hat das Departement im Jahre 5683 auf einer Fläche von 300 Dunam auf den Bergen von Kirjath-Anawim 35000 Waldbäume angepflanzt, von denen die meisten ,,Jerusalemer Pinien" sind. Die Anpflanzung ist durchaus gelungen und nach einigen Jahren wird sich hier ein schöner Wald erheben. Die Pflanzungsarbeit von Fruchtbäumen, Reben und Waldbäumen macht in den neuen Siedlungen durch die Hilfe, welche den Siedlern durch Beschaffung der Setzlinge und Instruktionen für die Pflege der Pflanzungen gewährt werden, gute Fortschritte. Jeder, der unser Land durchreist, muß auf den traurigen Anblick der Berge aufmerksam werden, die so recht ein Bild von der Verödung und Vernachlässigung im Lande geben.. In früheren Jahren waren diese Berge mit Wäldern bedeckt, und wenn man sich recht bemüht, werden wieder grünende Wälder im Lande entstehen. Abgesehen von der großen Bedeutung, welche die Bewaldung vom Gesichtspunkt der Sanierung des Landes und der Verbesserung verödeter Böden hat, muß auch die große ökonomische Bedeutung für die Entwicklung des Landes in der Zukunft berücksichtigt werden. Durch die Gelder, welche die Zionistische Organisation und der Jüdische Nationalfonds für die Arbeit der Aufforstung in den Jahren ihrer Betätigung im Lande ausgegeben haben, wurde auch unser Jischuw veranlaßt, sich für die Aufforstungsarbeit zu interessieren. Der Einzelne oder auch die Gruppe haben zwar nicht die Möglichkeit,auf eigene Rechnung große Flächen zu bewalden. Es wurde aber doch im Jischuw das 178