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Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress · 1923-01-01 · XIII (1923) · p. Seite 174

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Journal
Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
Volume
XIII (1923)
Date
1923-01-01
Page
Seite 174 (sequence 183)
Language
German
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IRI
…/9038125-9047323--0798-9047012
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Es ist klar, daß in der landwirtschaftlichen Schule nur ein kleiner Teil der Chaluzoth seine Eignung für die Landwirtschaft erwerben kann. Um nun einer größeren Zahl von Arbeiterinnen die Erwerbung der nötigen Kenntnisse für die Führung der Hauswirtschaft zu ermöglichen, wurden Farmbetriebe für Arbeiterinnen eingerichtet, in welchen die Arbeit unter Aufsicht und Anleitung erfahrener Arbeiterinnen, die bereits lange Zeit im Lande arbeiten, ausgeführt wird. Solche Betriebe existieren in Nachlath-Jehudah und Petach-Tikwah. Die Mädchenfarm in Nachlath-Jehudah entwickelt sich gut und wird sich in Kürze hauptsächlich aus ihren Erträgnissen aus Molkerei, Geflügelzucht, Gemüsebau und Baumschule erhalten können. Die Gruppe bearbeitet 100 Dunam Boden. Sie hat im Jahre 5683 mit Erfolg eine Baumschule für 100000 Bäume angelegt, die größtenteils verkauft wurden. Auch in diesem Jahre wurde eine solche Baumschule angelegt. Die Milchwirtschaft entwickelt sich gut. Es sind hier 7 Milchkühe vorhanden, und die Gruppe liefert 70 Liter Milch täglich auf den Markt. Sie hat auch die Geflügelzucht zu entwickeln begonnen und daher Geflügelställe errichtet, einen Inkubator sowie Eier von Rassehühnern gekauft. Besondere Aufmerksamkeit wurden dem Gemüsebau geschenkt. Wenn auch dieser Zweig noch keine Einnahmen ergibt, ist es doch von Bedeutung, daß die Mädchen dieses Fach erlernen. Die Zahl der Mitglieder der Farm beträgt 14. 12 davon sind neue Chaluzoth. Der Hauptunterschied zwischen diesem Betrieb und der landwirtschaftlichen Schule für Mädchen liegt darin, daß die Arbeiterinnen hier aus der Arbeit selbst lernen. Der Betrieb muß für die Zukunft aus seinen eigenen Einnahmen existieren können. Mädchenfarm in Petach-Tikwa in Verbindung mit dem Arbeiterinnenheim in Petach-Tikwa. Die Mädchen versorgen die Arbeiterküche mit Milch und Gemüse aus dieser Wirtschaft. Die Anordnung dieses Betriebes wurde noch in der Kriegszeit begonnen. Er konnte sich aber aus Mangel an Boden nicht entwickeln. In diesem Jahr fand diese Frage ihre Lösung durch die Erwerbung einer Bodenfläche, die den Bedürfnissen der Wirtschaft entspricht. Die Gruppe bereitet sich jetzt für die Errichtung von Wohn- und Wirtschaftsbaracken vor. Die Zahl der Mitglieder beträgt 10. In diesem Jahre wurde eine Fläche von 15 Dunam bearbeitet. 5682 wurde eine Baumschule von 50 000 Waldbäumen angelegt und auch in diesem Jahre bereitet man wieder eine solche vor. 9. Darlehen an einzelne Landwirte. Mit Bücksicht auf die schlimme Lage eines Teiles der Kolonisten, die bisweilen aus Mangel an Agrarkredit ihre Böden verlassen und Arbeit in den Städten suchen müssen oder gezwungen sind, ihren Besitz gänzlich andern Leuten zu überlassen, wurde vom Budget des landwirtschaftlichen Kolonisations-Departements eine Summe für Darlehen an einzelne Kolonisten bestimmt. Von diesen Beträgen wurden auch Darlehen an einige Immigrantenfamilien gegeben, welche genügende landwirtschaftliche Vorbereitung, sowie gewisse Mittel für die Kosten ihrer Ansiedlung 174

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