Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Journal
- Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Volume
- XIII (1923)
- Date
- 1923-01-01
- Page
- Seite 175 (sequence 184)
- Language
- German
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besaßen. Mit den kleinen Summen, die uns zur Verfügung standen, halfen wir an folgenden Orten: Kfar-Uriah. Die Kolonie befand sich in einem Zustand des Verfalls, da die Bodenbesitzer, welche aus Polen kamen, infolge des niedrigen Valutastandes keine Möglichkeit hatten, ihren Boden zu bearbeiten. Sie wandten sich an uns mit dem Vorschlag, einen Teil des Bodens dem Nationalfonds oder Keren Hajessod zu übergeben und baten gleichzeitig um ein Darlehen zur Ordnung der Betriebe. Als Ergebnis dieser Verhandlungen zogen im Jahre 5682 16 Familien nach Kfar-Uriah ein, 8 Familien aus der Zahl der Bodenbesitzer und 8 Arbeiterfamilien, die lange Zeit im Lande gearbeitet hatten. Mit Ablauf des Jahres 5682 mußten jedoch die 8 Arbeiterfamilien Kfar-Uriah infolge innerer Zwistigkeiten unter den Koloniebewohnern wieder verlassen. An ihre Stelle trat die Gruppe des ,,Hapoel Hamisrachi", die in Kfar-Uriah unter denselben Bedingungen wie die 8 früheren Arbeiterfamilien angesiedelt wurden. Die Kolonie hat in diesem Jahre eine Fläche von 900 Dunam bearbeitet. Die Seelenzahl in Kfar-Uriah beträgt 37. Die materielle Lage ist sehr schlecht. Poria. Im Jahre 5682 gaben wir an 10 Familien der „Berschader Kooperative" (neue Immigranten) ein Darlehen und diese verpflichteten sich kontraktlich zur Bearbeitung der Besitzungen, die den amerikanischen Mitgliedern der Achusah „Poria" gehören. Außerdem gaben wir den Bodenbesitzern, die aus Amerika nach Poria kamen, ein Darlehen. Aber Ende 5682 mußten die Mitglieder der Berschader Kooperative Poria infolge des Drucks von Seiten der Gläubiger der Bodenbesitzer, die in Amerika weilen, verlassen. Auch einige von den Bodenbesitzern Porias verließen den Platz und es ergab sich klar, daß solange die Angelegenheiten Porias nicht gemeinschaftlich mit den Bodeneigentümern, die im Ausland weilen, geregelt werden, neue Darlehen an Poria nicht gegeben werden können. Nachlath-Jehuda. Die Lage Nachlath-Jehudas, welches vor dem Kriege in der Form einer ,,Häuslersiedlung" gegründet wurde, war aus dem Grunde aussichtslos, weil die Arbeiter keine Arbeiten in der benachbarten Kolonie Kischon le Zion fanden. Die Siedlung stand vor ihrem Untergang. Im Jahre 5682 erhielten die 26 Familien in Naehlath- Jehuda zur Anschaffung von Kühen und Einrichtung einer Milchwirtschaft ein Darlehen. Das Ergebnis war sehr gut. In Nachlath-Jehuda existiert jetzt eine kooperative Molkerei, welche täglich ihre Milch an den ,,Hamaschbir" in Tel Awiw schickt. Außerdem vergrößerte der Nationalfonds die Bodenfläche in Nachlath-Jehuda bis 25—30 Dunam pro Familie. Auf der neuerworbenen Fläche wurden in diesem Jahre noch 10 neue Siedler angesiedelt. Außerdem wurde den Siedlern in Nachlath-Jehuda vom Nationalfonds für die Verbesserung der Gebäude und für den Bau von Ställen ein Darlehen gewährt. Der Nationalfonds gewährte endlich ein Darlehen für die Begelung der Wasserversorgung. Diese Siedlung erhielt jetzt die Form eines Moschaw Owdim und ihre Station wird immer besser. Balfouria. Nach mißlungenen Versuchen der amerikanischen ,,Kehillath-Zion" (American Zion Commonwealth), eine Farm einzurichten oder eine Art Achusa in Palästina zu begründen, kam die Ge- 175